SORRY – 925

MYRATH - Live in Carthage
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

9 Gesamtnote

Gesamtnote

9

Sorry, wir sind an dieser Stelle etwas spät dran. Brauchte es doch selbst erst einiger positiver gelesener Rezensionen, um sich mit dieser Band zu beschäftigen, aber da es das Debüt ist, müssen wir natürlich auch noch die Chance nutzen, mit dem Namen zu spielen, bevor es vollends abgegriffen ist. Denn die Vorstellung mutet schon komisch an, dass da eine Band die Bühne betritt und einen mit „We are Sorry“ begrüßt. Damit dann auch genug Kalauerei, zumal das Betreten einer Bühne im Moment sowieso ein sehr sensibles Thema ist. Aber gerade in Zeiten wie diesen ist natürlich das Entdecken neuer Musik stets eine willkommene Abwechslung. Beispielsweise bei Sorry.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Deren Album erschein bereits im März, aber mit Perfect gibt es nun eine neue Auskopplung, die erneut neugierig auf das Album machen kann. Die jungen Briten präsentieren hier einen kratzbürstigen und doch treibenden Indie-Song, bei dem man gelegentlich frühere Sonic Youth um die Ecke winken sieht, schaffen Abwechslungsreichtum durch den Gesang von Sängerin Asha Lorenz und der männlichen Stimme von Louis O’Bryen dazu und wissen direkt zu gefallen. Eine wirklich gute Indie-Nummer, wobei Indie hier so eine Art Oberbegriff ist, bei dem Sorry aber eben auch gerne zeigen, wie vielfältig man ihn füllen kann. Ein roter Faden ist immer da, aber Vielseitigkeit wird geboten.

Schon der Opener Right round the clock zeigt es. Sympathisch ein bisschen neben der Spur arrangiert, bietet es dennoch eine gekonnte Eingängigkeit, überrascht mit einigen Bläsersätzen, aber heißt einen dennoch irgendwie freundlich ins Album willkommen, obgleich man sich anschließend bei In Unison doch zunächst mal fragt, ob man sich eventuell doch verlaufen haben könnte. Etwas verschroben wabern die Strophen vor sich hin, im Chorus gibt es dann aber doch so etwas wie Eingängigkeit. Diese gibt es auch in den gerne auftauchenden Dreampop-Momenten. As The Sun Sets mit seinem verhangenen Gestus beispielsweise, das mit süßlicher Stimme dennoch mitreißend wirkt.

Mit 925 ist Sorry ein Debüt-Album gelungen, das für Begeisterung sorgt. Verschiedene Einflüsse werden hier unter einen Hut gebracht, man verliert nie den Albumgedanken aus den Augen und zieht den Zuhörer immer wieder in seinen Bann.

Tracklist SORRY – 925:

01. Right round the clock
02. In unison
03. Snakes
04. Starstruck
05. Rosie
06. Perfect
07. As the sun sets
08. Wolf
09. Rock ‘n’ roll star
10. Heather
11. More
12. Ode to boy
13. Lies (Refix)

Weblinks SORRY:

Homepage: www.sorryband.co.uk
Facebook: www.facebook.com/sorrybanduk
Twitter: www.twitter.com/sorrybanduk

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