BARONESS & BLACK SPACE RIDERS – Bochum, Matrix (26.08.2015)

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Was fĂŒr ein GlĂŒck fĂŒr alle im Ruhrgebiet ansĂ€ssigen Fans der US-Amerikaner von Baroness: Nicht nur, dass das Quartett in den kommenden Monaten sein neues, insgesamt viertes Vollzeit-Album Purple veröffentlichen wird, nein, auch die Tatsache dass Baroness ausgerechnet in Bochum ihr einziges Deutschland-Konzert im Sommer 2015 spielen, sorgte fĂŒr viele freudige Gesichter bei den zahlreichen Besuchern der berĂŒhmt-berĂŒchtigten Röhre im Stadtteil Langendreer.

Eine Viertelstunde zu frĂŒh – also bereits um 19.45 Uhr – eröffneten dann die sogenannten „Space-Rocker“ der Black Space Riders das qualitativ hochwertige Abendprogramm. Das Quintett aus MĂŒnster bot ĂŒberwiegend Songs der neuen LP Refugeeum sowie des VorgĂ€ngers D:Rei dar und sollte unter den AnhĂ€ngern der Hauptband sicherlich den einen oder anderen ĂŒberzeugt haben.
Abwechslungsreiche, mehrstimmig vorgetragene Songs in unterschiedlichsten KomplexitĂ€ts- und LĂ€ngengraden deckten weite Teile zwischen Prog-, Sludge-, Stoner- und Psychedelicrock ab und sorgten fĂŒr ein Warm-up der mitreißenden Art.

Setlist BLACK SPACE RIDERS @ Bochum, Matrix (26.08.2015):
01. Stare At The Water
02. The God-Survivor
03. Universal Bloodlines
04. Born A Lion
05. Spacebomb
06. Give Gravitation To The People
07. Hide From The Spacenight

Das beim Supportact noch etwas lichte vordere Drittel der „Tube“ fĂŒllte sich wĂ€hrend der folgenden Umbaupause dann noch recht flott. Und wer sich in der nicht ganz luftigen und daher entsprechend zunehmend heißen Röhre nach vorne kĂ€mpfte, wurde mit einem 75-minĂŒtigen Baroness Best-of-Gig der Extraklasse belohnt. Dass die gefĂŒhlten 60 Grad Raumtemperatur auch der Band zusetzten, war schnell sichtbar. Zum GlĂŒck aber nicht hörbar. Egal, ob die jĂŒngeren Songs wie March To The Sea, The Line Between oder Eula gespielt wurden, oder Baroness die „Klassiker“ wie The Sweetest Curse, The Gnashing und vor allem das immer wieder aus dem Zuschauerraum geforderte Isak darboten: Der Mitsing- und Partyfaktor blieb auf einem anhaltend erfreulichen Pegel.

Stark auch, wie die Band aus Savannah, Georgia das farbliche Konzept ihrer bisherigen Alben wĂ€hrend der BĂŒhnenshow umsetzt. Die Songs erstrahlen je nach „Herkunft“ entweder in gleißendem roten, blauen oder gelb-grĂŒnen Lichtern. Die Fans warteten aber vergeblich darauf, dass sich die BĂŒhne violett fĂ€rbt. Denn „today it’s not the time for new songs“, wie SĂ€nger John Baizley der Audienz in der Mitte des Gigs erklĂ€rte. Was der Stimmung aber keinen Abbruch tat, welche vor allem beim Abschlusssong Take My Bones Away in einem lautstarken Mitgrölchor kulminierte.
Somit bleibt zu hoffen, dass sich das nach einem schweren Busunfall vor einigen Jahren neu formierte Quartett nicht zu lange Zeit lĂ€sst, bis es mit Purple wieder auf deutsche BĂŒhnen zurĂŒckkehrt.

Setlist BARONESS @ Bochum, Matrix (26.08.2015):
01. March To The Sea
02. A Horse Called Golgotha
03. Board Up The House
04. Little Things
05. Green Theme
06. Sea Lungs
07. Cocainium
08. The Line Between
09. Eula
10. The Sweetest Curse
11. Isak
12. Blackpowder Orchard
13. The Gnashing
14. Ogeechee Hymnal (Z)
15. Take My Bones Away (Z)

Baroness:

Black Space Riders:

Fotos: Steffen Seth Prohn

Geschrieben von
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