COMBICHRIST – This Is Where Death Begins

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Unsere Bewertung:


3 Gesamtnote

3

„Selten war ein Albumtitel so passend“

Combichrist-Langrille Nummer acht. Und definitiv die schlechteste. Anders kann das Fazit zu This Is Where Death Begins kaum lauten. Eigentlich hatte sich der norwegisch-amerikanische Trupp rund um Frontmann Andy LaPlegua in den letzten Jahren als einer der aufregendsten musikalischen Abrissbirnen des Planeten etabliert und den Sprung vom Laptop-Act zur ernstzunehmenden Band lĂ€ngst hinter sich gebracht. Auch die schon in den letzten Jahren immer prĂ€senter geworden Gitarren störten das Gros der Fanbasis eher nicht. Dies dĂŒrfte sich nun aber Ă€ndern. Gelang We Love You vor zwei Jahren noch der Spagat zwischer harter, energetischen Rockmusik (Maggots At The Party, Love Is A Razorblade, We Were Made To Love You) und harter, ebenso energetischer Elektonik (Can’t Control, Every Day Is War, From My Cold Head Hands, We Rule The World, Motherfuckers), gibt es hier nun ĂŒber eine Stunde langweiligen, 08/15-Midtempo-Metal auf die Ohren.

Die Elektronik ist beinahe komplett verschwunden, zu tausendmal gehörten, mittelmĂ€ĂŸigen „Dicke-Eier-Riffs“ und tausendmal gehörten und fĂŒr CC-VerhĂ€ltnisse erschreckend uninspiriertem Schlagzeugspiel gibt es Refrains, die nur selten im Ohr bleiben (My Life My Rules und Skullcrusher seien an dieser Stelle lobend erwĂ€hnt) und sonst vordergrĂŒndig KopfschĂŒtteln auslösen. Ausnahmen: Die als einzige Tracks an die Vergangenheit erinnernde Don’t Care How You Feel About It sowie Exit Eternity, die immerhin ein wenig Abwechslung in den sonstigen Schrammel-Einheitsbrei bringen, dem Al Jourgensen zu besten Ministry-Zeiten sebst im grĂ¶ĂŸten Speedball-Rausch nicht mal B-Seiten-QualitĂ€t bescheinigt hĂ€tte. Zu der QualitĂ€t alter Meisterwerke, die noch heute die gruftigen TanzflĂ€chen fĂŒllen, halten aber auch diese beiden Tracks gehörigen Sicherheitsabstand. Bevor die durchaus schön anmutende Ballade Homeward die LP beendet, will man eigentlich schon aufgeben, weil einfach fast nichts nennenswertes passiert. Und das so manch lieb gewordener Klassiker in den Live-Setlists fĂŒr diese neuen StĂŒcke weichen werden muss, macht die ganze Sache nur noch schlimmer.

Wie bereits in der Überschrift erwĂ€hnt: Selten war ein Albumtitel so passend. Denn machen Combichrist so weiter, reitet man die eigene starke Marke in den Abgrund. Die Altfans werden mit dieser musikalischen Neuausrichtung zu einem großen Teil nichts anfangen können. Und Metal-Hörer, die Combichrist mit diesem Album wohl fĂŒr sich gewinnen wollen, schmeißen eher einfach nochmal die ewigen Album-Klassker Demanufacture oder Psalm 69 in die Anlage, bevor sie 60 Minuten ihrer kostbaren Zeit fĂŒr dieses Sammelsurium an Ideenlosigkeit opfern. War halt aufregend und mitreißend damals in den 90ern. UngefĂ€hr so aufregend und mitreißend wie Combichrist von 2005-2015. Andy, so bitte nicht nochmal!

Tracklist COMBICHRIST – This Is Where Death Begins:

01. We Are The Plague
02. My Life My Rules
03. Glitchteeth
04. Exit Eternity
05. Skullcrusher
06. Time Again
07. Destroy Everything
08. Tired Of Hating You
09. Don’t Care How You Feel About It
10. Blackened Heart
11. Pay To Play
12. Slakt
13. Black Tar Dove Part 1
14. Black Tar Dove Part 2
15. Homeward

Weblinks COMBICHRIST:

Facebook: https://www.facebook.com/combichrist/?fref=ts
Homepage: www.combichrist.com

This Is Where Death Begins

Preis: EUR 16,99

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Geschrieben von
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