PROPHETS OF RAGE – Köln, E-Werk (05.08.2019)

Prophets Of Rage, © Jan Focken
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Zwei Tage nach ihrem Auftritt auf dem Wacken Festival spielten Prophets Of Rage im Kölner E-Werk eine von zwei exklusiven Shows in Deutschland. Monkeypress war natürlich dabei um die Crossover-Supergroup aus  Mitgliedern von Rage Against The Machine (Tom Morello, Tim Commerford, Brad Wilk), Cypress Hill (B-Real) und Public Enemy (Chuck D, DJ Lord) live zu erleben.

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Eröffnet wird der Abend um kurz nach 20 Uhr von den Nova Twins, die schon 2017 mit den Prophets Of Rage auf Tour waren. Bassistin Georgia South und Sängerin/Gitarristin Amy Love haben die englische Untergrundszene im Sturm erobert und machen mit ihrem „Nova Sound“ oder „Urban Punk“ mittlerweile in ganz Europa von sich reden. Live werden die beiden Britinnen von einem Schlagzeuger unterstützt und heizen dem Publikum mit ihren harten Basslines und derben Gitarrenriffs ordentlich ein- definitiv ein guter Start in den Abend.

Prophets Of Rage, © Jan Focken

Nach der Umbaupause nimmt schließlich DJ Lord gegen 21:10 Uhr den Platz hinter den Turntabels ein und lässt Jimmy Hendrix‘ Interpretation der US Nationalhymne – die von einigen Zuschauer sogleich mit Pfiffen quittiert wird – aus den Boxen dröhnen. Daraufhin folgt ein gut 15-minütiger Mix aus Rap- und Rock-Klassikern, wobei DJ Lord eindrucksvoll seine Fertigkeiten an den Reglern beweist. Schließlich betreten die übrigen Mitglieder der Prophets Of Rage die Bühne, die rechte Faust geballt in die Höhe gestreckt und los geht es mit dem namensgebenden Public Enemy Song Prophets Of Rage. Es folgt das Rage Against The Machine Cover Testify bei dem fast die gesamte Halle anfängt zu springen. Eigene Songs wechseln sich mit weiteren Rage Against The Machine Covern ab, bevor B-Real und Chuck D mit einem klassischen Hip Hop Medley aufwarten. Auch die Sprechgesang-Nummern werden vom Publikum ausgiebig gefeiert, trotz der stetig ansteigenden Temperatur und der hohen Luftfeuchtigkeit im gut gefüllten E-Werk. Nach dem kurzen Genre-Break geht es weiter im Set mit Sleep Now In The Fire und Living On The 110. How I Could Just Kill A Man, das einzig voll ausgespielte Cypress Hill Stück an diesem Abend, leitet dann schon recht früh das Ende des Gigs ein, der natürlich mit dem wohl bekanntesten RATM-Track Killing In The Name endet.

Lediglich die recht kurze Spielzeit von etwa 80 Minuten ohne Zugabe lässt sich bemängeln, aber wie will man einen Kultsong wie Killing In The Name auch noch toppen? Ansonsten haben die Prophets Of Rage allen Supergroup-Kritikern zum Trotz ihre Daseinsberechtigung im Musikbusiness eindrucksvoll bewiesen und bei vielen Zuschauern (inklusive mir) Erinnerungen an die hervorragenden 1990er Jahre hervorgerufen – gerne wieder!

Setlist Prophets Of Rage @ Köln, E-Werk (05.08.2019):

01. Prophets Of Rage
02. Testify
03. Unfuck The World
04. Guerrilla Radio
05. Made With Hate
06. Know Your Enemy
07. Hail To The Chief
08. Heart Afire
09. Take The Power Back
10. Hip Hop Section: Hand On The Pump / Can’t Truss It / Insane In The Brain / Bring The Noise / I Ain’t Goin’ Out Like That / Welcome To The Terrordome / Jump Around
11. Sleep Now In The Fire
12. Living On The 110
13. Bullet In The Head
14. How I Could Just Kill A Man
15. Bulls On Parade
16. Killing In The Name

Geschrieben von
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