BILLY TALENT – Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle (06.12.2022)

Billy Talent © Sandro Griesbach
Billy Talent © Sandro Griesbach
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Billy Talent… als Mittdreißiger zuckt man zusammen, wenn man diesen Namen hört. Bilder flackern vor’m geistigen Auge auf – Bilder aus den Zeiten von VIVA und MTV – “Cast off the Crutch that kills the pain, the red flag waving never meant the same. The kids of tomorrow don’t need today when they live in the sins of yesterday”. Egal wie lange es her ist, diese Zeile gehört zu denjenigen, die einfach immer im Gedächtnis bleiben und auf ewig den Speicherplatz belegen, den man während der Schulzeit eigentlich für den Satz des Pythagoras gebraucht hätte. Aber Sätze von Rockstars waren damals einfach wichtiger für uns. Und natürlich hat man auch das Video zu Fallen Leaves direkt wieder vor Augen. Aber all das war 2006 – ich muss gestehen, dass ich die Band danach nicht weiterverfolgt habe. Nicht, weil der nachfolgende Content nicht gut gewesen wäre. Aber man verändert sich und meine anarchische Phase war ausgesprochen kurz, ich wendete mich dem Gothic zu und in dieser Welt hat Alternative Rock wenig Platz. Zu laut, zu aggressiv.

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Nun aber, 16 Jahre später ließ ich mir trotzdem nicht die Gelegenheit entgehen, Billy Talent das erste Mal live zu sehen. In der Mitsubishi Electric Halle angekommen, mussten mein Fotografen-Kollege und ich jedoch zunächst feststellen, dass das Bier nicht schmeckte. Ein herber Rückschlag im wahrsten Sinne, für einen angehenden, punkig angehauchten Konzertabend. Er trank Pils, ich den örtlichen Bräuchen gemäß Altbier – beides schmeckte allerdings schal und enthielt kaum Kohlensäure, vermutlich gab es ein Problem mit der Zapfanlage. Nun ja, der Abend hatte also noch Luft nach oben. Aber das Bier war nicht das einzige Problem. Ich fühlte mich fremd, als ich mich durch die Menge bewegte. Sicher, wir hatten alle mal vor dem VIVA-Bildschirm zu Red Flag geheadbangt, aber dann hatten wir verschiedene Wege eingeschlagen, waren abgebogen und hatten uns verloren. Ich wurde ein introvertierter Grufti, sie blieben wild und frei und lebten den Rock in all seinen Facetten aus. Was tat ich hier? Mit diesen Gedanken begab ich mich in den Innenraum und ging wie auf Autopilot direkt nach vorne.

Den Anfang auf der Bühne machte die Formation Pabst. Selbstironisch ließ sie über die Seitenbildschirme verkünden “Hallo! Wir sind Pabst – die Vorband von Billy Talent”.  Musikalisch klang das natürlich nach garagigem Indie, aber irgendwie unausgegoren. Vermutlich ist das aber Absicht, denn die Berliner Formation kommt ziemlich lässig daher, was sich auch in den Ansagen widerspiegelte. Man spielte sich durch die beiden Erstveröffentlichungen Chlorine und Deuce ex Machina, stellte aber auch ein paar Songs des aktuellen Langspielers Crushed by the weight of the world vor. “Vielen Dank, dass ihr schon so früh da seid”, sagte Sänger und Gitarrist Erik Heise.

Man erfuhr auch, wie die Verbindung zu Billy Talent zustande gekommen war: “Ihr fragt euch bestimmt: Wer sind die, warum sind die hier? Das fing alles mit dem nun folgenden Song an, den hat Ben (jamin Kowalewicz, Frontsänger Billy Talent, Anm. d. Red.) in seiner Radiosendung gespielt und daraufhin haben wir angefragt, ob sie für die Tour noch einen Support brauchen. Das hat geklappt”. Dieser Türöffner-Song war Ibuprofen vom 2020er Album Deuce ex Machina. Pabsts Versuche, das Publikum angemessen aufzuwärmen, gipfelten gar in Forderungen nach einer Wall of Death, aber zu solchen Eskapaden waren in Düsseldorf zu dieser frühen Stunde die Wenigsten bereit. Mit dem Sixpence Non the Richer-Cover Kiss Me endete das Set des Trios. Sicherlich ein Achtungserfolg und für die grungiger orientierten Zuhörer vermutlich ein schmackhafter erster Gang.

