OST+FRONT, LAST SATANIC DIVINE & HEMESATH – Oberhausen, Kulttempel (10.04.2015)

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Im Rahmen ihrer Olympia Tour 2015 und mit der aktuellen EP Freundschaft im GepĂ€ck touren Ost+Front quer durch die Bundesrepublik und machten wie bereits im vergangenen Jahr auch wieder in Oberhausen halt. 2014 waren die NDH Rocker allerdings noch alleine unterwegs, beim Auftritt im ehrwĂŒrdigen Kulttempel hatten die Berliner gleich zwei Vorbands mit dabei.

PĂŒnktlich um 21 Uhr eröffnen Last Satanic Divine den Abend. Die junge Truppe vereint Musiker aus Essen, OsnabrĂŒck und Berlin und kommt inzwischen auf insgesamt sechs Bandmitglieder. Frontmann Daniel, Bassist Paul und Justin am Schlagzeug prĂ€sentieren sich weiß geschminkt und blutverschmiert was dem hartgesottenen Ost+Front Fan natĂŒrlich sehr gefĂ€llt. Die Musik kommt beim Publikum ebenfalls gut an und in Kombination mit der an 50 Shades Of Grey erinnernden BĂŒhnenshow gestaltet sich der Auftritt von LSD recht kurzweilig – dafĂŒr bekommen die Dark Metaller auch ihren verdienten Applaus.

Nach einer kurzen Umbaupause geht es dann auch direkt weiter mit der nĂ€chsten Band. Hemesath kommen aus dem MĂŒnsterland, die Herren sind zwar nicht mehr die JĂŒngsten, zeigen dem Oberhausener Publikum aber schnell wo der Hammer hĂ€ngt. Die enorme Spielfreude, gepaart mit sattem, sauberem Sound sorgt dafĂŒr, dass sich die Reihen vor der BĂŒhne schnell wieder fĂŒllen. Bei jedem Song geben die fĂŒnf Deutschrocker alles, wobei vor allem SĂ€nger Christopher immer wieder der Menge ordentlich einheizt. Wie man sieht, kann man auch einen geilen Auftritt ohne besondere BĂŒhnenshow hinlegen – ein durchaus gelungenes Warm-Up fĂŒr den nun folgenden Headliner des Abends.

Auch wenn Ost+Front oftmals vorgeworfen wird, nur eine billige Rammstein Kopie zu sein, haben sie es geschafft sich eine stattliche Fangemeinde zu erspielen. So ist der Kulttempel am heutigen Abend gut gefĂŒllt und die Besucher fiebern gespannt dem Einzug der Neuen Deutschen HĂ€rte Formation entgegen. Als es endlich soweit ist, geht das Licht aus und zu Auferstanden aus Ruinen betreten Fritz Knacker (Schlagzeug), Wilhelm Rotlauf (Bass), Siegfried Helm (Gitarre), Gernhardt von BrĂŒh (Gitarre), Eva Edelweiß (Tasten & Trommeln) und last but not least SĂ€nger Herrmann Ostfront die BĂŒhne und eröffnen das Set mit Ost+Front 2014. Nahtlos geht es weiter mit Fleisch vom DebĂŒtalbum Ave Maria aus dem Jahr 2012. Passend zum Song werden die ersten Reihen von Eva Edelweiß mit kleinen WursthĂ€ppchen versorgt. Die kleine StĂ€rkung ist auch nötig, denn Ost+Front gönnen ihren Fans keinen Moment zum durch atmen, ein Song folgt auf den NĂ€chsten und so gibt es zu Feuerwasser dann noch Hochprozentiges aus dem Infusionsbeutel zum nachspĂŒlen. Sonne, Mond und Sterne ist dann mal ein etwas ruhigeres StĂŒck – gehört aber dennoch zu den stĂ€rksten Songs des Abends. Ein weiteres Highlight ist das Denkelied bei dem die Menge lautstark in den Refrain mit einstimmt. Mit Gang Bang und Ich liebe es werden schließlich die niederen GelĂŒste angesprochen, aber wir sind ja alle nur Mensch-lich. 911 lĂ€utet dann so langsam das Ende des Auftritts ein und nach Bitte schlag mich ist dann auch tatsĂ€chlich schon Schluss. Die fĂŒnf Musiker verabschieden sich einer nach dem anderen, lassen sich nach einigen Minuten aber noch einmal zurĂŒck auf die BĂŒhne bitten. Mit Ost+Front 2008 gibt es noch einen Song als Zugabe, danach erklingt erneut die Hymne der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und so wie sie gekommen sind, verschwinden Ost+Front auch wieder von der BĂŒhne.

Setlist OST+FRONT @ Oberhausen, Kulttempel (10.04.2015):
01. O+F 2014
02. Fleisch
03. Liebeslied
04. Heimkind
05. Feuerwasser
06. Sonne, Mond & Sterne
07. Heimaterde
08. Freundschaft
09. Denkelied
10. Perfekt
11. Feuer & Eisen
12. 1 & 1
13. Gang Bang
14. Ich liebe es
15. Mensch
16. 911
17. Bitte schlag mich
18. O+F 2008 (Z)

Ost+Front:

Hemesath:

Last Satanic Divine:

Fotos: Miriam Neiken

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