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Lesedauer: 4 MinutenAls im letzten Jahr das Konzert mit Devision Redux und M/A/T in Hamburg aufgrund des schwachen Presales verschoben wurde, war ich wahrlich enttäuscht gewesen. Umso größer war die Vorfreude auf den Nachholtermin am Valentinstag. Wird es voll werden oder spielen die Bands vor leeren Rängen? Hamburg ist immer wieder eine Überraschung wert.
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Als wir an der Markthalle ankamen, war ich doch schon sehr besorgt um den schönen Abend. Keine gewohnte Schlange vor den Toren? Aber doch, als ich zur Garderobe kam und sah, dass die Haken schon gut gefüllt waren, war ich sichtlich erleichtert.
Was sollte uns denn an diesem Abend erwarten? Steffen Keth und Daniel Myer haben bisher als Devision Redux noch keinen großen Output von sich hören lassen. Ich mag Steffen und seine Art und ich bin ein kleiner Fanboy, was die Projekte von Daniel Myer angehen. Klingt nach einer interessanten Kombi. Supportet werden die beiden von dem Hamburger Projekt M/A/T, welche in den vergangenen Jahren bereits mit einigen Club Hits auf sich aufmerksam gemacht haben. Neu im Line-up an diesem Abend ist dann Thomas Schernikau. Thomas wer? Thomas Schernikau ist einer der kreativen Köpfe hinter der Depeche-Coverband Forced To Mode, welche sich mittlerweile eine beachtliche Fangemeinde erspielt hat.
Thomas Schernikau – Gefühlvolle Balladen eher fürs Kaminzimmer
Pünktlich um 20.00Uhr wurde erstmals das Saallicht gedimmt und Thomas Schernikau betrat die Bühne der mindestens zur Hälfte gefüllten Markthalle. Ich wusste ehrlicherweise überhaupt nicht, was mich erwarten würde. Sagen wir es mal so, ich bewundere den Mut, dass sich Thomas alleine mit seinem Keyboard an den Bühnenrand stellt, um seine Solostücke zu präsentieren. Während sein Bandkollege Christian Schottstädt mittlerweile zur Gahan-Persiflage mutiert, egal wo er auftritt, bleibt Thomas Schernikau bei sich und spielt sein Set aus getragenen Stücken konstant durch. Keine Gore-Anlehnungen, dafür aber so einige Kompositionen, die mich tatsächlich genauer hinhören lassen. Stimmung kommt aber leider im Saal nicht so richtig auf. Schade, denn Schernikau liefert ab. Es ist vielleicht nicht der passende Rahmen für seine Songs. Beim nächsten Mal klappt es bestimmt besser.
Setlist THOMAS SCHERNIKAU – Markthalle Hamburg (14.02.2026)
- Losing Touch
- Redesigned
- Tomorrow
- Dreams (Feu Follet Cover)
- Beats
- What Do I Know
Weblinks THOMAS SCHERNIKAU:
Facebook: @thomas.schernikau
Instagram: @thomasschernikau
Bandcamp: Bandcamp
M/A/T – Das Fundament aus dem Maschinenmusik entstammt
Dann kurze Umbaupause und nach wenigen Minuten betreten M/A/T die Bühne. Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Mut Matthias Bischoff und My Scaya aufbringen, ihr Set gleich mit mehreren Instrumentalstücken zu starten. Ebenso überrascht schien das Publikum in der mittlerweile gut gefüllten Halle zu sein. Matthias und My Scaya verschanzen sich hinter ihren Keyboards, tragen große Sonnenbrillen und wirken unnahbar. So präsentiert man Maschinenmusik.
Das Duo hat neben ihren bisherigen Veröffentlichungen auch bereits einige wirklich gute Videos zu einzelnen Tracks veröffentlicht. Leider wurde aber nur das Video zur aktuellen Single „Galaktika“ auf dem Screen präsentiert. Durch die anderen Videos hätte dem Ganzen vielleicht noch etwas mehr Leben eingehaucht werden können.