Setlist PABST @ Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle (06.12.2022)

01. Dead Ahead
02. Legal Tender
03. Ibuprofen
04. Mercy Stroke
05. Crushed
06. Shake the Disease
07. Skinwalker
08. Kiss Me (Sixpence Non the Richer-Cover)

Weblinks Pabst

Homepage: www.pabstrules.com
Facebook: www.facebook.com/pabstband
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nstagram: www.instagram.com/pabsttheband

Nun waren Frank Turner & The Sleeping Souls als nächster Act angekündigt. Als szenefremder Ignorantling übermittelte ich meinem Kollegen noch die zynische Botschaft: “Schlafende Seelen? Das klingt nicht sonderlich entertaining”. Selten habe ich mich dermaßen gründlich getäuscht. Holy Shit, wer ist dieser Mann? Das, was wir da serviert bekamen, war absolut großartig und hatte Headliner-Qualität! Der Fronter stellte direkt zu Beginn klar: “Ich bin Frank Turner und ich komme aus England. Ich spreche keine Deutsch. Ich habe eine Wette verloren und werde versuchen, heute auf der Bühne nur Deutsch zu sprechen. Seid ihr bereit, Düsseldorf?”. Entgegen des ersten Satzteils sprach er übrigens überraschend gut Deutsch und schaffte es direkt, das Publikum zu vereinnahmen. Mit Eulogy spielte die Band auch einen Song, den ein Fan des Sängers einmal ins Deutsche übersetzt hatte. Natürlich bot es sich hier an, diese textlich abweichende Version zu wählen, was auch geschah. Im hinteren Teil des Sets wurden aber auch Songs des aktuellen Albums FTHC gespielt, so zum Beispiel Haven’t been doing so well und Non Serviam (lat. für ‘Ich werde nicht dienen’). Musikalisch wurde es mal heiter folkig und mal punkig laut. Eine krude Mischung, die aber die Menge dermaßen in Euphorie versetzte, dass man Billy Talent nur zur Wahl dieses Supports gratulieren kann. “Lasst uns diese Party in Gang bringen!” war da schon fast eine überflüssige Absichtserklärung. “Keine Panik, es wird alles gut”, lachte Turner zwischendurch nach ein paar weniger harten Songs. “Das ist immer noch eine Punk Rock Show. Unsere Aufgabe ist es, eure Freunde zu werden”. Nun, wenn das bei mir gelang, der mit diesen Genres so wenig am Hut hat, dann erst recht mit den etwas in die Jahre gekommenen Rock-Kids vor Ort. Zwischendurch stellte er auch seinen Mistreiter Benjamin Lloyd vor, als dieser von der Gitarre zu einer “elektrischen Mandoline” wechselte.

Turners Ansagen hatten etwas Freches, Provokantes aber auch herrlich Unbekümmertes und er strahlte eine immense Authentizität aus. Ich würde meinen Hut darauf verwetten, dass der Brite privat genauso leger daherkommt wie auf der Bühne. Auch bei der Publikumsanimation hatten Frank Turner & The Sleeping Souls mehr Erfolg als Pabst. “Ich will einen großen Kreis!”, forderte der charismatische Sänger und bestellte sich so einen Circle Pit frei Haus. “Nein. Das ist ein kleiner Kreis. In München war der größer”. Bayern gegen Rheinländer ausspielen beherrscht er also auch wie ein Profi. Nach dem Song The Gathering wurde noch etwas aus dem Nähkästchen geplaudert, auch wenn dieses auch etwas Seemannsgarn enthielt. Was deutlich wurde, als Frank Turner davon sprach, dass er schon als kleiner Junge davon geträumt habe, seine 2.714. Show in “der großartigen Stadt Düsseldorf” zu spielen. Das Lausbubengrinsen und das leicht verwaschene Deutsch ließen ihm schnell alle Herzen zufliegen, auch ohne die Schmeichelei an den Ort des Geschehens. Nach dem Kracher I still believe und Four simple words endete der Gig der Sleeping Souls mit ihrem großartigen Frontmann leider. I need to apologize, Mr. Turner. You were absolutely crazy and I really appreciated your energy and your powerful music. To answer your question: Yes, we’re friends now. Thank you so much!

