M’ERA LUNA FESTIVAL 2018 – Samstag (11.08.2018)

The Prodigy, © Sandro Griesbach
Geschätzte Lesezeit: 8 Minute(n)

Es war ja fast schon ein bisschen ungewohnt, am Freitagnachmittag ĂŒber den Zeltplatz des M’era Luna Festivals zu flanieren, um Freunde zu treffen. Ungewohnt, denn: Weder fĂŒhlte man sich einer Gluthitze ausgesetzt noch stand man im tiefen Wasser. Nein, eine angenehme Temperatur und sonniges Wetter luden dazu ein, Freunde zu treffen, den Mittelaltermarkt zu erkunden, die neu installierte Geisterbahn zu begutachten und spĂ€ter bei Lesungen und im Disko-Hangar sozusagen das „Warm-up“ des Festivals zu begehen, bevor es galt, sich an Tag 1 in die Vollen zu stĂŒrzen.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Fotos: M’ERA LUNA 2018 – Impressionen & Lesungen Freitag

So begann der Samstag dann leicht windig, aber angenehm und es galt, sich schon bald in Richtung FestivalgelĂ€nde zu begeben, denn schon frĂŒh gab es viel zu sehen. Beispielsweise Whispering Sons als Opener der Hangar-BĂŒhne. Mit Alone eröffneten sie ein 25-minĂŒtiges Set dunklen Post Punks, das mit einer gewissen KĂŒhle schon zu frĂŒher Stunde eine angenehme Faszination ausstrahlte. StĂŒcke wie White Noise boten einen treibenden Charakter, der Gesang von Fenne Kuppens passte perfekt zu den KlĂ€ngen und man merkte der Band an, dass es ihr ĂŒberhaupt nichts ausmachte, zu so frĂŒher Stunde bereits auf der BĂŒhne zu stehen. Als die Show mit Waste atmosphĂ€risch beendet wurde, hatte man einen wirklich guten Einstand ins Festival genossen.

Setlist WHISPERING SONS @ M’era Luna Festival 2018:
01. Alone
02. Performance
03. White Noise
04. Hollow
05. Wall
06. Waste

FĂŒr Freunde der dĂŒsteren GitarrenklĂ€nge war in der Folge auch auf der HauptbĂŒhne gesorgt: die Merciful Nuns spielten zur besten Mittagszeit auf. Zu den KlĂ€ngen ihres ausgedehnten Intros kamen sie nach und nach unter Applaus auf die BĂŒhne und animierten direkt bei Neo Alpha Genesis zum Mitklatschen. Eine gewisse NĂ€he zu den „musikalischen UrvĂ€tern“ des Gothic Rock war nicht zu leugnen, aber gerade das war es auch, was gefiel und den Sound prĂ€gte. Das sollte aber eher als Inspiration zu verstehen sein, denn bei StĂŒcken wie Blue Lodge erkannte man gut die EigenstĂ€ndigkeit im Sound der Band. Es waren kurzweilige und abwechslungsreiche 40 Minuten mit druckvollen und atmosphĂ€rischen Momenten wie in Allseeing Eye, bevor Blackbody/Ultraviolet das Set beendeten. Wer es komplett sehen möchte: Die Band hĂ€lt es unter diesem Link bereit.

Setlist MERCIFUL NUNS @ M’era Luna Festival 2018:
01. Neo Alpha Genesis
02. Cremation
03. Blue Lodge
04. Body Of Light
05. Karma Inn
06. Eternal Decay
07. Allseeing Eye
08. Exosphere
09. Blackbody/Ultraviolet

Schnellen Schrittes rĂŒber in den Hangar und es wurde elektronisch. Und es war bereits um 13:15 Uhr gut gefĂŒllt, als die Eisfabrik den Hangar enterte. Da darf auch bei ĂŒber 20 Grad Außentemperatur ein Schneemann auf der BĂŒhne stehen, heiß her geht es so oder so. Vom Opener Soon Enough an war nicht nur in den vorderen Reihen Top-Stimmung und viel Bewegung zu sehen. Eisfabrik hatten das Ding voll im Griff und garantierten mit StĂŒcken wie Polar Night und Maschinen eine schweißtreibende Show. Show ist dabei auch ein Stichwort, denn neben ihren KlĂ€ngen ist auch die Show gut durchchoreographiert und macht Spaß – der besagte Schneemann, die Schneekanonen, hier sitzt alles. Nach dem Ende mit Friends konnte man sich sicher sein, dass Eisfabrik sich ebensolche hier gemacht haben werden. Man wunderte sich einzig, dass eine solche Show bereits zu einer so frĂŒhen Zeit positioniert wurde.

