Moon Duo – Mazes

Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Moon Duo – Mazes


Wer sich das DebĂŒt-Album "Mazes" der Kalifornier Ripley Johnson sowie Sanae Yamada vollstĂ€ndig anhört, sollte das nich in nĂŒchternem Zustand tun, sondern sich vorher schon eine volle Dröhnung LSD gegönnt haben. Bitte verstehen Sie das auf keinen Fall als Aufruf zum Drogenkonsum! Keine Macht den Drogen! Bis auf einige Ausnahmen natĂŒrlich.

Die acht Songs bestechen durch eine ungemeine HomogenitĂ€t, die keine AusfĂ€lle duldet. Der schnöselige Sing-Sang des Gitarristen Ripley Johnson und das psychedelische Dazumischen diverser Sounds via Synthies oder anderer Mittel durch Sanae Yamada wirkt sich auf den Hörer wie folgt aus: Er sieht Tauben, die grĂŒnes Weingummi aufpicken, Riesen, die von einem Berg zum nĂ€chsten hĂŒpfen oder Monster, die aus den WĂ€nden der eigenen Wohnung auftauchen und nach fehlgeschlagenen Angriffen wieder verschwinden.
Es gibt keinen Track vom Album, der im Ohr hĂ€ngenbleibt, dafĂŒr sie zu ausgeglichen gekocht. So kurz die Namen der einzelnen Songs auch sind, desto lĂ€ngere Laufzeiten haben sie, kaum ein Titel unter fĂŒnf Minuten.
Das Album des Duos aus San Francisco ist insgesamt sehr dicht, wobei RipleyÂŽs Gitarrenspiel großen Anteil beitrĂ€gt. Wenn der Hörer denkt, ein Titel wĂ€re vorbei, so sieht er sich geschnitten, denn jeder Song hat einen ĂŒber die Ufer schwappenden Schwanz, der uns das Wasser in die entsetzten Gesichter schleudert.

Tracklist:
01. Seer
02. Mazes
03. Scars
04. Fallout
05. When You Cut
06. Run Around
07. In The Sun
08. Goners

Autor: Stefan Weiß

Diese CD bei Amazon bestellen: Moon Duo – Mazes

Geschrieben von
Mehr von Sparklingphotos.de

TORUL & EGOAMP – Oberhausen, Kulttempel (11.10.2015)

EGOamp wurde von Asmodi Caligari und Cesare Insomnia gegrĂŒndet. Das Projekt wird...
Weiterlesen