LUCA VASTA – Stella

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8.5 Gesamtnote

Gesamtnote

8.5

Grenzen? Sind dazu da, ├╝berwunden zu werden. Zumindest, so man erkennt, dass ├╝berhaupt welche dort sind. Im Falle von Luca Vasta k├Ânnte man beinah meinen, dass Grenzen dazu da sind, direkt ignoriert zu werden, denn die junge Dame pr├Ąsentiert sich nicht nur auf ihrem neuen Album Stella als Kosmopolitin. Sei es in Berlin, im Bergischen, nahe Remscheid, wo sie aufwuchs, auf dem Gotthardmassiv, der ihre Sprachen Italienisch, Deutsch und Englisch verbindet, oder auch auf Sizilien ÔÇô heimisch f├╝hlen kann sich Luca Vasta ├╝berall. Und inspirieren lassen auch. Das h├Ârt man auf dem Album von Anfang an, denn mit St├╝cken auf Englisch und Italienisch (teilweise auch gemischt) tr├Ągt sie diesem kosmopolitischen Dasein direkt Rechnung.

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Der Opener Modica ist folglich auch direkt auf Italienisch gehalten. Ein melancholisches Sehnen verpackt in gelungene Pop-Kl├Ąnge, schon ist man direkt in der Welt Luca Vastas angekommen. Aber auch, wenn der zweite ÔÇô und ungemein treibende ÔÇô Titel Old Italian Songs hei├čt, so ist dieser eher implizit programmatisch. Soll hei├čen: Die Inspiration ist da, aber es klingt halt keineswegs altbacken oder verstaubt. Viel zu dynamisch und ein breites Gef├╝hlsspektrum abdeckend sind die Kl├Ąnge, um sie mit derartigen Bezeichnungen versehen zu k├Ânnen. Man stelle beispielsweise ein positiv anmutendes St├╝ck wie Scenes entgegen. Fr├Âhlich-pulsierend im mittleren Tempo-Bereich mit einer positiven Melancholie in der Stimme zeigt die K├╝nstlerin, wie gut es gelingen kann, poppige Kl├Ąnge zu zelebrieren, ohne dabei anbiedernd zu klingen.

Auch vor 60s-Beats und choralen Momenten schreckt Luca Vasta nicht zur├╝ck. Sie singt beispielsweise auf dieser Basis ├╝ber den American Dream und serviert dabei direkt mal eine G├Ąnsehaut obendrauf, w├Ąhrend sie ÔÇ×Dolce Vita is all i needÔÇť herausstellt und den amerikanischen Traum nicht so sehr zu ben├Âtigen scheint. Die sizilianische K├╝ste behagt ihr ÔÇô Kosmopolitin hin oder her ÔÇô dabei deutlich mehr. Die Heimat ihres Vaters, die sie im Schlusstitel Sicilian Coast noch einmal balladesk angehaucht besingt. Hier ist die Reise zu Ende. Trotz vieler Einfl├╝sse ist die rote Linie zu keiner Zeit verlorengegangen und man hat ein sch├Ânes Album geh├Ârt, das sicherlich nicht beim einmaligen H├Ârdurchgang bleiben wird.

Wenn man unbedingt ein Haar in der Suppe suchen wollen w├╝rde, so k├Ânnte man feststellen, dass Stella Momente hat, die manch einem schon zu sehr ins Kitschige abdriften d├╝rften. Im Gesamteindruck des Albums schl├Ągt das aber nicht negativ zu Gewicht, denn es passt einfach gut ins Bild. Wer melancholische Pop-Kl├Ąnge mag, d├╝rfte bei Luca Vasta und ihrem neuen Album an der richtigen Adresse sein!

Tracklist LUCA VASTA ÔÇô Stella:

01. Modica
02. Old Italian Songs
03. Let Him Go
04. Scenes
05. Rosa
06. Oblivion
07. Stella
08. American Dream
09. Time
10. Melancholia
11. Sicilian Coast

Weblinks LUCA VASTA:

Homepage: www.lucavasta.com
Facebook: www.facebook.com/lucavastamusic
Twitter: www.twitter.com/lucavastamusic

Geschrieben von
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