Setlist EISFABRIK @ M’era Luna Festival 2018:
01. Soon Enough
02. Polar Night
03. A Million Lights
04. Maschinen
05. The Choice
06. Schneemann
07. The Survival of the Strongest Mind
08. White Storm
09. Walking towards the Sun
10. Friends

Draußen hatte in der Zwischenzeit bereits ein recht seltener Auftritt begonnen. Acht Jahre liegt das letzte Album von Zeraphine zurĂŒck, neue AktivitĂ€ten sind nicht geplant, aber immer mal ein Auftritt, so wie hier beim M’era Luna, ist dann doch drin. Zum GlĂŒck, denn melancholischer Gothic Rock dieser PrĂ€gung ist nach wie vor schwer gefragt, wie der Publikumszuspruch trotz der langen Zeit ohne Album zeigt. Nummern wie Be My Rain sind nach wie vor im GedĂ€chtnis geblieben und auch das jĂŒngere Publikum, das mutmaßlich die Hochphase Zeraphines nicht mitbekommen hat, schien angetan. Insgesamt ein Rock-betontes Set war es, aber mit StĂŒcken wie Kaltes Herz waren ruhigere Momente dabei, wĂ€hrend man mit StĂŒcken wie Out Of Sight (der letzten Single, wie Sven Friedrich mit Augenzwinkern anmerkte) in die Vollen ging. Zum Finale gab es am Schluss noch Die Wirklichkeit, vielleicht DIE Hymne der Band, bei der das Publikum noch einmal gut mitging.

Setlist ZERAPHINE @ M’era Luna Festival 2018:
01. Lieber allein
02. Die Macht in dir
03. Be My Rain
04. Still
05. Kaltes Herz
06. Inside Your Arms
07. Out Of Sight
08. Louisa
09. No Tears
10. Die Wirklichkeit

Es folgte nun: ein lĂ€ngerer Aufenthalt im Hangar. Eröffnet von Erk Aicrag, Klappe, die erste. Bevor am Folgeabend Hocico die BĂŒhne betreten sollten, war jetzt erst einmal Zeit fĂŒr Rabia Sorda. Sozusagen die rockige Seite, dennoch mit einer elektronischen Note dabei. Es war laut und wild: verzerrte Gitarren, ein hohes Tempo und die raue Stimme Erks harmonierten wunderbar und Erk Aicrag derwischte wie wild ĂŒber die BĂŒhne. Das Publikum goutierte es, ging mit und spendete natĂŒrlich ordentlichen Beifall. Oder wie es ein Songtitel sagt: Shut Up And Dance – letzteres wurde zahlreich ausgefĂŒhrt. Da wurde bis zum Schluss mit Walking on Nails Vollgas gegeben. Ein sehr kurzweiliger Auftritt.

Setlist RABIA SORDA @ M’era Luna Festival 2018:
01. Perfect Black
02. Deaf
03. Violent Love Song
04. Out of Control
05. Shut Up And Dance
06. King Of the Wasteland
07. We’re not Machines
08. Turbulence
09. Walking on Nails

Wie es immer so ist in der Dichte der Highlights beim M’era Luna: Da spielen auch schon einmal Quasi-Legenden wie Das Ich bereits um 15:25 Uhr. Dennoch, wie hĂ€tte es auch anders sein sollen, war der Hangar sehr gut gefĂŒllt und die Band spielte ein Hit-lastiges Set. Dazu die gewohnt aufwendige BĂŒhnenshow, die KostĂŒme von Stefan Ackermann, Bruno Kramm und Band und eine ausdrucksstarke BĂŒhnenshow. StĂŒcke wie Kain und Abel oder auch Uterus verfehlten auch anno 2018 ihre Wirkung nicht, auch das verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig neue Kannibale („nur“ zehn Jahre sind seit der Veröffentlichung vergangen) fĂŒgt sich gut ein und der Auftritt wurde zur runden Sache. Durch die relativ langen StĂŒcke der Band war nur Zeit fĂŒr sieben StĂŒcke, wobei Gottes Tod zum Schluss noch einmal ordentlich zelebriert wurde.

