SCALA & KOLACNY BROTHERS – Solstice

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Unsere Bewertung:


9

Gesamtnote

9

Mit einem M├Ądchenchor das Coachella Festival headlinen? Nicht schlecht. Gab es bisher auch nur einmal. Wenn man sich nun fragt, welcher Chor das schaffen soll, kann man eigentlich nur an den belgischen M├Ądchenchor Scala unter der Leitung von Steven und Stijn Kolacny denken. Seit ├╝ber 20 Jahren machen sie das inzwischen auf einem konstant hohen Niveau und einer immer wieder interessanten Auswahl an St├╝cken, die sie auf ihren Werken ÔÇô ja, covern w├Ąre das falsche Wort, nennen wir es also ÔÇô interpretieren. War der Vorg├Ąnger Unendlich komplett auf Deutsch gehalten, so hat man sich jetzt wieder ein internationales Repertoire ausgesucht, bei dem man sowohl ├╝ber Genre- als auch ├╝ber Generationen-Grenzen hinwegsieht.

Britney Spears neben den Nine Inch Nails, die Boomtown Rats auf einer Zusammenstellung mit Aqua usw. So ist das bei Scala. Und die gro├če St├Ąrke dabei liegt darin, dass die St├╝cke dem Original nie Unrecht tun und im selben Moment auch in dieser ungew├Âhnlichen Zusammenstellung wie aus einem Guss klingen. Dabei macht man auch keinen Halt vor den ganz Gro├čen der Musikwelt, wie gleich am Anfang die Interpretation von The Cure und ihrem Dauerbrenner Boys DonÔÇÖt Cry zeigt. Im balladesken Piano-Gewand schafft es der Chor, mehrstimmig die Emotion des Originals aufrechtzuerhalten und kann so auch diejenigen begeistern, die sonst vermutlich eher keinerlei Ber├╝hrungen mit M├Ądchench├Âren haben.

Auch die Ironie darf nicht zu kurz kommen, denn wenn man beispielsweise Barbie Girl von Aqua als Chor-St├╝ck singt, geh├Ârt mehr als nur ein Augenzwinkern dazu. Respektabel, ein solches St├╝ck dennoch mit derartiger Ernsthaftigkeit einsingen zu k├Ânnen. Auch das konsequente Herausnehmen des Tempos kann den St├╝cken nichts anhaben. Nehmen wir hier zum Beispiel The One I Love von R.E.M. Man stellt fest: Mehrstimmig und and├Ąchtig gesungen, erh├Ąlt man eine hymnische Grundstimmung, das begleitende Piano (mehr Instrumentierung braucht es auf dem ganzen Album nicht) h├Ąlt die Nummer gut zusammen. Da wird sicher auch Michael Stipe seine Freude dran haben.

Insgesamt 20 St├╝cke sind es, die es auf dem Album zu finden gibt. Jedes f├╝r sich hat dabei seinen eigenen Reiz und man hat trotz 75 Minuten Spielzeit nicht den Eindruck, an irgendeiner Stelle F├╝llmaterial zu finden. Auf jedes St├╝ck einzeln einzugehen, w├╝rde hier durch und durch den Rahmen sprengen, daher sei lieber das Reinh├Âren w├Ąrmstens empfohlen. Aufgrund der Vielfalt und des hervorragend umgesetzten Konzepts d├╝rfte auch dieses Album f├╝r eine breite H├Ârerschaft aus den verschiedensten Richtungen interessant sein.

Tracklist SCALA & KOLACNY BROTHERS ÔÇô Solstice:

01. Boys Don’t Cry (The Cure)
02. Sweet dreams (Are Made of This) (Eurythmics)
03. All of Me (John Legend)
04. Crash Into Me (Dave Matthews Band)
05. Cloudbusting (Kate Bush)
06. Fat Bottomed Girls (Queen)
07. Heroes (David Bowie)
08. Hungry Heart (Bruce Springsteen)
09. Survival (Muse)
10. Dirty Diana (Michael Jackson)
11. The One I Love (R.E.M.)
12. Piggy (Nine Inch Nails)
13. Strong Enough (Sheryl Crow)
14. Wake Me Up When September Ends (Green Day)
15. Womanizer (Britney Spears)
16. Follow You, Follow Me (Genesis)
17. In The Air Tonight (Phil Collins)
18. Barbie Girl (Aqua)
19. I Don’t Like Mondays (The Boomtown Rats)
20. Black Hole Sun (Soundgarden)

Weblinks SCALA & KOLACNY BROTHERS:

Homepage: www.scalachoir.com
Facebook: www.facebook.com/scalaandkolacnybrothers
Twitter: www.twitter.com/Scala_Kolacny

Solstice

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