JOHNNY DEATHSHADOW – D.R.E.A.M.

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Unsere Bewertung:


8 Musik

7 Songwriting

8 Gesamtkonzept

7.7

„OhrwĂŒrmer lauern in den Schatten“

Das neue Jahr ist schon wieder erschreckend alt und wirft seine Schatten voraus. FĂŒr Johnny Deathshadow dĂŒrfte 2019 ein entscheidendes Jahr werden: Am 18. Januar erscheint mit D.R.E.A.M. das Nachfolgealbum zum Debut Bleed With Me. Letzteres machte 2016 neugierig auf die Hamburger mit den zu TotenschĂ€deln geschminkten Gesichtern. Die genreĂŒbergreifende Mischung aus Gothic Rock und Industrial Metal sicherte der Band einen Achtungserfolg und Auftritte bei Wacken, M’era Luna, WGT und With Full Force. Zuletzt tourten Johnny Deathshadow mit Cypecore, Die Krupps und Unzucht.

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DĂŒsterrock mit Rammstein-Riffs, Texte von Tod und Verderben, Make-Up. Skeptiker mögen in Johnny Deathshadow Gothic-Dutzendware vermuten. Ein Trugschluss. Trotz hitverdĂ€chtiger Titel wie Apocalypse Trigger fehlte dem Debut Bleed With Me aber ein Alleinstellungsmerkmal. Das Ă€ndert sich mit dem neuen Album, auf dem die Band ihren Stil weiterentwickelt und zu einem charakteristischen Sound formt. Und der ist unverschĂ€mt eingĂ€ngig. „Bei der Arbeit an diesem Album wussten wir aufgrund der Erfahrungen aus der Bleed With Me Produktion schon am Anfang viel genauer was wir wollen, daran mag es vielleicht liegen„, verriet die Band kĂŒrzlich im Interview.

Der Opener Red Rain gefĂ€llt mit melodischen Keys, fetten Gitarren und Drums. Musikalisch erinnert das an The House of Wolves von Bring Me The Horizon und dieser Vergleich ist durchaus als angenehme Überraschung zu verstehen. Ein Auftakt mit Bombast zum Headbangen, der textlich – dann weniger ĂŒberraschend – die Apokalpse in den Mittelpunkt rĂŒckt. Generell arbeiten sich Johnny Deathshadow an den AllgemeinplĂ€tzen von Tod und dunklem Pathos ab, die Lyrics transportieren vor allem Stimmungen.

Die erste Auskopplung Trauma hĂ€tte es so auch auf dem Debutalbum geben können. Elektronische Elemente und Gitarren ergĂ€nzen sich wie zumeist gut, Gesang steht im Vordergrund. Viele Johnny Deathshadow StĂŒcke spielen mit dem Wechsel von klarer Stimme, Geschrei und böse intoniertem Sprechgesang. Das macht die Lieder abwechslungsreich und verleiht ihnen Substanz, den Screams geht jedoch manchmal die Puste aus. Das macht sich im direkten Vergleich bei Legion bemerkbar, auf dem Cypecore-Frontman Dominic Christoph als GastsĂ€nger mitbrĂŒllt.

Johnny Deathshadow – Trauma (official music video)

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Mit einigen Tracks begeben sich Johnny Deathshadow ins (New) Combichrist-Territorium. Im Fall von Sugar Like Salt ist das sehr tanzbar und erinnert zudem daran, dass die Hamburger sehr wohl eine Metalband sind. Aber auch atmosphĂ€rische Tracks finden sich auf D.R.E.A.M. wie das von Streichern untermalte Embers oder Under His Eye, bei dem schleppende Riffs fĂŒr Groove sorgen.

Dank einprĂ€gsamer Nuancen lĂ€sst D.R.E.A.M. musikalisch selten Langeweile aufkommen und ist damit ein starkes zweites Album, das Fans mit seinem Querschnitt aus Gothic, Industrial und Metal  begeistern und neue Zuhörer aufmerksam machen sollte. Der sympathischen Band ist es auf jeden Fall zu wĂŒnschen.

Das Album D.R.E.A.M. von Johnny Deathshadow erscheint am 18. Januar 2019. Erfahrt mehr ĂŒber die Band und das neue Album im Interview.

Tracklist JOHNNY DEATHSHADOW – D.R.E.A.M.

01. Red Rain
02. Trauma
03. The Witness
04. Legion
05. Embers
06. Black Fire Below
07. Sugar Like Salt
08. The Silent Language of Grief
09. From On High
10. Under His Eye
11. Suicide Boys Club
12. Beyond the Pale

D.R.E.A.M. [Explicit]

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Termine JOHNNY DEATHSHADOW 2019 (als Support fĂŒr Hell Boulevard)

14.02.2019 Frankfurt, Nachtleben
15.02.2019 Stuttgart, Club Zentral
16.02.2019 MĂŒnchen, Backstage
21.02.2019 Bochum, Rockpalast
22.02.2019 Berlin, Musik & Frieden
23.02.2019 Hamburg, Logo

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Weblinks JOHNNY DEATHSHADOW:

Homepage: www.johnnydeathshadow.com
Instagram: www.instagram.com/johnnydeathshadow
Facebook: www.facebook.com/johnnydeathshadow

Geschrieben von
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