DE/VISION – CityBeats

Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Unsere Bewertung:


8

Gesamtnote

8

Wenn wir ├╝ber Urgesteine in Sachen Elektro reden, m├╝ssen wir zwingend auch ├╝ber De/Vision reden. Eben nicht nur, weil sie an sich schon so viele Jahre dabei sind, sondern weil sie im Rahmen ihres 30-j├Ąhrigen Bandjubil├Ąums mit CityBeats auch ein neues Album herausgebracht haben – das inzwischen 14. Studioalbum. Mit diesem treten sie ├╝berzeugend den Beweis an, dass sie noch l├Ąngst nicht zum alten Eisen geh├Âren, sondern ihre bekannten St├Ąrken auch nach 30 Jahren noch ohne Ans├Ątze von Staub auf Albuml├Ąnge umsetzen k├Ânnen. Schon mit dem Opener In The Still Of The Night merkt man es gut. Pulsierende Elektro-Kl├Ąnge, die markante Stimme Steffen Keths und eine gelungene Melodief├╝hrung leiten das Album eing├Ąngig ein.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Bei aller Eing├Ąngigkeit hat man allerdings zu Beginn noch ein wenig das Gef├╝hl, dass die Handbremse leicht angezogen ist. Joys Of Paradise ist so ein Fall. Im mittleren Tempo agierend hat man hier ein sehr gekonntes Songwriting, musikalisch ist es einwandfrei, nur vermag der Funke noch nicht ├╝berzuspringen. ├ähnlich auch beim folgenden Dystopia, das im verhaltenen Tempo dezent stampft. Allerdings: Dies sind vor allem erste Eindr├╝cke, denn CityBeats ist ein Album, das sich beim H├Âren im Ohr entwickelt. Zudem nimmt das Album in seinem Verlauf auch deutlich an Fahrt auf. Beispielsweise mit They Won’t Silence Us. Die Beats passen, man ist im typischen De/Vision-Synthie-Pop und ist direkt von den Kl├Ąngen eingenommen. Die Kl├Ąnge sitzen, der Band-typische Sound klingt auch nach 30 Jahren noch unverbraucht und es geht sehr melodi├Âs zu.

Tats├Ąchlich ist CityBeats ein Album geworden, das sich in seinem Verlauf steigert. Auch das Tempo wird angezogen, wie man in Nummern der Sorte A Pawn In The Game merkt. Stufige Synthie-Kl├Ąnge und ein dynamischer Song sorgen f├╝r Tanzbarkeit und wissen direkt zu gefallen. Das folgende A Storm Is Rising zelebriert hingegen im mittlerem Tempo die Melancholie und ber├╝hrt dabei mit breitwandigen Elektro-Kl├Ąngen, denen sich der geneigte Synthie-Fan nur schwer entziehen kann. Wenn das Album dann mit Last Goodbye endet, hofft man definitiv, dass es nur der Songtitel ist und die Band uns noch lange Freude bereiten wird.

So hat man am Ende ein gelungenes SynthiePop-Album, das zwar nicht unbedingt das Genre neu erfindet und hier und da nicht daf├╝r sorgt, dass der Funke ├╝berspringt, das aber daf├╝r auf Albuml├Ąnge ohne Schwachstellen daher kommt und viele begeisternde musikalische Momente beinhaltet. Wer Synthie-Pop sagt, muss auch weiterhin De/Vision sagen!

Tracklist DE/VISION – CityBeats:

01. In The Still Of The Night
02. Joys Of Paradise
03. Dystopia
04. They Won’t Silence Us
05. Not In My Nature
06. The Brightest Star
07. Under Heavy Fire
08. A Pawn In The Game
09. A Storm Is Rising
10. Last Goodbye

Weblink DE/VISION:

Facebook: www.facebook.com/DEVISION-24741337633/

Geschrieben von
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