Ordo Rosarius Equilibrio – Songs 4 Hate & Devotion

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Ordo Rosarius Equilibrio – Songs 4 Hate & DevotionOrdo Rosarius Equilibrio - Songs 4 Hate & Devotion

Ordo Rosarius Equilibrio - Songs 4 Hate & Devotion

Bands mit einem aus lateinischen Wörtern bestehenden Namen waren mir seit jeher suspekt. Dass umso mehr, weil sie zumeist in Stilen anzutreffen sind, die mir auch musikalisch nur bedingt zusagen. Auch Folk Noir, Neofolk und Artverwandtes gehören nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Spielarten, es gibt in diesen Bereichen aber doch einige wohlklingende Ausnahmen wie zum Beispiel die mich wirklich begeisternden Rome. Daher war ich auch durchaus etwas pessimistisch eingestellt, als mir mit „Songs 4 Hate & Devotion“ die bereits elfte CD von Ordo Rosarius Equilibrio ins Haus flatterte, nachdem ich die ersten zehn Alben aus den genannten Gründen scheinbar erfolgreich ignoriert hatte. Ein Fehler wie sich zeigen sollte, denn das Album hat doch so Einiges zu bieten.

Dass Ordo Rosarius Equilibrio ihr neuestes Werk beim sonst eher den harten Electroklängen zugewandten Berliner Out Of Line Label veröffentlichen überrascht dabei ebenso, wie die Tatsache, dass das Duo aus Schweden stammt, denn hier geht es durchweg düster atmosphärisch zu; keine Spur von jenen federleichten Popmelodien, für die Schweden sonst zumeist bekannt sind. Vielmehr decken Tomas Pettersson und Rose-Marie Larsen das breite Feld von romantischen Lagerfeuersongs bis hin zu von Marschtrommeln und Percussion erzeugtem kämpferischen Ambiente ab. Beeindruckend dabei vor allem der Bombast den die beiden stets zu erzeugen wissen und sich in diesen Momenten gar an die britischen Humberstone-Zwillinge von In The Nursery annähern. Neben den erzeugten klanglichen Landschaften fällt natürlich auch der Stimme von Tomas Petterson eine entscheidende Rolle zu und diese erfüllt sie mit Bravur. Man fühlt sich von der warmen Stimme gleich umschmeichelt und sie verleiht dem Gesamtkonzept einen fast schon majestätischen Rahmen. Aber auch Rose-Marie schaltet sich stets mit in die Gesangslinien ein und gerade dieser zweistimmige Gesang ist es dann auch, der die Darbietung noch erhabener erscheinen und das Werk endgültig aus der Vielzahl gesichtsloser Veröffentlichungen hervorstechen lässt.

„Songs 4 Hate & Devotion“ überzeugt durch seine klangliche Geschlossenheit ohne es dabei an Abwechslung vermissen zu lassen. Das Album ist gerade für die düstere Jahreshälfte ein idealer Wegbegleiter bis das erste Vogelgezwitscher uns im Frühjahr wieder aus dem Winterschlaf erwecken wird.

Tracklist:
01. Where I Stand On The Holy Mountain And Pray 4 The War
02. A World Not So Beautiful (A Song 4 The Emperor)
03. In My Little Black Dress
04. With Unspoken Pleasures (My Guardian Demon)
05. In Heaven, Only Abstinence Remains
06. Do Angels Never Cry, And Heaven Never Fall?
07. Lucifer In Love
08. Serpent – Dagger – Lion – Man
09. Long Knives, And Little Men
10. 4 1 4 1
11. I M B E C I L E, My Idiot Lover
12. If Christ Is The Answer, Then What Is The Question
13. A Song 4 Hate & Devotion


Autor: Michael Gamon

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Ordo Rosarius Equilibrio - Songs 4 Hate & Devotion

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