EMPATHY TEST – Monsters

CADET CARTER - Perceptions
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

8.5 Gesamtnote

Gesamtnote

8.5

Es hat sich rumgesprochen, so der Eindruck. Moment! Was denn eigentlich? Gemeint sind in diesem Fall Empathy Test, die inzwischen auf eine ansehnliche Fanbase schauen können, die sie sich auch hart erarbeitet haben. Festivalauftritte am Vormittag, bestĂ€ndig dabei, ein sympathisches Auftreten und dabei eben die QualitĂ€t, die es braucht, den Status als „Geheimtipp“ schnell abzulegen. Mit eingĂ€ngigem Elektro- und Synth-Pop konnten Isaac Howlett und Adam Relf bereits begeistern. Mit dem Begeistern aufzuhören, ist definitiv nicht angedacht, wie das neue Album Monsters auf seinen zehn StĂŒcken ganz eindeutig zeigt.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Was man mit dem Doppel-DebĂŒt Losing Touch und Safe From Harm aufgebaut hat, wird hier konsequent fortgesetzt. Den „Drive“ aus den Live-Shows hat man beispielsweise klar zu hören mitgenommen. Das hört man schon beim Opener, der dem Album seinen Titel gab, wenn das Schlagzeug ein wuchtiges Klangbett ebnet, ĂŒber das sich Synthie-Spielereien und die eingĂ€ngige Stimme Isaac Howletts legen. Gefolgt wird das von Empty Handed, das man bereits als Vorab-Single hören konnte, das die StĂ€rken der Band gut aufzuzeigen vermag. AtmosphĂ€rische Synthie-Strukturen, bei denen sich Spannung aufbaut, viel GefĂŒhl im Gesang und der Beweis, dass Synthie-Pop auch im mittleren Tempobereich nicht langweilig sein muss.

Generell bewegen sie sich viel in diesem Bereich, aber auch mit so einigen Ausreißern. Fear of Disappearing beispielsweise zieht das Tempo an und begeistert mit einem leicht verschachtelnden und doch nicht zu komplexen Drumming. Oder auch Skin, das zwar nicht direkt das Tempo anzieht, aber die Wucht und die Vehemenz hinter dem Sound hörbar verstĂ€rken. Anschließend wird man noch einmal mit treibenden Sounds aus dem Album entlassen. Love Moves begeistert noch einmal mit angenehmer AtmosphĂ€re, hat Melancholie und dabei doch einen sehr positiven anmutenden Charakter.

Ein gelungenes Album einer Band, die man sicherlich schon bald – wenn es denn auch wieder möglich ist – nicht mehr zur Mittagszeit auf Festivals sehen wird. ZunĂ€chst einmal steht Stand jetzt ab September die Headliner-Tour an. Ob sie stattfinden wird, mag man zwar noch nicht prognostizieren, aber selbst wenn sie verschoben werden mĂŒsste: Dieses Album bleibt auch noch lĂ€nger in Erinnerung.

Tracklist EMPATHY TEST – Monsters:

01. Monsters
02. Empty Handed
03. Doubts
04. Making Worlds
05. Stop
06. Holy Rivers
07. Fear of Disappearing
08. Incubation
09. Skin
10. Love Moves

Weblinks EMPATHY TEST:

Homepage: www.empathytest.com
Facebook: www.facebook.com/empathytest
Twitter: www.twitter.com/empathytest

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