Lichtblick in Sachen Liveerlebnis bot zur Mitte des Sets dann doch My Scaya, die sich auch mal von den Tasten wegbewegte um ein bisschen zu tanzen und u.a. den Track „Nueva Esperanza“ zu singen. Maschinenmusik muss nicht kühl und distanziert sein. Im Laufe des Sets ist Hamburg auch warm geworden und letztendlich haben M/A/T auch das Feedback erhalten, das ihnen gebührt. Applaus!
Gerne mehr davon, spätestens auf dem EastSide-Festival im Sommer in Halle. Dort werden M/A/T dann zu Gast sein und sich einem breiteren Publikum präsentieren können.
Setlist M/A/T – Markthalle Hamburg (14.02.2026):
- Time Tunnel
- Liasion
- Modular
- Elektra
- Galaktika
- Replikant
- Jupiter
- Nueva Esperanza
- Klänge der Nacht
- Augenblick
- Das Fundament
Weblinks M/A/T:
Instagram: https://www.instagram.com/m_a_t_music/
Facebook: https://www.facebook.com/MATmusicmusic
Website: https://www.matmusic.de/
YouTube: https://www.youtube.com/@mat331/
DEVISION REDUX – Mehr als Neuinterpretation oder doch Reproduktion?
Nach einer weiteren Umbaupause war es dann auch soweit. Steffen Keth und Daniel Myer aka Devision Redux betreten die Bühne. Ich bin immer wieder erstaunt, was für eine Gelassenheit Steffen Keth mittlerweile auf der Bühne ausstrahlt. Ein Mann, der schon Routine auf der Bühne hat und doch irgendwie immer noch in seiner eigenen Welt lebt. Auf mich wirkt er stellenweise ganz weit weg in seinem Kosmos, um dann wieder nach vorne zu kommen und das Publikum heraus zu fordern.
Aber was ist Devision Redux denn jetzt überhaupt? Keth und Myer haben sich zusammengetan, um einigen Stücken von De/Vision neues Leben einzuhauchen. Einige Bands lassen remixen, Keth und Myer interpretieren neu. Eine interessante Mischung kommt da zusammen. Wobei ich mehr Mut oder vielleicht mal unbekanntere Tracks erwartet habe. „Synchronize“, „I Regret“, „Try To Forget“, alles Stücke wo man auf Nummer sicher geht. Ich wurde zwischendurch gefragt, ob es wohl auch Stücke wie z.B. „Freedom“ oder „Re-Invent Yourself“ geben würde. Leider nicht.
Aber trotzdem haben Devision Redux viel Spaß gemacht, wobei mir die Originale stellenweise doch lebendiger erscheinen, als die Neuinterpretation. Und was ist jetzt mit De/Vision? Steffen hat es auf der Bühne nochmal klargestellt, die Band gibt es weiterhin und er und Thomas arbeiten an neuen Songs für ein kommendes Album. Parallel dazu wird es eine weitere Veröffentlichung von Devision Redux geben.
Nach gut 90 Minuten wurden Keth und Myer von einem glücklichen Hamburger Publikum in die Nacht entlassen.
Fazit:
Alles in allem war es ein sehr unterhaltsamer Abend. Alle Acts haben sich von der besten Seite gezeigt. Thomas Schernikau war überzeugend, nur leider eher vor dem unpassenden Publikum. M/A/T haben einen weiteren Baustein in ihre Livequalitäten gesteckt und machen Lust auf das 2026 erscheinende neue Album. Und ja, was soll man zu Devision Redux noch für Worte verlieren? Es hat für das Hamburger Publikum gepasst. Nicht umsonst hat man so frenetisch applaudiert und mitgesungen.
Setlist DEVISION REDUX – Markthalle Hamburg (14.02.2026):
- Drifter The Opener
- Addict
- Rage
- I’m Not Dreaming Of You
- Flavour Of The Week
- Free From Cares
- I Regret
- Time To Be Alive
- Dress Me When I Bleed
- Blue Moon
- Dinner Without Grace
- Deliver Me
- Your Hands On My Skin
- Synchronize
- Strange Affection
- Try To Forget
Weblinks DEVISION REDUX:
Webseite: www.devision.rocks/home
Instagram: @devisionmusic
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