Setlist FRANK TURNER & THE SLEEPING SOULS @Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle (06.12.2022)

01. Recovery
02. Try this at home
03. Eulogy (German Version)
04. Photosynthesis
05. Punches
06. 1933
07. Haven’t been doing so well
08. Non serviam
09. The Gathering
10. Polaroid Picture
11. Get Better
12. I still believe
13. Four simple words

Weblinks Frank Turner & The Sleeping Souls

Homepage: www.frank-turner.com
Facebook: www.facebook.com/frankturnermusic
I
nstagram: www.instagram.com/frankturner

Das Publikum war angemessen “warmgesoult” worden und die augenzwinkernde Frage von Frank Turner, ob wir einer kanadischen Band eine Chance geben würden, die zum ersten Mal in Deutschland sei, musste man natürlich nicht ernsthaft beantworten. Wurde schon bei Act 2 des Abends ordentlich gemosht und gehüpft, so sollte sich dieser Wahnsinn jetzt noch einmal gehörig steigern! In ihrer Attitüde (ja, sie wissen im Gegensatz zu Arschlöchern sogar, was ‘Attitüde’ heißt) bewegen sich Billy Talent noch immer recht punkig, denn sie stürmten direkt auf die Bühne, ohne sich groß mit Intros oder dergleichen aufzuhalten. Schnörkellos lassen sie lieber ihre Musik für sich sprechen, genauer gesagt starteten sie gleich mit einem Hit des Erfolgsalbums Billy Talent II, den sogar ich mitsingen konnte: Devil in a midnight mass. Fronter Ben Kowalewicz trug in Düsseldorf stilecht ein Shirt der Stadtgrößen Die Toten Hosen. In seiner ersten Ansage erinnerte der Sänger daran, dass man “150 years ago” hier in dieser Halle eine Live-DVD und -CD aufgenommen hatte, die den Namen 666 (Live) trug. Auch Devil in a midnight mass und der Folgesong This Suffering wurden auf der entsprechenden CD verewigt und so schloss sich hier, 15 Jahre später, gewissermaßen ein Kreis. “We are so fucking happy to be back here!” bekannte Kowalewicz. Nach Perfect World gab der Sänger noch einmal das Credo aus, das hier besonders wichtig wurde, da praktisch durchgehend über die nahezu ganze Breite der Halle gemosht wurde: We don’t hurt each other. If somebody needs help we’ll help them!”. Ein Moment der Ernsthaftigkeit in all dem Ungestüm, der nicht nur ein Lippenbekenntnis war, als die Zuhörer dieser Bedingung lautstark zustimmten. Es herrschte eben doch keine Anarchie, sondern es gab Regeln und diese wurden konsequent befolgt. Ich selbst schirmte im Höllenpit zwei winzige Mädchen vor dem Mahlstrom ab und bekam aus kürzester Distanz mit, wie Gefallenen unverzüglich mit vielen Händen aufgeholfen wurde, und wie der Pit immer kurz stoppte, wenn es zu solchen Szenen kam. Das gibt einem die Sicherheit, bei aller rohen Lebensfreude doch auf der halbwegs sicheren Seite zu sein. Solche Ansagen sollten Metalbands auch machen, finde ich!

