THE NATIONAL – Köln, Palladium (02.12.2019)

Fotos: THE NATIONAL
The National, ©Marcus Nathofer
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Bevor The National ihr Konzert zum Besten geben sollten, stand Hannah Georgas (eine kanadische Pop-/Rock-Singer-Songwriterin) als Support auf der Bühne, in rotes Licht getaucht, in der Hand nur eine Gitarre. Ruhige, entspannte Gitarrenklänge, mal mit sanfter Stimme, mal kräftiger – so stimmte sie ihren Auftritt ein. Auch die nächsten Songs waren eher ruhiger Natur, auch ohne Gitarre, aber dafür mit dröhnendem Bass (liegt allerdings wohl eher am Palladium selbst) – allerdings eher weniger mitreißend, man würde sich eher auf ein Open-Air-Konzert wünschen, auf der Wiese liegend und dann solch einem Konzert lauschen. Teilweise sehr sphärisch – in mancher Hinsicht werden ihre Songs auch als düster bezeichnet – in eine Ecke der Indie Musik gestellt, gestalten sich die Songs für mich eine Nummer zu ruhig. Wie gesagt, zu einem Open-Air-Konzert hätte es sicher perfekt gepasst.

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Nach kurzer Pause standen nun The National auf der Bühne und ich ging völlig unvoreingenommen in dieses Konzert. The National werden von den Kritikern seit Anbeginn ihrer Karriere hochgelobt. Die Band um Sänger Matt Berninger sowie den zwei Brüderpaaren Aaron Dessner (Gitarre, Bass, Piano) & Bryce Dessner (Gitarre) sowie Scott Devendorf (Bass, Gitarre) & Bryan Devendorf (Drums) schafften es schon früh, mit der Band einen eigenen Sound in den Nischen des Indie Rock zu erschaffen. Zusammen mit Regisseur Mike Mills entstand in diesem Jahr der Kurzfilm I Am Easy To Find zum gleichnamigen neuen Album, welcher auf Leinwänden untermalend auf der Bühne gezeigt wurde. Obwohl der Sound im Palladium eher unangenehm dröhnend ist, gibt das Quintett für die nächsten zwei Stunden gitarrenlastige Songs zum Besten, mit Berningers tiefem Bariton und weiblicher Gesangsunterstützung, u.a. auch von Hannah Georgas. Beginnend mit You had your soul with you, steigerte sich die Stimmung von Song zu Song und fand in einer fulminanten Version von Fake Empire zum Ende des Sets ihren vorläufigen Höhepunkt. Obwohl der Höhepunkt für das Publikum eigentlich war, dass der Frontmann es sich nicht nehmen ließt, den Körperkontakt mit den Fans in den ersten Reihen zu suchen, sie mit vollen Bierbechern zu bewerfen und auch sonst zwischen beiden Bühnenrändern viel unterwegs zu sein – unter anderem auch auf den Bartresen rechts neben der Bühne. Der jeweilige Techniker dürfte seinen Spaß gehabt haben (bzw. Schwerstarbeit), da er dem Sänger das ca. 50m lange Mikrophon Kabel knotenfrei hinterhertragen musste.

Fazit: Es ist nicht unbedingt meine Art Musik, aber das muss es ja auch nicht. Das Publikum war begeistert, die Stimmung war gut und Band und Sänger haben ihr Bestes gegeben…und das ist letztlich doch entscheidend.

Setlist THE NATIONAL @ Köln, Palladium (02.12.2019)

01. You Had Your Soul With You
02. Quiet Light
03. Don’t Swallow The Cap
04. Bloodbuzz Ohio
05. Guilty Party
06. Hey Rosey
07. Oblivions
08. Where Is Her Head
09. I Need My Girl
10. Dark Side Of The Gym
11. Secret Meeting
12. Day I Die
13. The System Only Dreams In Total Darkness
14. Rylan
15. Carin At The Liquor Store
16. I Am Easy To Find
17. Graceless
18. Fake Empire
19. Light Years (Z)
20. Mr. November (Z)
21. Terrible Love (Z)
22. About Today (Z)
23. Vanderlyle Crybaby Geeks (Z)

Weblinks THE NATIONAL:

Homepage: https://americanmary.com/
Facebook: https://www.facebook.com/thenationalofficial/

Weblinks HANNAH GEORGAS:

Homepage: http://www.hannahgeorgas.com/
Facebook: https://www.facebook.com/TheMusicOfHannahGeorgas/

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