COOGANS BLUFF – Flying To The Stars

Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Unsere Bewertung:


8

Gesamtnote

8

Wie jetzt? Nur acht StĂŒcke? Und das nennt sich dann Album? Aber sicher doch! Denn auch wenn es nur acht StĂŒcke sind, so bringen es Coogans Bluff auf ihrem neuen Album Flying To The Stars dennoch auf rund 43 Minuten Spielzeit. Wenn man einmal die Konventionen von Strophe – Chorus – Strophe – Chorus – Bridge – Strophe – Chorus hinter sich lĂ€sst, ist es durchaus gut möglich, ein solches Album entstehen zu lassen. Um sich vorzustellen, wie das klingt, kann man gut in diversen 70er-Kisten wĂŒhlen: Kraut, Progressive, Space, Psychedlic –hier trifft vieles aufeinander. Und auch, wenn nun hier von 70ern die Rede ist, sollte das nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass all das nicht staubig klingt, sondern auch im Hier und Jetzt mithalten kann.

Die Konventionen werden direkt im titelgebenden Opener des Albums ĂŒber Bord geworfen, der mit ĂŒber zwölfeinhalb Minuten Spielzeit eine Art OuvertĂŒre zum Album darstellt. Mit psychedelisch-verspielten KlĂ€ngen im hohen Tempo geht es los, bevor man einige GĂ€nge zurĂŒckschaltet und von Ruhe aus langsam Töne aufbaut, dazu leicht hypnotischer Gesang. Es ist proggig, es ist psychedelisch, es nimmt einen mit auf eine Reise. Selbst Blasinstrumente passen da gerne mal rein. WĂ€hrend sich im Opener die AtmosphĂ€ren die Klinke in die Hand geben, begegnen auch gerne mal Saxofon und Trompete. Gerne darf es dabei auch mal verschachtelt zugehen, dennoch wirkt man zu keiner Zeit zu verkopft.

Beeindruckend ist dabei auch das Spiel mit den Dynamiken. In Hooray! kann man das beispielsweise gut hören, wenn es schnell losgeht, nach wenigen Minuten verhalten wirkt, sich das StĂŒck neu aufbaut und dennoch alles einen Zusammenhang hat. Gesang kommt hier erst recht spĂ€t. Coogans Bluff sind auch gerne mal instrumental unterwegs und schaffen es, auch ohne Gesang die Spannung aufrechtzuerhalten. Wenn der Gesang dann da ist, wirkt er wiederum facettenreich. Er kann eingĂ€ngig begegnen, aber auch finster-bedrohlich wie in N.R.I.H.C. Zu jedem StĂŒck findet er dabei die passende Tonlage.

Sicherlich ist Flying To The Stars kein einfaches Album geworden. Keines, was mal eben so nebenher lĂ€uft. DafĂŒr eines, mit dem man sich beschĂ€ftigen muss, in das man reinfinden muss. Ist dies erreicht, so lĂ€sst es einen dafĂŒr auch so schnell nicht mehr los.

Tracklist COOGANS BLUFF – Flying to the Stars:

01. Flying To The Stars
02. Back To The One
03. Alpha Tango
04. Hooray!
05. N.R.I.H.C.
06. Swim in The Park
07. Where No Man Has Gone Before
08. No Need (To Hurry Up)

Weblinks COOGANS BLUFF:

Homepage: www.coogansbluff.de
Facebook: www.facebook.com/coogansbluff

Flying to the Stars

Preis: EUR 15,99

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Geschrieben von
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