PINK TURNS BLUE – The AERDT – Untold Stories

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GeschÀtzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Unsere Bewertung

8

Gesamtnote

Eigentlich hatte sich Mic Jogwer schon „von dem Projekt verabschiedet und praktisch solo ein paar neue Songs geschrieben“, gab er jĂŒngst im Interview mit Monkeypress zu Protokoll. Wie gut, dass GrĂŒndungsmitglied Ruebi und der Drummer Paul Richter zu diesem Zeitpunkt rechtzeitig zur Stelle waren – sonst hĂ€tte es womöglich das neue Album von Pink Turns Blue fĂŒnf Jahre nach Storm gar nicht gegeben. Man kann das Album auch mit „alles auf Anfang“ als Motto versehen, denn es ist wie in den Ursprungstagen: Drei Leute – Gesang/Gitarre, Bass/Keyboards, Drums – prĂ€sentieren einen aufs Wesentliche reduzierten Sound. Unterschied zu den Anfangstagen: Man kennt Pink Turns Blue bereits und erkennt auch den Sound direkt wieder.

Mit Something Deep Inside eröffnet das Trio das Album direkt atmosphĂ€risch und druckvoll. Ein leicht kĂŒhl wirkender Post-Punk-Sound mit Wave-Rock-EinflĂŒssen, die eingehende Stimme von Mic Jogwer und man merkt schnell: Pink Turns Blue sind wieder da und in einer guten Form. War Storm nach Angabe des SĂ€ngers eher „zĂ€h“, so ist von ZĂ€hheit jetzt nichts mehr zu merken. Frisch und unverbraucht klingen die neuen StĂŒcke, wie man auch an Dirt wieder merkt. Es ist eine Freude zu hören, wie eine Band, die 1987 das erste Album veröffentlicht hat, auch fast 30 Jahre spĂ€ter noch innovative KlĂ€nge herausbringen kann, ohne dabei die Wurzeln aus den Augen zu verlieren oder sich selbst zu kopieren.

Dabei ist das Album auch ein ernstes geworden, wenn man sich mal mit den Inhalten auseinandersetzt. Da ist beispielsweise das ruhige Tomorrow Never Comes, das persönliche Ereignisse verarbeitet und davon handelt, nicht auf „ein besseres Morgen zu hoffen“ und „den Tag nicht zu leben und zu lieben, die wesentlichen Dinge zu verschieben“. Oder auch NYC Breakdown, in dem New York „die Welt am seidenen Faden“ reprĂ€sentiert und treibenden Post-Punk mit dem Thema reprĂ€sentatierenden Polizeisirenen bietet. Ob eher clubbig und tanzbar oder ruhig: Die Botschaften kommen an. Pink Turns Blue gelingt es hier auf angenehme Art und Weise, Tiefgang durch gute Musik auszudrĂŒcken.

Ein Album einer alteingesessenen Band, deren KlĂ€nge etwas Zeitloses haben. EingĂ€ngiger Post-Punk, gespickt mit Inhalten, trotzdem nicht erdrĂŒckend, dabei immer wieder innovativ und mitreißend. Hoffentlich vergehen nicht wieder fĂŒnf Jahre bis zum nĂ€chsten Album. Aber wann es auch kommen mag: Dieses beschĂ€ftigt einen schon einmal gut genug!

Tracklist PINK TURNS BLUE – The AERDT – Untold Stories:

01. Something Deep Inside
02. Dirt
03. Give Me Your Beauty
04. The Clown
05. Here Is To You My Love
06. Tomorrow Never Comes
07. NYC Breakdown
08. Roads
09. I Believed
10. Devil

Weblinks PINK TURNS BLUE:

Homepage: www.pinkturnsblue.com
Facebook: www.facebook.com/Pink.Turns.Blue.Official
Twitter: www.twitter.com/PINK_TURNS_BLUE

The AERDT – Untold Stories

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