Setlist DAS ICH @ M’era Luna Festival 2018:
01. Die Propheten
02. Kain und Abel
03. Kannibale
04. Uterus
05. Das dunkle Land
06. Was bin ich?
07. Gottes Tod

Weiter ging es mit einer weiteren alteingesessenen Band, mit Clan of Xymox. Diese spannten in insgesamt acht StĂŒcken einen guten Bogen ĂŒber ihre bisherige Laufbahn und eröffneten mit Days Of Black aus dem gleichnamigen Album von 2017 und prĂ€sentierten in der Folge StĂŒcke aus diesem wie auch aus dem letzten Jahrtausend. Wavige KlĂ€nge mit Momenten aus Rock und Elektronik gab es zu hören. Sei es Obsession, Your Kiss oder auch Jasmine and Rose – man sah: Wer hier war und der Show beiwohnte, tat dies nicht zufĂ€llig. Das Publikum ging gut mit und genoss sichtlich das Dargebotene, bis es mit dem Klassiker A Day sein Ende fand. Auch 34 Jahre nach der GrĂŒndung ist mit Clan Of Xymox noch zu rechnen.

Setlist CLAN OF XYMOX @ M’era Luna Festival 2018:
01. Days Of Black
02. Going Round
03. Obsession
04. Loneliness
05. Your Kiss
06. Jasmine and Rose
07. Emily
08. A Day

Fotos: M’ERA LUNA 2018 – Impressionen & Lesungen Samstag

Auch draußen fiel weiterhin auf: In diesem Jahr waren viele Bands beim Festival anzutreffen, die nicht zum ersten Mal da waren. So auch The 69 Eyes, die im Jahr 2000 bereits beim ersten Durchgang des Festivals dabei waren. Damals noch zur Mittagszeit im Hangar, war man dieses Jahr am spĂ€ten Nachmittag auf der HauptbĂŒhne anzutreffen. Stilecht ganz in Schwarz spielten sie ein Set durch ihre Laufbahn inklusive der StĂŒcke, die sie groß gemacht haben. Bei StĂŒcken wie Gothic Girl trieft der Goth’n’Roll aus allen Poren – und diese Nummer ist nur eine von vielen, die aus dem frĂŒhen Werk der Band stammen. Dies tat auch schon der Opener Framed in Blood und auch ein spĂ€terer Ausflug ist mit Brandon Lee zu finden. Aber auch beispielsweise Jet Fighter Plane zĂŒndet an diesem Nachmittag gut. Man merkte der Band an: Auch beim inzwischen achten Auftritt hier fĂŒhlte sie sich sehr wohl.

Setlist THE 69 EYES @ M’era Luna Festival 2018:
01. Framed in Blood
02. Feel Berlin
03. Gothic Girl
04. Jet Fighter Plane
05. Dead Girls Are Easy
06. Never Say Die
07. Brandon Lee
08. Lost Boys

Wie viele Hits eine Band hat, kann man mitunter schon am Opener ablesen. So beispielsweise bei den folgenden Apoptygma Berzerk. Wer sein Set mit Love Never Dies eröffnet, muss noch einiges im Köcher haben. So war es auch und Stephan Groth jagte passend zum JubilĂ€um des DebĂŒts Soli Deo Gloria direkt Burnin‘ Heretic hinterher. Dass die Band erwartet wurde, daran war schon vor der Show kein Zweifel zu merken, so dicht wie die Reihen bereits in der Umbaupause standen. Und sie wurden nicht enttĂ€uscht. Non-Stop Violence, Kathys’s Song, Until The End Of The World… Die Band ging hier in die Vollen und zĂŒndete ein Hit-Feuerwerk, das sich gewaschen hatte. Gerade fĂŒr die alteingesessenen Fans war es sehr erfreulich, wie viele AusflĂŒge in die frĂŒhen Zeiten unternommen wurden und wie elektronisch geprĂ€gt das Set – trotz Gitarre im Aufgebot – war. Aber auch beispielsweise Shadow funktionierte prima. Eine gelungene Stunde bester Apop-Unterhaltung, beendet von Mourn.

