MAXIMILIAN HECKER – The Best Of Maximilian Hecker

MAXIMILIAN HECKER - The Best Of Maximilian Hecker
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9

Gesamtnote

9

Acht Studio-Alben, zwei Raritäten-Compilations sowie eine Autobiografie – nicht schlecht, so eine Bilanz innerhalb von 15 Jahren vorweisen zu können. Ein plausibler Schritt von Maximilian Hecker also, jetzt eine Best Of zu veröffentlichen, die von der ersten Veröffentlichung Cold Wind Blowing (auf dem Soundtrack zum Film alaska.de) bis hin zur bis dato aktuellsten Single To Liu Wen, The Opposite House, 3 a.m. reicht. Wenn man bedenkt, durch wie viele „Phasen“ Maximilian Hecker menschlich gegangen ist, wie viele Emotionen da durchlebt wurden, so ist es doch erstaunlich, wie sehr all das zusammenpasst, was er über die ganzen Jahre veröffentlicht hat und dass es auch in neuer Anordnung auf der Best Of so gut funktioniert.

Eröffnet wird die Reise durch die Diskografie des Künstlers mit Polyester, das dereinst auf dem 2001er Debüt-Album zu finden war und schon zu Beginn der Karriere das Gespür für hoch melancholische und berührende Indie-Nummern zeigte. Mit der markanten eingängigen Stimme war hier bereits ein guter Grundstein für die Karriere gelegt, bei der vor allem eben besagte Melancholie immer wieder im Mittelpunkt stand. Ausnahmen bestätigen hier eher die Regel, was man beispielsweise an Silly Lily, Funny Bunny vom 2006er-Album I’ll Be A Virgin, I’ll Be A Mountain sehen kann, das zwar auch seine emotionale Komponente hat, aber beinah fröhlich nach vorne tapst. Eine Facette, die dem Künstler auch sehr gut steht.

Die große Stärke aber bleibt das ruhige, tiefgehende, emotionale Songwriting, wie auch auf dem jüngsten Album Spellbound Scenes Of My Cure in Titeln wie Gangnam Misery bewiesen. Musikalische Höhepunkte sind dabei auch durch persönliche Tiefpunkte entstanden, wie Hecker mit dem 2010er-Werk I Am Nothing But Emotion, No Human Being, No Son, Never Again Son, der minimalistischen Selbstfindung Heckers, mit Stücken direkt aus dem Bewusstseinsstrom, teilweise direkt mit Raummikrofon aufgenommen. Stücke wie Holy Dungeon und Messed-up Girl legen davon beeindruckend Zeugnis ab, auch auf der Best Of. Wenn Messed-up Girl dann von Help Me aus dem Jahr 2005 (vom Album Rose) gefolgt wird und man anschließend noch einmal vier Jahre weiter zurück geht zum bereits erwähnten Cold Wind Blowing, so merkt man, dass trotz all der Wendungen im Leben des Maximilian Hecker das alles wie aus einem Guss wirkt.

Mit insgesamt 30 Stücken ist die Best Of gut bestückt und man erhält einen umfassenden Einblick in das Schaffen des Wahlberliners. Abwechslungsreich und doch in sich geschlossen ist die Zusammenstellung, die Stücke berühren auch nach teilweise bereits 15 Jahren immer noch sehr und zeugen so von einem zeitlosen Songwriting. Ein sehr guter Überblick und eine sehr gute Auswahl an Stücken findet man auf dieser Veröffentlichung vor. Sehr empfehlenswert!

Tracklist MAXIMILIAN HECKER – The Best Of Maximilian Hecker:

01. Polyester
02. Summer Days In Bloom
03. The Whereabouts Of Love
04. To Liu Wen, The Opposite House, 3 a.m.
05. Holy Dungeon
06. Birch
07. Untouchable (Kastrup Pt. II)
08. Sunburnt Days
09. Summerwaste (Dance Edit)
10. Kate Moss
11. Battery Park
12. The Days Are Long And Filled With Pain
13. This Poison Called Love (Home In A Town That Has Sunk)
14. Anaesthesia
15. Gangnam Misery
16. Messed-up Girl (Ballad Version)
17. Help Me
18. Cold Wind Blowing
19. Silly Lily, Funny Bunny
20. No One’s Child
21. If Only I Could See
22. Nana (Full Band Live Version)
23. I Am Falling Now
24. Over
25. Snow White
26. Dying
27. My Story
28. Kastrup
29. Lady Sleep
30. Rose

Weblinks MAXIMILIAN HECKER:

Homepage: www.maximilian-hecker.com
Facebook: www.facebook.com/maximilianhecker
Twitter: www.twitter.com/Max_Hecker

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