L’ÂME IMMORTELLE – Letztes Licht (EP)

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Unsere Bewertung:


8 Gesamtnote

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8

Ein Jahr nach Erscheinen des dazugehörigen Albums einfach eine Single auskoppeln? Das ist zu einfach. Stattdessen ist aus Letztes Licht nun schon ein kleines Album geworden, auf dem die Wiener Band insgesamt elf Nummern vereint, die eine bunte Mischung der Band wie auch Coverversionen von L’ñme Immortelle durch andere Bands vereint. Im Grunde sind es vier verschiedene Bereiche, in die sich Letztes Licht unterteilen lĂ€sst: Versionen des TitelstĂŒcks, neue und neu aufgenommene StĂŒcke, Coverversionen durch andere KĂŒnstler sowie Remixe Ă€lterer StĂŒcke aus der langen Laufbahn von L’ñme Immortelle.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Eröffnet wird zunĂ€chst einmal mit dem TitelstĂŒck in der Classic Version. Letztes Licht wird hier zu einer sehnenden Ballade mit Streichern und Piano, in der Sonja Kraushofer zu stimmlicher Höchstform auflĂ€uft. Eine sehr gelungene Interpretation der darauffolgenden Originalversion, die eine treibende Elektro-Nummer im mittleren Tempo darstellt und hier auch wie von der Band gekannt mit mĂ€nnlichem und weiblichem Gesang im Wechsel ĂŒberzeugt. Als dritte Version begegnet zusĂ€tzlich noch ein Remix von Blue May Rose, die dem StĂŒck eine schwungvoll-pompöse Wendung gibt, bei der man sowohl das Original als auch die Remix-Handschrift erkennen kann.

Die neuen StĂŒcke The Spell und In meinen TrĂ€umen setzen stilistisch gut bei Letztes Licht an und zeigen gleich einen weiteren vielseitigen Aspekt der Band: Nicht nur mĂ€nnlicher und weiblicher Gesang ist da, sondern auch englischer und deutscher. The Spell ist ein StĂŒck mit viel Dramatik, In meinen TrĂ€umen fast schon ein prototypisches StĂŒck L’ñme Immortelle, das zwischen ruhigeren Passagen und druckvollen Momenten wechselt. Hinzu tritt noch die Neuaufnahme von Fear, die sich in Nuancen von der ersten Version unterscheidet, eine gesunde Portion HĂ€rte zur Veröffentlichung ergĂ€nzt und im Chorus auch mal wieder Gitarren zum Vorschein kommen lĂ€sst. Ein gelungenes StĂŒck und gut fĂŒr das Abwechslungsreichtum.

Betrachtet man die Remixe, so geht Soman in die frĂŒheren Jahre der Band zurĂŒck und hat sich Judgement vorgenommen, um daraus nach der Devise „weniger Drama, mehr Dancefloor“ ein im Tempo deutlich angezogenes StĂŒck Elektro zu machen. Beat-lastig und mit klarer Soman-Handschrift eine spannende Version des StĂŒcks. Sehr „stripped down“ und balladesk hingegen wird es zum Schluss im 18 Summers Remix zu Ich gab dir alles, der zum Ende hin auch pompösere und elektronische Elemente beinhaltet und bei dem die Shouts von Thomas Rainer auch in dieser ruhigen Version gut zur Geltung kommen. Ebenfalls ein starker Remix!

Und dann sind da ja noch die Coverversionen. Den Anfang machen Collection D’Arnell-Andrea mit Fallen Angel. Nicht umsonst gehören sie mit zu den Wegbereitern der Heavenly-Voices-Ära, das hört man. Auch hier sind es schwebende KlĂ€nge, die nur im Chorus mal laut werden. Dunkelsucht feat. Chelsey Schill wiederum haben mit Demon Be Gone durch die sehr hohe Stimme etwas erschaffen, das man fast schon als „Symphonic Electro“ bezeichnen könnte. Pulsierende Elektro-KlĂ€nge treffen hier auf die verzerrten Shouts und vereinen sich zu einer Version, die dem Original gerecht wird. Etwas, das man auch von Lake Of Tears in der Version von My Equinox Divine behaupten kann, das mit verhaltenem Auftakt und anschließendem treibendem Beat ebenfalls schon als Interpretation bezeichnen kann. Alle drei covernden KĂŒnstler haben hier gute Arbeit geleistet.

Am Ende haben L’ñme Immortelle die Hinter dem Horizont mit Letztes Licht gut abgerundet. Durch Remixe und Coverversionen verschiedener KĂŒnstler ist klar, dass nicht unbedingt jedem alles gefallen kann, aber jede Nummer hat auf ihre Weise ihre QualitĂ€t, ohne dass StĂŒcke dabei wĂ€ren, bei denen man ein großes BedĂŒrfnis verspĂŒrt, direkt weiter zu drĂŒcken.

Tracklist L’ÂME IMMORTELLE – Letztes Licht (EP):

01. Letztes Licht (Classic Version)
02. Letztes Licht
03. The Spell (Bonus Track)
04. In meinen TrÀumen (Bonus Track)
05. Fear (Re-Recorded 2018)
06. Letztes Licht (Blue May Rose Remix)
07. Judgement (Soman Remix)
08. Fallen Angel (Cover by Collection D’Arnell-Andrea)
09. Demon Be Gone (Cover by Dunkelsucht feat. Chelsey Schill)
10. Lake Of Tears (Cover by My Equinox Divine)
11. Ich gab dir alles (18 Summers Remix)

Weblinks L‘ÂME IMMORTELLE:

Homepage: www.lai-music.com
Facebook: www.facebook.com/LAI.official
Twitter: www.twitter.com/lai_news

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