Setlist APOPTYGMA BERZERK @ M’era Luna Festival 2018:
01. Love Never Dies
02. Burnin’ Heretic
03. Deep Red
04. Non-Stop Violence
05. Nearer
06. Kathy’s Song
07. Shadow
08. Asleep Or Awake?
09. Starsign
10. Until The End Of The World
11. Mourn

Eine Umbaupause spĂ€ter wurde es laut… Nicht so laut, wie manches Konzert schon, aber eben immer noch laut, denn Ministry waren an der Reihe.  Al Jourgensen zeigte dabei von Beginn an, was ihm an Aussage wichtig ist. „Make America Great Again“-Samples, die Trump-HĂŒhner mit durchgestrichenem Hakenkreuz auf der BĂŒhne, die gerne auch mal einen Tritt abbekamen – die Kritik an der amerikanischen Regierung ist offensichtlich. Nach einem ausufernden Intro mit I Know Words ging der Fast-60er samt Band direkt ĂŒber in die Twilight Zone, die noch relativ getragen begegnete, aber schon Shouts enthielt, mit Victims of a Clown wurde es Riff-lastiger, beim Punch in the Face war spĂ€testens der Siedepunkt erreicht. Al Jourgensen steigerte sich rein und ließ es krachen. Wie auch in der Folge. StĂŒcke wie Wargasm und Just One Fix sind auch beim M’era Luna SelbstlĂ€ufer, So What als Finale zĂŒndet. Ein guter Auftritt, der allerdings evtl. etwas schneller das Tempo hĂ€tte anziehen können, um die Stunde Spielzeit noch optimaler zu nutzen. Aber das zu bemĂ€ngeln wĂ€re die berĂŒhmte Suche nach dem Haar in der Suppe.

Setlist MINISTRY @ M’era Luna Festival 2018:
00. I Know Words
01. Twilight Zone
02. Victims of a Clown
03. Punch in the Face
04. LiesLiesLies
05. Wargasm
06. Antifa
07. Just One Fix
08. So What

Es ging abwechslungsreich weiter. Wer schnell rĂŒber zu den Elektro-Heroen von In Strict Confidence wollte, musste sich wundern, da ihr Set frĂŒher als erwartet schon zur Primetime um 20:15 Uhr losging statt um 20:30 Uhr, wie es im Plan stand. Aber auch, wenn man erst zu Kiss Your Shadow vor Ort war, so bekam man einiges geboten. Im Gegensatz zu den Vintage Shows als Duo stand die Band um Dennis Ostermann hier nun wieder in voller Bandbesetzung auf der BĂŒhne und konnte mit seinem kantig-eingĂ€ngigen Elektro punkten. Treibend-pulsierender Elektro mit wechselnder Dynamik, unterstĂŒtzt durch Gitarre und weiblichen Gesang – ein Rezept, das funktioniert. StĂŒcke wie das im mittleren Tempo angesiedelte Seven Lives zeigen es genauso wie eine temporeiche Nummer der Marke Herzattacke. Fokus des Sets lag vor allem auf diesem Jahrtausend. Das scheinen auch die StĂŒcke gewesen zu sein, die das Publikum erwartete. Auch wenn manche bei dem Line-Up mit Gitarre und Frauengesang skeptisch sind, hier war offenbar einem jeden klar, was ihn erwartet. Nach dem finalen Evergreen in Form von Zauberschloss konnte man so in viele strahlende Gesichter schauen.

Setlist IN STRICT CONFIDENCE @ M’era Luna Festival 2018:
00. Intro
01. My Despair
02. Promised Land (Clubmix)
03. Kiss Your Shadow
04. Everything Must Change
05. Seven Lives
06. Forbidden Fruit
07. Set Me Free
08. Somebody Else’s Dream
09. Morpheus (Clubmix)
10. Herzattacke (Clubmix)
11. Engelsstaub
12. Zauberschloss (Extended)

Wer nun wieder den Hangar verließ, hatte einen leichten Stilbruch vor sich, denn auf der HauptbĂŒhne zelebrierten aktuell In Extremo ihren Mittelalter-Rock. Seit ĂŒber 20 Jahren funktioniert dies schon bestens und der Erfolg gibt der Band recht. Nicht umsonst sind die Reihen gut gefĂŒllt. Was als Außenstehender auffĂ€llt, ist erneut: Man muss es mögen, man muss eine Ader fĂŒr diese Art der KlĂ€nge haben. StĂŒcke wie Vollmond und Mein rasend Herz werden von den zahlreichen Fans gefeiert, die Band gibt alles und ist sichtlich dankbar. Das muss ihnen lassen: Trotz aller Erfolge ist keine Spur davon, sich auf den Lorbeeren ausruhen zu wollen. Stattdessen soll jede Show fĂŒr die Fans etwas Besonderes sein. So auch auf dem M’era Luna Festival. Ein Auftritt, der fĂŒr Fans des Genres sicher ein Highlight gewesen sein dĂŒrfte.