Nicht nur ich befand mich auf einem Retro-Trip zurück ins Jahr 2006. “When Billy Talent II came out… that was a great time. People always ask me: What is your favourite song? The next song is actually my favourite one from this album!”, bekannte der Fronter nun. Es handelt sich um Pins and Needles mit dem leicht wiederzuerkennenden Gitarren-Intro. Ein ruhiger, eher nachdenklicher Song hatte also besonders das Herz des Frontsängers. Es ist selten, dass MusikerInnen unverblümt zugeben, dass sie ein “Lieblingskind” haben, aber warum eigentlich nicht? Es bedeutet nicht, dass man nicht auch hinter den übrigen Werken steht. Vielleicht ist es einem in diesem Moment einfach nur besonders gut gelungen, die Gefühle seines Innenlebens in ein Lied zu übersetzen. Dass ich durchaus gut beraten wäre, auch nochmal einen Blick bzw. ein Ohr in das Album Billy Talent III zu werfen, bewies der nun folgende Song Rusted from the rain. Was ein Ohrwurm! Den wird man so schnell nicht wieder los. Und die Düsseldorfer sangen dieses Lied auch kräftig mit.

Wo sie bei all dem Moshen die Puste dafür hernahmen, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Hier tauchte dann auch wieder meine Lieblingsspezies auf: Rockarius schwebens horizontalis – der gemeine Crowdsurfer. Vielleicht war das Mikroklima in der Mitsubishi Electric Halle grade günstig und die drei ansehnlichen Exemplare, die über den Köpfen der Übrigen einhertaumelten, waren gerade frisch geschlüpft, nur um ihren Instinkten folgend, mottengleich angezogen durch die Lichter der Bühne, ihren kurzen Jungfernflug zu absolvieren. Afraid of Heights waren diese Wesen jedenfalls nicht. Nun, die Sicherheitsbeauftragten in Blau hatten offenbar auch ein Motto (“Carpe surfem!) und pflückten sie folgerichtig mühelos aus der Luft. Um das Mütchen aller zu kühlen, gab es dann eine waschechte Rockballade mit The Wolf. Das hier war ja immer noch die Crisis of Faith-Tour und nicht mein persönliches Musikfernsehen-Revival-Festival. Zu dem neuen Song wurden zahlreiche Lichtquellen hervorgeholt. “Last time in Düsseldorf we opened for Die Toten Hosen. Great fucking band”, ergänzte Benjamin sein visuelles Shirt-Statement noch um einige persönliche Worte.

Bei Try Honesty gab es noch einmal eine Crowdsurfer-Sichtung. Der älteste Song des Gigs stammt aus dem Album Billy Talent von 2003 und war damals auf einer EP enthalten und dann auch die erste Single des Albums gewesen. Damals erfolgte der kommerzielle Durchbruch, nachdem die Band sich musikalisch neu orientiert und einiges an überflüssigen Schnörkeln konsequent weggeschnitten hatte. Billy Talent war eine ehrliche Platte und Try Honesty drückt genau das aus – versuch es mit Ehrlichkeit! Der Versuch gelang damals wie heute! Danach schlug Benjamin Kowalewicz allerdings den Bogen in die jüngste Gegenwart und offenbarte, dass die Band in den schwierigen Corona-Jahren sogar gezweifelt hatte, ob sie je wieder auf die Bühnen würde zurückkehren können. Umso dankbarer sei man, dass dies nun wieder möglich sei. “Remember: Love will always win!”, rief er der jubelnden Menge zu. “Take care of the people you love”. Danach folgte folgerichtig ein Liebeslied, bei dem meine eigenen Karaoke-Qualitäten wieder gefragt waren (Surrender), wobei “Karaoke” ja “leeres Orchester” bedeutet und das traf hier absolut nicht zu. Unverständlicherweise waren die Blicke nicht auf mich, sondern auf die Kanadier auf der Bühne und ihr übervolles Orchester gerichtet. Die weiteren Programmpunkte bestanden aus zwei Überraschungen. Die eine davon trägt diese im Titel (Surprise Surprise) während die andere damals eine waschechte solche war. Nach drei Jahren Funkstille im Nachgang des Albums Afraid of Heights war plötzlich und ohne Vorankündigung der tolle neue neue Song Forgiveness I + II erschienen. Weil das Lied, deren erster Teil nun auch hier in Düsseldorf gespielt wurde, für viele eine Art Reinkarnation der Band dargestellt hatte, hat er bis heute einen besonderen Platz in den Herzen der Fans.

