WANDA – M├╝nchen, Olympiahalle (29.02.2020)

Wanda, ┬ę Markus Hillg├Ąrtner
Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Das waren doch mal gute Voraussetzungen. Wenn im Vorfeld eines Konzerts Bussi und Amore in der Luft liegen, kann das ja nur gut gehen eigentlich. So ist das auch, wenn Wanda aufspielen. Eine positive Grundstimmung herrschte in der Olympiahalle und man freute sich f├╝r die Band, dass sie inzwischen derartig gro├če Hallen bespielt, die schon fast ausverkauft sind, auch wenn manch einer sich vermutlich gerne an Zeiten in kleineren Hallen erinnert. Aber man war ja nicht hier, um in Erinnerungen zu schwelgen, sondern f├╝r ein Konzert der Ciao-Tour, zu dem es nur noch wenige Restkarten gab. Entsprechend gef├╝llt die R├Ąnge, entsprechend gut die Stimmung.

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Erst einmal hie├č es aber: Das Moped. So der Name des Support-Acts, der an diesem Abend vor der beachtlichen Kulisse auftrat, dies aber sehr gut meisterte. Auch das Publikum schien nach ersten skeptischen Blicken angetan von den Sounds, wenn Das Moped passenderweise Lieder ├╝ber die Liebe sangen. Indie-Pop mit Melodie und einem ganz eigenen Charme war es, was bei St├╝cken wie Bei dir zum Besten gegeben wurde. K├Ânnen traf auf Gef├╝hl und man sah den Musikern an, dass sie ├Ąu├čerst zufrieden waren, wie das hier lief. Der leicht melancholische Touch, der bei St├╝cken wie Wenn du ehrlich bist mitschwang, verbreitete sich gut in der Arena und ÔÇô was als Support bei einem Konzert dieser Gr├Â├čenordnung nicht selbstverst├Ąndlich ist ÔÇô die Zuschauer schauten aufmerksam dem Geschehen auf der B├╝hne zu. Mit Alle wollen Liebe endete das Set noch einmal gut gelaunt und wir k├Ânnen mit dem schlechten Wortwitz schlie├čen: Das Moped hat die Menge an diesem Abend gut in Fahrt gebracht.

Setlist DAS MOPED ÔÇô M├╝nchen, Olympiahalle (29.02.2020):

01. Niemand sonst
02. Geist
03. Karrussel
04. Bei dir
05. Das ist gut
06. Eng
07. Wenn du ehrlich bist
08. Alle wollen Liebe

Es folgte ein kurzzeitiges hektisches Treiben, bis alle wieder an ihren Pl├Ątzen waren, bis Wanda auch schon bald ihre Show er├Âffneten. Wer sich im Vorfeld noch ├╝ber die relativ stolzen Ticketpreise wunderte, sollte auch schon bald merken: Es hat sich gelohnt. Das muss man gar nicht nur an der Konzertl├Ąnge messen (die Setlist spricht f├╝r sich), sondern eben auch daran, dass hier eine begeisterte und dankbare Band stand, die genau das dem Publikum zur├╝ckgab. Wenn S├Ąnger Marco Wanda auf den gro├čen Bildschirmen links und rechts der B├╝hne zu sehen war, merkte man diese Mischung aus Dankbarkeit und Unglauben ob der gro├čen Kulisse ÔÇô und verlieh seiner Sprachlosigkeit Ausdruck.

Die Setlist dabei: ein Best Of aus der auch mit vier Alben noch recht jungen Bandgeschichte. Er├Âffnet mit Bussi Baby hing man der Band an den Lippen. Ihr deutschsprachiger Indie-Pop mit Gef├╝hl und Druck an der richtigen Stelle sowie der markante ├Âsterreichische Gesang z├╝ndete auch vor und in dieser Menge. St├╝cke wie Stehengelassene Weinflaschen standen gut neben den St├╝cken von Ciao wie beispielsweise Nach Hause gehen oder Gerda Rogers. Mal lebensn├Ąher, mal etwas komplexer, aber immer greifbar. Und apropos Weinflaschen: Diese blieben tats├Ąchlich stehen, wie man erfuhr, als die Ansage kam, man trinke nicht mehr so viel wie fr├╝her, deshalb seien die Ansagen auch nicht mehr so toll. So viel Ehrlichkeit wird mit Applaus belohnt. Die sprachlose Dankbarkeit und die Musik reichten hier auch vollkommen aus.

Auch nach all den Erfolgen wird die N├Ąhe gesucht, nicht nur sprachlich, sondern auch im wahrsten Sinne, wenn bei Ich will Schnaps ein Bad in der Menge ÔÇô Schnaps inklusive ÔÇô unternommen wird. Aber auch mit diesem sechzehnten St├╝ck war l├Ąngst nicht Schluss. Fehlten ja auch noch St├╝cke wie Meine beiden Schwestern oder auch Bologna. Erst nach Easy Baby ist Schluss. Vorerst. Ohne Zugabe kann die Band schlie├člich nicht gehen, es w├╝rde im Publikum auch keiner tun. Also doch noch einmal wiederkommen. Er├Âffnet wurde die Zugabe mit einem recht unbekannten St├╝ck: So san die Leit, eine fr├╝he B-Seite einer Vinyl-Single. Tats├Ąchlich schienen nicht viele das St├╝ck zu kennen, aber zu diesem Zeitpunkt der Show konnte man das schon mal machen.

Die letzten zwei St├╝cke aber waren noch einmal Zeit f├╝r Hits: Columbo wurde frenetisch gefeiert, das Ende wurde mit 1, 2, 3, 4 noch einmal in epischer L├Ąnge zelebriert. Zwei Stunden Konzert, eine friedliche Feier, ein gro├čer Konzertabend. Ein Abend, von dem man gerade in Zeiten wie den aktuellen, noch lange zehren wird.

Setlist WANDA ÔÇô M├╝nchen, Olympiahalle (29.02.2020):

01. Bussi Baby
02. Weiter, weiter
03. Luzia
04. Auseinandergehen ist schwer
05. Lascia mi fare
06. S.O.S.
07. Gib mir Alles
08. Stehengelassene Weinflaschen
09. Nach Hause gehen
10. Ein komischer Traum
11. Vielleicht
12. Gerda Rogers
13. Mona Lisa der Lobau
14. 0043
15. Ich sterbe
16. Ich will Schnaps
17. Ciao Baby
18. Kairo Downtown
19. Schickt mir die Post
20. Meine beiden Schwestern
21. Bologna
22. Easy Baby
23. So san die Leit (Z)
24. Columbo (Z)
25. 1, 2, 3, 4 (Z)

Weblinks WANDA:

Homepage: www.wandamusik.com
Facebook: www.facebook.com/wandamusik
Twitter: www.twitter.com/wandamusik

Ciao!

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Bild: Archiv

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