DIGITALISM – Mirage

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Gesch├Ątzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

9 Gesamtnote

„Daft Punk k├Ânnen endg├╝ltig einpacken“

Electro-House. Ein Begriff, der eigentlich untrennbar mit Daft Punks legend├Ąrem Deb├╝talbum Homework verbunden ist, welches 1997 wie eine Urgewalt auf die Tanzfl├Ąchen dieser Welt fegte. Bis zum einem zweiten gro├čen ÔÇ×HurraÔÇť dieser Musikrichtung au├čerhalb der Underground-Szene dauerte es aber knappe zehn Jahre. Dann fluteten Acts wie Justice, Goose, Simian Mobile Disco und allen voran auch Digitalism mit ├ťberhits wie Jupiter Room, Zdarlight oder Idealistic vom Erstling Idealism auch gr├Â├čere Discos und schlugen dabei nicht selten auch den Haken in Richtung Rock/Alternative. W├Ąhrend die anderen genannten Acts mittlerweile aus verschiedenen Gr├╝nden schon weitgehend aus dem Fokus der breiteren ├ľffentlichkeit verschwunden sind, erfreuen sich Ismail T├╝fekci und Jens Moelle allen voran in den USA immer noch extrem gro├čer Beliebtheit. Dies d├╝rfte sich mit┬ádem neuen Album nicht ├Ąndern. Ganz im Gegenteil.

2 ├ťberhits f├╝r die Indie-Disco

Nach dem eingangs erw├Ąhnten Idealism und der zweiten, ebenfalls herausragenden LP I love you, dude folgt nun f├╝nf Jahre und einen Vodafone-Werbehit (Wolves) sp├Ąter Longplayer Nummer 3 mit dem Namen Mirage. Und dieser d├╝rfte einmal mehr jeden, der mit fetten, eing├Ąngigen, aber auch nicht zu kommerziell-billigen (Electro-)House-Kl├Ąngen etwas anfangen kann, mehr als nur zufriedenstellen. Nach dem knackigen Opener Arena beweisen die beiden Hamburger gleich zweimal in Folge das Gesp├╝r f├╝r den ganz gro├čen Hit. Sowohl Battlecry als auch das kr├Ąftig Post-Punk-angehauchte Go Time geh├Âren ab sofort auf die Playlist einer jeden halbwegs ernstzunehmenden Indietronics-Party. Punkt. Der Gro├čteil des restlichen, mit knapp 74 Minuten sehr lang geratenen Albums bewegt sich im gewohnten Digitalism-Soundkosmos zwischen treibenden, knarzigen Club-Electro (Dynamo, Power Station, Utopia) und eher poppig orientierten Vocal-House (Destination Breakdown, Open Waters, Blink).

Zwei St├╝cke ÔÇô naja, eigentlich sind es eher drei ÔÇô stechen aber stilistisch doch deutlich heraus und zeigen, dass sich Digitalism┬á mit k├╝nstlerischer Stagnation auf h├Âchstem Niveau nicht zufrieden geben. The Ism featured allen Ernstes Sprechgesangs-Einlagen des hauseigenen Tourbusfahrers (!) und das circa zw├Âlfmin├╝tige, zweigeteilte Titelst├╝ck l├Ąsst in seiner sph├Ąrisch-entschleunigt-imposanten Art sogar Erinnerungen an K├╝nstler wie Vangelis aufkommen. Daraus folgt sinngem├Ą├č: Langweilig wird dieses Album in keiner Sekunde. Eigentlich kaum zu glauben, dass Jens und Isi diese Platte in nur sechs Monaten fertiggestellt haben sollen, wie der Promozettel verr├Ąt.

Fazit: Mirage ist das Album, auf welches Daft Punk-Fans seit knapp 15 Jahren warten. W├Ąhrend sich das franz├Âsische Duo zuletzt in mediokren und wenig mitrei├čenden 70s-Funk-St├╝cken verlor, gibt es hier Electro-House mit Attit├╝de und Einfallsreichtum. Empfehlung: Buy It And Get Lucky!

Tracklist DIGITALISM – Mirage:

01. Arena
02. Battlecry
03. Go Time
04. Utopia
05. Destination Breakdown
06. Power Station
07. Open Waters
08. Mirage Part One
09. Mirage Part Two
10. Indigo Skies
11. Dynamo
12. The Ism
13. Shangri-La
14. No Cash
15. Blink

Weblinks DIGITALISM:

Band-Homepage: www.thedigitalism.com
Facebook: http://www.facebook.com/digitalism
Twitter: https://twitter.com/digitalism

Mirage

Preis: EUR 16,94

4.4 von 5 Sternen (5 Kundenbewertungen)

20 neu & gebraucht ab EUR 7,41

Hinweis: Einen Konzertbericht zum K├Âln-Gig der Mirage-Tour findet Ihr hier: https://monkeypress.de/2016/05/live/konzertberichte/digitalism-koeln-gebaeude-9-06-05-2016/