Parralox – Metropolis

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Parralox – MetropolisParralox – Metropolis

Parralox – Metropolis

Parralox ist ein australisches Synthpop-Projekt, das im Jahr 2008 von John von Ahlen gegründet und durch die Stimme Amiis veredelt wurde. „Metropolis“ ist nach „Electricity“ und „State Of Decay" das dritte Werk des dynamischen Duos

Schon der Opener „Ancient Times“ zeugt davon, was Parralox’ Stärke ist: schöne, eingängige Melodien, verspielte 80s-Synths und guter Gesang, den sich Amii und John hier teilen. Umso bedauernswerter ist es aber, dass das Duo bei „I Sing The Body Electric“ direkt ein paar Schritte zurücktanzt. Denn was hier verkauft wird, grenzt an Dreistigkeit. Man nehme einige Chords, Snaredrums, Drumloops und ganze Melodiebögen aus „Enjoy the Silence“ von Depeche Mode, fügt noch etwas Kitsch dazu und fertig ist das freche Plagiat. Was als Hommage an eine der größten Synthpop Bands aller Zeiten gedacht sein könnte, verkommt hier zur puren Zitatenshow. Das war es aber auch im Großen und Ganzen mit frecher Klauerei und Parralox konzentrieren sich auf ihre Stärken, wie das funkige „Love is enough“, das von New Order und Freeze geprägte „Promised Land“, Gorgio Moroder Feeling bei „Supermagic“ und das ähnlich gelagerte „Magic“.

Grundsätzlich muss man sagen, dass der Gesang über dem Durchschnitt des allgemeinen Synthpop Genres ist, Amiis Stimme hier und da sogar ein wenig an Popikone Madonna erinnert. Aber auch John kann u.a. beim Track „Acrimony“ sein Können unter Beweis stellen und das gar nicht mal so übel. Der Track punktet aber auch dadurch, dass die allgemeine Hektik des zuvor Gehörten zurückgenommen und durch wavig-schwüle Atmosphäre ersetzt wurde. Ein elegischer Kontrapunkt. Ein schönen Wechselgesang im Stil von The Human League wird dann bei „Machines“ geboten und das ist einfach süß gemacht. Kraftwerk stand eindeutig beim Track „Failure“ Pate, aber das bildet nur das Grundgerüst, denn wenn der Parralox typische Gesang Oberhand gewinnt, ist das nur noch zweitrangig. „New Light“ beschließt den Longplayer „Metropolis“ und lässt den Hörer zufrieden zurück. Es ist kein Werk für die Ewigkeit geworden, lässt sich nebenher aber prima hören.

Diese CD könnte Euch gefallen, wenn ihr New Order, The Human League und Depeche Mode mögt.

Tracklist:
01. Ancient Times
02. I Sing The Body Electric
03. Love Is Enough
04. Miss You
05. Promised Land
06. What About You
07. Supermagic
08. Miracles
09. Don’t Listen To Me
10. Acrimony
11. Machines
12. Failure
13. New Light


Autor: Frank Stienen

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