PTOLEMEA – Maze (EP)

RAMMELHOF - Umweltschmutz
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8.5 Gesamtnote

Gesamtnote

8.5

Öfter mal was Neues. Und in diesem Fall von da, wo man es nicht unbedingt erwartet hätte. Luxemburg gilt schließlich nicht unbedingt als die Wiege des Alternative Rock oder des Grunge. Das kümmert Ptolemea ziemlich wenig, hindert sie schließlich keiner daran, trotzdem in diese Richtung zu musizieren. Und vor allem: auch nicht daran, der Musik ihre ganz eigene Note zu geben, was hier in Form der Violine geschieht. Diese tritt hier den Beweis an, dass sie zwar ein klassisches Instrument sein mag, aber auch fernab der Klassik hervorragend funktioniert und die Saiten der Gitarren mehr als nur ergänzt. Das kann man auf diesen sechs Stücken hervorragend hören.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Dabei ist es so, dass die Violine zwar eine dominante Position einnimmt, aber zu keiner Zeit das Ziel hat, jemanden zu verdrängen. I wish I could als Opener zeigt das schon gut. Druckvoller Alternative Rock im mittleren Tempo, der zunächst einmal die Violine kaum zeigt, sie eher begleitend einsetzt und dann in der Mitte erstmals eine Solo-Rolle erhält, bei der man direkt merkt, dass sie die Besonderheit hier ist. Aber auch, wenn sie nicht soliert und sich im Hintergrund hält, ist es eben wirklich guter Alternative Rock, der geboten wird, oftmals auch rein in den Grunge. Und auch die Gitarre bekommt hier ihr Solo zugesprochen, ebenfalls bereits im Opener. Bei über sechs Minuten Laufzeit hat das Arrangement hier Zeit zum Atmen und sich zu entfalten.

Direkter auf den Punkt kommen Stücke wie Would just someone understand, das im schnelleren Tempo unterwegs ist und mit Melancholie und verzerrten Gitarren ebenfalls gut zeigt, wozu diese Band in der Lage ist. Was sie damit auch zeigt: Es benötigt nicht zwingend die „Besonderheit Violine“, um zu funktionieren, denn diese ist im besagten Stück kaum zu vernehmen. Erst später kommt diese wieder besonders zur Geltung, wenn sie beispielsweise in Run dafür sorgt, dass die nachdenkliche Grundstimmung der Nummer sehr gut zur Geltung kommt. Und im abschließenden Time has come, wo sie noch einmal zum Solo aufschwingt, wenn diese Rock-Ballade die EP gelungen beendet.

Ptolemea präsentieren sich hier durchweg als eine Rockband mit einem ganz eigenen Sound, von der man gerne auch mehr vernehmen würde als nur die sechs Stücke auf einer EP. Diese macht ganz klar Lust auf mehr. Heißer Tipp!

Tracklist PTOLEMEA – Maze:

01. I wish I could
02. Maze
03. Would just someone understand
04. Isolated
05. Run
06. Time has come

Weblinks PTOLEMEA:

Homepage: www.ptolemea.com
Facebook: www.facebook.com/Ptolemea-373927193069737

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