EGOAMP & TWILIGHT IMAGES – Hamburg, Kir (03.02.2018)

Fotos: EGOAMP
EGOamp, © Marius Meyer
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Dass Hamburg immer eine Reise wert ist, muss vermutlich nicht weiter erklärt werden. Noch mehr wert ist eine Reise nach Hamburg natürlich immer dann, wenn man den Besuch in der Hansestadt mit einem Konzert verbinden kann. So beispielsweise am vergangenen Wochenende, als EGOamp im Kir auftraten. Dabei waren sie nicht allein, sondern wurden von Twilight Images unterstützt. Kurzum also ein erfreuliches Line-Up für Freunde der dunklen elektronischen Synthesizer-Klänge. Wer an diesem Abend am Langenfelder Damm vorbeigeschaut hat, wird es sicherlich nicht bereut haben.

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Groß ist die Bühne im Kir nicht, so stellte man früh fest – da bereits das Equipment von EGOamp auf der Bühne stand, stand bei den Twilight Images, an diesem Abend als Duo, nur einer der beiden Musiker auf der Bühne, der andere davor. Ein ungewohntes Bild, das einem gelungenen Auftritt aber nicht im Wege stehen sollte. Gelungener Electropop von Beginn an stand auf dem Programm bei Twilight Images. Nach Resurrection als Intro ging der Fokus mit Suffering In Silence direkt in Richtung Tanzbarkeit, eingängige Klänge mit Future-Pop-Appeal standen auf der Tagesordnung. Auch wenn hier von Future-Pop geschrieben wird, sollte dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass härtere Zwischentöne nicht fehlten, wie man unter anderem gut in einem Stück wie Legacy Of Dreams gut merken konnte. Twilight Images wechselten gekonnt zwischen den Dynamiken, was ein Titel wie Resist ebenfalls gut verdeutlichen konnte, ehrten mit der Coverversion von Für würdig And One und machten zum Schluss mit der treibenden Electropop-Nummer Phoenix From The Flames noch einmal ordentlich Druck. Ein gelungener Auftakt!

Setlist TWILIGHT IMAGES – Hamburg, Kir (03.02.2018):

01. Resurrection (Intro)
02. Suffering In Silence
03. FearMachine
04. Legacy Of Dreams
05. Sehnsucht
06. The Past Has Just Begun
07. Resist
08. Für
09. Phoenix From The Flames

Eine kurze Umbaupause später waren dann auch schon EGOamp an der Reihe. Samples erklangen, Battle of the worlds eröffnete den Abend und die Band kam nach und nach auf die Bühne. War dies noch die Eröffnung des aktuellen Albums, ging man direkt in der Folge einige Jahre zurück zum nach vorne drückenden The Carnival, woraufhin es mit Puppet of joy direkt wieder zurück zum aktuellen Album 1/0 ging. Von diesem konnte früh im Set auch bereits der Titeltrack überzeugen, der gelungenen Synthpop mit einer Spur Minimal vereint und auch im Kir das Publikum in seinen Bann ziehen konnte. Das treibende Moment wurde dabei nie außer Acht gelassen, wie man eindrucksvoll im folgenden Ich geh‘ nach vorn merkte.

Ob nun aktueller oder mit einigen Jahren auf dem Buckel spielte an diesem Abend generell keine große Rolle, denn es klang wie aus einem Guss, was EGOamp hier auf die Bühne brachten. Ein We are freaks aus früheren Zeiten harmoniert da unter anderem gut mit dem sehr tanzbaren Iron and steel – und all das sind nur Beispiele. Ob der Abend ein gelungener gewesen sei, beantworteten EGOamp im Grunde mit ihrem starken Trio-Cover: Jajaja! Kurz nach ebendiesem solle mit Mindmachine erst einmal Schluss sein.

Oder eher: vorerst! Drei Stücke Zugabe sollten noch drin sein, bevor mit der Kombination aus The Cabinet und Sweet Dreams dann wirklich Schluss war. Schluss eines schönen Konzertabends, für den sich die Reise nach Hamburg definitiv gelohnt hat.

Setlist EGOAMP – Hamburg, Kir (03.02.2018):

01. Battle of the worlds
02. The Carnival
03. Puppet of joy
04. Lady and the tramp
05. 1/0
06. Ich geh’ nach vorn
07. We are freaks
08. Neonshein
09. Mesmerized
10. We are free
11. Iron and steel
12. Escape to mars
13. Jajaja
14. Mindmachine
15. EGOmanic Maniacs (Z)
16. The Veil (Z)
17. The Cabinet/Sweet Dreams (Z)

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