Setlist IN EXTREMO @ M’era Luna Festival 2018:
01. Requiem/Intro
03. Quid Pro Quo
03. Feuertaufe
04. Vollmond
05. Störtebeker
06. Unsichtbar
07. Lieb Vaterland
08. Mein rasend Herz
09. Frei zu sein
10. Rotes Haar
11. SĂ€ngerkrieg
12. Sternhagelvoll
13. Himmel und Hölle
14. Pikse Palve

Im Hangar als Headliner traten zu fortgeschrittener Stunde London After Midnight auf, die ein schweres Los hatten, denn der erste Teil ihres Sets lag in der Umbaupause fĂŒr The Prodigy, der zweite Teil mitten im Set des Tagesheadliners der HauptbĂŒhne. Dementsprechend war der FĂŒllstand des Hangars ein wenig „ausbaufĂ€hig“, aber die Band trug es mit Fassung, schließlich waren auch immer noch viele Fans vor Ort, als die Videoleinwand von den Anzeigen fĂŒr drei kommende Alben zum Intro ĂŒberging und mit Psycho Magnet das Set eröffnet wurde. Eine dĂŒster verhangene AtmosphĂ€re verbreitete sich  mit den eingĂ€ngig-dunklen KlĂ€ngen der Band, die hier ein veritables Best Of zum Besten gab. StĂŒcke wie Your Best Nightmare, Spider and the Fly oder auch Kiss sind nach wie vor im GedĂ€chtnis der Hörer geblieben und werden von der Band in Bestform dargeboten. Nach Ministry wird auch hier wieder offensive Trump-Kritik laut, untermauert von Bildern auf der Videoleinwand bei StĂŒcken wie America’s a Fucking Disease und Revenge. Dass ab der HĂ€lfte des Sets deutlich auch The Prodigy im Hangar zu hören, tat der Stimmung keinen Abbruch. Ein wĂŒrdiger Abschluss des Tages auf der Hangar-BĂŒhne.

Setlist LONDON AFTER MIDNIGHT @ M’era Luna Festival 2018:
00. Videos advertising three upcoming London After Midnight albums +Intro
01. Psycho Magnet
02. Your Best Nightmare
03. Spider and the Fly
04. Shatter
05. After the End of the World
06. America’s a Fucking Disease
07. Revenge
08. Claire’s Horrors (acoustic/minimal mix)
09. Demon
10. A Letter To God
11. Kiss
12. The Bondage Song
13. Sacrifice

Draußen waren – wie bereits geschrieben – lĂ€ngst The Prodigy am Werk und lieferten einen Abriss erster GĂŒte. Auch wenn die Band vielleicht nicht unbedingt eine Assoziation beim Thema „schwarze Szene“ ist, haben sie bereits 2009 bewiesen, wie gut sie in diese Umgebung passen und taten dies auch in diesem Jahr wieder. Mit einer Lichtshow, bei der man sich wunderte, dass es in Hildesheim anschließend ĂŒberhaupt noch Strom gab, schnellen ElektroklĂ€ngen, die den Flughafen in eine riesige Open-Air-Disko verwandelten und Hits plus neuer Single Need Some1 im GepĂ€ck konnte da gar nichts schiefgehen. Schon der Opener Breathe vermochte es, das Eis nicht nur zu brechen, sondern zu schmelzen, dazu Titel wie Firestarter, Voodoo People und Smack My Bitch Up… Da konnte nichts schiefgehen. Mit Their Law und Take Me to the Hospital folgten natĂŒrlich dann auch noch zwei weitere Titel als Zugabe, ohne hĂ€tte die Band hier niemand ziehen lassen.

Damit war dann auch ein erfolgreicher erster Festivaltag vorbei. Wer noch nicht mĂŒde war, konnte im Hangar weiterfeiern oder am Zelt den ersten Tag resĂŒmieren, anschließend hieß es: Reserven fĂŒr den nĂ€chsten Tag sammeln.

Setlist THE PRODIGY @ M’era Luna Festival 2018:
01. Breathe
02. Resonate
03. Nasty
04. Firestarter
05. The Day Is My Enemy
06. Roadblox
07. Voodoo People
08. Need Some1
09. Get Your Fight On
10. Omen
11. Run With the Wolves
12. Invaders Must Die
13. Smack My Bitch Up
14. Their Law (Z)
15. Take Me to the Hospital (Z)
Geschrieben von
Mehr von Marius Meyer

M’ERA LUNA 2019 – alle Bands, alle Infos

JubilÀum! Was im Jahr 2000 auf dem Flughafen in Hildesheim-Drispenstedt began, feiert...
Weiterlesen