Nun spitzte es sich langsam zu, manch einer spürte schon das nahende Ende des famosen Abends herbeieilen.  Aber… “We are doing a brand new song today. For the first time live, now!”, säte der Kanadier den Samen der Spannung in die Herzen der Fans, nur um bereits nach den ersten Takten von Fallen Leaves einen Sturm der heiteren Begeisterung zu ernten. Da war er nun, mein 2006-Moment und hier konnte ich auch einmal mitspringen und -singen. Überhaupt hatte ich mich von der ausgelassenen Stimmung in der Halle immer mehr vereinnahmen lassen. Ja, ich moshte sogar mit und kegelte meine Mistreiter fröhlich durch die Gegend, als gäbe es kein Morgen. Die Zweifel, die Distanz, das Gefühl, sich fremd zu fühlen – all das wurde im brodelnden Kessel der Halle glühend heiß aufgekocht und irreversibel denaturiert. Eine einzigartige Erfahrung für mich. Das Finale gehörte nun Hits wie Devil on my shoulder, bei dem die ganze Halle mitsang, Viking Death March, bei dem die Fans sich hinknieten, nur um dann umso kräftiger aufzuspringen und natürlich der wilden Hymne der Freiheit Red Flag. Ich, der ernste und pragmatische Goth, schwang mich zum Fahnenträger der von der Hummel gebissenen Anarcho-Kids auf und brüllte den Refrain begeistert mit.

Als der Song verklungen war, taumelte ich aus der Halle und nahm mir vor, zu Hause meine blauen Flecken und verbliebenen Zähne zu zählen. Die eigenartige Metamorphose, die ich dort im Billy Talent-Pit durchlaufen hatte, zeigt wieder einmal ganz deutlich, dass niemand von uns schwarz oder weiß ist. Es gibt unzählige Nuancen dazwischen und ich habe gelernt, dass es sehr guttun kann, hin und wieder mal als menschliche Bowlingkugel durch die Gegend geschleudert zu werden, damit sich die hartnäckigen Verkrustungen im Denkapparat lösen, und der Geist hernach wieder ganz neue Richtungen einschlagen kann. Die Alternative-Rocker hatten mich mit Bier durchtränkt (die Plörre war also doch zu etwas gut) und mich somit gleichsam getauft. Vorurteile wurden von mir abgewaschen und meine Helden heißen jetzt Frank Turner und Benjamin Kowalewicz (nach dem fünften Mal muss ich die Schreibweise gar nicht mehr nachschlagen). Natürlich krieche ich jetzt in meine Fledermaushöhle zurück, aber ich bin nicht mehr derselbe wie vor diesem fulminanten Abend und dafür danke ich allen Akteuren von ganzem Herzen!

Setlist BILLY TALENT @ Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle (06.12.2022)

01. Devil in a Midnight Mass
02. This Suffering
03. I beg to differ (this will get better)
04. Afraid of Heights
05. Perfect World
06. Hanging out with all the wrong people
07. Tears into Wine
08. Pins and Needles
09. Rusted from the rain
10. The Wolf
11. Diamond on a landmine
12. End of me
13. Try Honesty
14. Surrender
15. Forgiveness I
16. Reckless Paradise
17. Surprise Surprise
18. Fallen Leaves
19. Devil on my shoulder
20. Viking Death March
21. Red Flag

Weblinks Billy Talent

Facebook: www.facebook.com/billytalent
I
nstagram: www.instagram.com/billytalentband

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