SCHEUBER – The Me I See

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Unsere Bewertung:


9

Gesamtnote

9

Nat├╝rlich wird man bei Dirk Scheuber nicht umhin kommen, zu erw├Ąhnen, dass er der Keyboarder von Project Pitchfork ist. War nat├╝rlich auch n├╝tzlich ist, schlie├člich wird das Album so deutlich mehr wahrgenommen als wenn hier jemand ein Deb├╝t im eigentlichen Sinne herausgebracht h├Ątte. Moment: ÔÇ×Deb├╝tÔÇť stimmt nat├╝rlich nicht ganz, denn in den fr├╝hen 2000ern hat es bereits die Rock-Band Kyova gegeben, mit der Dirk Scheuber aktiv war. The Me I See ist aber ein g├Ąnzlich anderes Album, sodass man hier eindeutig von einem Deb├╝t sprechen kann, zumal es ja auch das erste Mal ist, dass keine Band mit dahinter steht. Ansonsten ersch├Âpft sich der Vergleich mit Project Pitchfork allerdings auch weitestgehend darin, dass Scheuber eben zur Band geh├Ârt und auf diesem Album elektronische Kl├Ąnge pr├Ąsentiert.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Elektro ist ein sehr weitg├Ąngiger Begriff und die inhaltliche F├╝llung geht bei Scheuber in eine ganz andere Richtung als bei Project Pitchfork. Das zeigt sich bereits am klaren Gesang und ist auch darin erkennbar, dass der Sound weit weg von der Pitchfork-schen D├╝sternis ist. Auch Scheuber hat seine dunklen und melancholischen Momente, jedoch in ganz anderer Auspr├Ągung. Eher ist es eing├Ąngiger Electro-Pop, den man in St├╝cken wie Human findet. Pulsierende Beats, fl├Ąchige Wave-Einfl├╝sse im Hintergrund, Melodief├╝hrung und der besagte klare Gesang pr├Ągen das Bild. Dazu: viel Gef├╝hl. Wie beispielsweise in Averell, das zwar einen positiv wirkenden Gesamtklang hat, dennoch aber nachdenklich wirkt.

Nachdenklichkeit ist auch eine logische Seite des Albums, denn es gab viel zu verarbeiten. Schlie├člich spricht er im Interview zum Album von seinem ÔÇ×mehr oder weniger Fast-Ableben und der Neu-OrientierungÔÇť. Das Thema Alkohol ist dabei eines, aber auch sonst gibt es viel Reflektion und Selbstreflektion. Beispielsweise um die Liebe ÔÇô so hei├čt es im nachdenklich-treibenden Opener Everything ÔÇ×Lost my Love forever goneÔÇť… Auch ├ťberlegung zu essenziellen Themen wie der Wahrheit sind enthalten wie das Thematisieren der eigenen inneren Zerrissenheit. All das musikalisch verpackt in electro-poppige Kl├Ąnge, die mal nachdenklicher sind (wie unter anderem im besagten Everything), mal tanzfl├Ąchentauglicher (LoverÔÇÖs Breath) und auch mal getragener (3rd Eye).

Ein sehr rundes Album und sehr empfehlenswert f├╝r Freunde der elektronischen Kl├Ąnge. F├╝r den letzten Schliff am Sound zeichnet sich ÔÇ×Der FrostÔÇť von Eisfabrik verantwortlich, der Scheubers Vision seines Sounds genau verstand und an den Reglern umsetzte, f├╝r die optische Umsetzung zeigt sich indes Chris Ruiz verantwortlich. Alle Beteiligten haben ihre Aufgabe dabei sehr gut gemacht und so f├╝r ein starkes Album gesorgt.

Tracklist SCHEUBER ÔÇô The Me I See:

01. Everything
02. Human
03. Out Of Time
04. Averell
05. Chyta
06. Space
07. Godshape
08. Methods
09. LoverÔÇÖs Breath
10. 3rd Eye
11. Let Go

Weblinks SCHEUBER:

Homepage: www.scheuber-music.de
Facebook: www.facebook.com/ScheuberMusic

The Me I See

Preis: EUR 8,74

4.5 von 5 Sternen (6 Kundenbewertungen)

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Geschrieben von
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