ROGER O’DONNELL – 2 Ravens

ROGER O'DONNELL - 2 Ravens
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8 Gesamtnote

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8

Immer wieder diese Frage, wenn jemand von einer großen Band solo in anderen Gefilden unterwegs ist. Roger O’Donnell beispielsweise als Mitglied der großen The Cure. Ist es nun für das eigene Schaffen Fluch oder Segen, zu den Mannen um Robert Smith zu gehören? Und sollte man das eigentlich überhaupt erwähnen? Diese Frage lässt sich jetzt nicht mehr beantworten, nun steht es hier. Aber es käme ja eh raus. Und es passt ja auch irgendwie, wenn auch mit anderen Mitteln: Düstere Momente und Melancholie finden sich auch auf 2 Ravens ebenfalls, aber hier in einer sehr ruhigen Atmosphäre durch das dominante Piano, dazu gerne mal mit Streichern und Stimme.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Maßgeblich mitverantwortlich ist die Sängerin und Dichterin Jennifer Pague von Vita And The Woolf, die überhaupt erst den Impuls gab, dass hier auch Gesang den Weg auf das Album fand und kein rein instrumentales Album entstand. Denn so geht es zunächst einmal mit December los. Streicher und Piano bilden ein gutes Zusammenspiel, eine ruhige und warmherzige Atmosphäre entsteht, es hat alles eine cineastische Note hier und ja, Melancholie und Traurigkeit fließen hier mit ein. Aber auch Schönheit! Wie auch im tief-traurig anmutenden On The Wing, das mit seinen zwei Celli und den Piano-Melodien für Gänsehaut sorgt und dazu einlädt, sich in den Klängen fallen zu lassen.

Wozu auch Stücke mit Gesang hier einladen. The Haunt zum Beispiel. Mit etwas positiv anmutenderen Klänge und einem hellen Gesang von Jennifer Pague wirkt die Musik hier schon verhältnismäßig aufgeweckt – verglichen mit manch anderem verträumten Moment (was bitte positiv zu lesen ist). Oder auch in Don’t Tell Me, das insgesamt deutlich eher wieder dem ruhigeren Duktus zuzuordnen ist, aber durch die Gesangsmomente eine andere Akzentuierung erhält. Wenn dann mit I’ll Say Goodnight Schluss ist, will man sicherlich nicht „Gute Nacht“ sagen, selbst wenn dies rein tageszeitlich gerade passen sollte. Denn man ist angenehm angetan vom bis zu diesem Zeitpunkt Gehörten.

Ein wirklich gutes Album der ruhigen und melancholischen Art, das sich sehr gut für Freunde von Klavier und Streichern eignet und auch sonst zu empfehlen ist, wenn man ruhige Klänge mit klassischem Anstrich mag. Ob mit oder ohne Gesang: Jedes Stück weiß hier für sich gefallen. Schade ist dabei lediglich, dass es nur acht insgesamt geworden sind. Wünschenswert wäre definitiv, dass Robert O’Donnell und Jennifer Pague hier nicht zum letzten Mal zusammengearbeitet haben!

Tracklist ROGER O’DONNELL – 2 Ravens:

01. December
02. An Old Train (feat. Jennifer Pague)
03. 2 Ravens
04. The Haunt (feat. Jennifer Pague)
05. On The Wing
06. The Hearts Fall
07. Don’t Tell Me (feat. Jennifer Pague)
08. I’ll Say Goodnight (feat. Jennifer Pague)

Weblinks ROGER O’DONNELL:

Facebook: www.facebook.com/rogerodonnellmusic
Twitter: www.twitter.com/RogerODonnellX

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