NICK MURPHY aka CHET FAKER – Berlin, Columbiahalle (22.11.2017)

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Nick Murphy aka Chet Faker spielt am 22. November in Berlin. HĂ€tte man es nicht gewusst und wĂ€re zufĂ€llig an der Schlange vor der Columbiahalle vorbeigelaufen – man hĂ€tte es ahnen können. Überdurchschnittlich viele Typen kopierten nicht nur durch Bart und lange Haare seinen Style. Nein, vor allem die halb hochgekrempelte blaue StrickmĂŒtze war an diesem Abend so was von en vogue! Nick Murphy selbst kommt mit besagter MĂŒtze auf die BĂŒhne, aber setzt sie, im Gegensatz zu seinen hart gesonnen Fans, ziemlich schnell ab. Kein Wunder bei der Hitze in der Columbiahalle. Nick oder Chet (denn natĂŒrlich gibt es eine bunte Mischung aus beiden „Charakteren“) spielt seine Setlist ziemlich sicher runter. Und vergisst dabei völlig NĂ€he zum Publikum aufzubauen. Das Konzert ist ruhiger und viel elektronischer als gedacht. Vom, sagen wir mal versprochenen, Stilbruch ist ehrlich gesagt nicht viel zu merken. Was nicht unbedingt etwas Schlechtes ist. Seine Musik ist nun mal wunderschön. Aber auch durch den als Supportact spielenden Techno DJ Heathered Pearls wurde irgendwie mehr auf elektronische Sounds hingewiesen. Dann setzt sich Nick endlich an sein Klavier und spielt innig ein paar Akkorde. Erst durch das langsam dazukommende Saxophon wird klar, dass es Talk Is Cheap ist. Daraufhin folgte noch ein Song (war es jetzt aus dem Chet Faker oder Nick Murphy Repertoire? Und mal ehrlich: Gibt es da jetzt wirklich einen Unterschied? Gemerkt hat man ehrlich gesagt nichts) und dann die Zugabe. No Diggity kommt darin leider nicht vor. DafĂŒr schaltet Nick aber sein Mikro aus und singt in die Stille der Halle hinein (einzig das stĂ€ndige „psssscht!“ Gezische vereinzelter Besucher störte etwas). Danach steht er auf, ruft kurz „Thanks guys!“ und lĂ€uft ziemlich schnell von der BĂŒhne. Obwohl er 1 Âœ Stunden durchgespielt hat, war er erstaunlich wenig prĂ€sent.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Ich weiß nicht genau, was ich persönlich erwartet habe. Das Konzert war, wie schon gesagt, wunderschön und ich wĂŒrde niemandem abraten Nick Murphy live zu sehen. Aber nach dem Konzert bin ich durch diese ganze Namen/ImageĂ€nderung ein bisschen verwirrt. Also merken: Nicht so viel darauf geben und einfach die Musik feiern!!

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