GRIZZLY – Movement

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8 Gesamtnote

Gesamtnote

8

Manchmal w├╝nscht man sich ja ein dickes Fell. So wie der Grizzly, der gute alte Graub├Ąr. Sei es, um einige Menschen und ihre Art zu ertragen oder im wahrsten Sinne des Wortes, weil man unter einem entsprechenden Fell bei kalten Temperaturen nicht so friert. Da passt es sehr gut, dass die Karlsruher Band Grizzly mit Movement j├╝ngst ihr neues Album ver├Âffentlicht hat. Ein Fell w├Ąchst einem durch das H├Âren des Albums nat├╝rlich nicht, aber die druckvolle Rocksound der Band sorgt f├╝r ausgiebigen Bewegungsdrang, sodass einem auch dadurch warm wird. Sehr passend, dass man zu Headstrong ein Video gedreht hat: Darin sieht man einen R├╝ckblick auf den Festivalsommer. Die Energie der Live-Shows hat man sich auch f├╝r die Platte bewahrt.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Headstrong ist auch vor Ver├Âffentlichung des Albums bereits ein guter Vorbote gewesen. Punkige Gitarrenkl├Ąnge, Eing├Ąngigkeit, aber auch Shouts und eine gesunde Portion H├Ąrte zeigen ein gutes Beispiel daf├╝r, wie die Band auf dem Album klingt. Wobei man dies auch merkt, wenn man einfach beginnt, das Album zu h├Âren, ohne zuvor einen Vorboten geh├Ârt zu haben. Why We Move (├╝brigens gemeinsam mit Gregor Cheese von der King Nugget Gang, der einige Rap-Zeilen beisteuert) geht gleich direkt in die Vollen. Schnelle Riffs, die Kombination aus Eing├Ąngigkeit und H├Ąrte, gepaart mit einer Prise Pop-Appeal ÔÇô ein guter Einstieg ins Album ist gemacht.

So gut gelaunt das alles auch klingen mag, so kann man Grizzly ganz und gar nicht vorwerfen, hier ein unreflektiertes Gute-Laune-Album abgeliefert zu haben. Schon der Blick auf manch einen Songtitel zeigt, dass sich hier Gedanken gemacht wurden um die Welt und um das, was um einen herum passiert. Planet B beispielsweise rockt nicht nur gut nach vorne, sondern tr├Ągt eben auch die Gedanken dar├╝ber in sich, dass wir genau diesen Planeten B nicht haben. ├ähnlich verh├Ąlt es sich auch mit St├╝cken wie Social Media oder First World Problems. Immer wieder sind es Themen, die einen im Alltag begleiten, aber auch den Blick auf das gesellschaftliche Geschehen nicht verbergen, die hier behandelt werden.

All das geschieht vielseitig auf den elf St├╝cken des Albums, eine Verschnaufpause sucht man vergebens. So ist Movement ein gelungenes Album f├╝r Freunde der punkig angehauchten Kl├Ąnge mit einer Spur H├Ąrte geworden. Oder wie es die Band selbst gerne mal stilistisch bezeichnet: Ein Album gef├╝llt mit gelungenem ÔÇ×Heavy Pop PunkÔÇť.

Tracklist GRIZZLY ÔÇô Movement:

01. Why We Move (feat. Gregor Cheesy / King Nugget Gang)
02. Angry Little Boys
03. Silver Linings (feat. Sushi / Eskimo Callboy)
04. Juggernauts
05. Planet B
06. Daydream (feat. Romana / Attic Stories)
07. Social Media
08. Deadweight
09. Headstrong (feat. Flo / Yodas Rising)
10. Snitches & Famebitches
11. First World Problems

Weblinks GRIZZLY:

Homepage: www.grizzlycave.com
Facebook: www.facebook.com/grizzlycave

Geschrieben von
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