ALLIE X – Cape God

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8 Gesamtnote

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8

Im englischen Pressetext steht was vom „goth-pop darling“ Allie X. Inwieweit das nun Goth ist, ist natĂŒrlich die Frage. Der Ă€ußere Eindruck hat in der Tat schon etwas DĂŒsteres und auch die KĂŒnstlerin wirkt im Auftreten zumindest dĂŒster angehaucht. Und in der Tat: Auch, wenn wir es hier vielleicht mit Pop-Musik zu tun haben, so ist es doch ein Album, das andere Wege beschreiten möchte. Auch das ganze Auftreten wirkt nun nicht unbedingt anbiedernd. Nicht schockierend, das funktioniert eh nicht mehr, aber mit einer gewissen Outlaw-AttitĂŒde garniert, die neugierig macht und zeigt, dass auch EinflĂŒsse fernab vom Massenappeal gut in einem Pop-Kontext funktionieren können.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Mit dem eröffnenden Fresh Laundry tastet sich Allie X vorsichtig in das Album rein. EingĂ€ngige Pop-KlĂ€nge mit einem eigenen Charme erklingen, bevor mit Devil I Know – wenn man so will – ein wenig das durchschimmert, was man wohl unter „goth-pop“ verstehen könnte. Tapsige Melodien, eine gewisse mysteriöse AtmosphĂ€re, zudem ein Sehnen im Gesang. Das kann sich hören lassen und ist auch einmal eine willkommene musikalische Abwechslung. Melancholie ist immer mal dabei in den KlĂ€ngen. Madame X als Ballade beispielsweise hat sie auch und einen kleinen Hauch DĂŒsternis. Goth ist das nun nicht, aber abheben tut es sich schon.

Manchmal ist es eben auch einfach nur poppip. Ein Sarah Come Home kann da schon fast an Disco-Zeiten von Kylie Minogue anknĂŒpfen, wĂ€hrend andere Momente auch mal mit pulsierenden Beats arbeiten, so beispielsweise Regulars. Hin und wieder kann es aber auch mal verstörend wirken. Wenn in Love Me Wrong eine zunĂ€chst anmutig begegnende Ballade erklingt, ĂŒbrigens gemeinsam mit Troye Sivan, wird es zum Ende hin gar noisig. Bevor man im folgenden Super Duper Party People teilweise wiederum an Ladytron erinnert wird. Das wirkt vielleicht beim Lesen jetzt etwas unentschlossen, was Allie X hier prĂ€sentiert, in der Tat verliert man aber nicht das Albumfeeling.

So wĂŒrde man dem Album am Ende tatsĂ€chlich Unrecht tun, es einfach unter „Pop“ zu subsumieren. Die Bezeichnung von Allie X als „goth-pop darling“ allerdings ist auch nur ein Teil der Wahrheit. Allie X ist einfach ein schönes Album mit vielen EinflĂŒssen gelungen, das zwar schwer einzuordnen ist, es einem aber leicht macht, Gefallen daran zu finden.

Tracklist ALLIE X – Cape God:

01. Fresh Laundry
02. Devil I Know
03. Regulars
04. Sarah Come Home
05. Rings A Bell
06. June Gloom
07. Love Me Wrong (feat. Troye Sivan)
08. Super Duper Party People
09. Susie Save Your Love
10. Life Of The Party
11. Madame X
12. Learning In Public

Weblinks ALLIE X:

Homepage: www.alliex.com
Facebook: www.facebook.com/alliexxxxandra
Twitter: www.twitter.com/alliex

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