DARK TRANQUILLITY ‚Äď Hamburg, Markthalle (26.03.2018)

Dark Tranquillity © Thomas Papenbreer
Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Am Montagabend vor Ostern strömen Fans harter metallischer Klänge voller Vorfreunde in die hamburgische Markthalle, denn die schwedischen Melodic-Death-Veteranen Dark Tranquillity geben sich zusammen mit den Kollegen von Miracle Flair und Equilibrium auf ihrer aktuellen Atoma-Tour auch in der Hansestadt die Ehre.

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Die Aufgabe des Openers f√§llt heute der aufstrebenden Schweizer Melodic-Metal-Combo Miracle Flair zu. Sowohl im vorderen, als auch im hinteren Teil der Halle haben sich schon einige neugierige Zuschauer versammelt, als S√§ngerin Nicole Hartmann gegen 19 Uhr mit Still Remaining Part gut gelaunt den Konzertabend einl√§utet. Die klare Rockstimme der Vokalistin, im schicken schwarzen Korsagentop, bildet dabei einen reizvollen Kontrast zu den m√§nnlichen Mitstreitern von Equillibrium und¬† Dark Tranquillity. Die vier Musiker haben sichtlich Spa√ü an der Sache und sto√üen mit ihrem melodischen, rockigen Sound bei den Anwesenden auf eine gute Resonanz. St√ľcke wie das treibende Embracing The End und das kraftvolle Angels Cast Shadows vom gleichnamigen Release (2016) werden vom Hamburger Publikum mit reichlich Applaus und begeistertem Pfeifen quittiert. Sieben St√ľcke sp√§ter ist es dann Zeit f√ľr Equilibrium.

Angels Cast Shadows

Preis: EUR 14,94

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19 neu & gebraucht ab EUR 5,82

Setlist Miracle Flair @ Hamburg, Markthalle, (26.03.2018):

01. Still Remaining Part
02. The Whole
03. Challenge My Faith
04. Embracing The End
05. Angels Cast Shadows
06. Worth The Fight
07. The Unfulfilled

Bereits vom ersten Moment an geben die bayrischen Epic-Metaller ordentlich Gas. Frontmann ‚ÄöRobse‚Äė entpuppt sich als absolute Rampensau und versteht es meisterhaft das Publikum anzuheizen. Immer wieder tigert der S√§nger charmant grinsend √ľber die B√ľhne und sucht intensiv den Kontakt mit den Zuschauern. So entsteht schon beim schw√§rmerischen Heimat ein kleiner Moshpit in den vorderen Reihen. Insgesamt pr√§sentiert das dynamische Quintett am heutigen Abend einen mitrei√üenden Querschnitt ihrer bisherigen Diskografie und gibt dabei auch √§ltere Klassiker wie Die Prophezeiung zum Besten. Au√üerdem haben Equilibrium dieses Jahr etwas zu feiern, das zehnj√§hrige Jubil√§um ihres Album Sagas n√§mlich, und so kommen die Anwesenden in den Genuss von Krachern wie Blut im Auge, Unbesiegt und D√§mmerung. S√§nger Robse ist vom gro√üz√ľgigen Applaus sichtlich ergriffen und verk√ľndet „Ich k√∂nnte heulen!“ Beim Hit Born To Be Epic geben die s√ľddeutschen Mannen dann nochmal alles. Als Antwort headbangt die Menge was das Zeug h√§lt und in der Mitte bildet sich ein gro√üer Circle Pit. Als letzten Song gibt es dann das brachiale Apokalypse von Armageddon (2016) auf die Ohren, womit sich die Show nach etwa einer Stunde Spielzeit dem Ende zuneigt. Fazit: Equilibrium spielen astreinen Party Metal und sorgen damit nachhaltig f√ľr gute Laune!

Armageddon

Preis: EUR 16,99

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24 neu & gebraucht ab EUR 8,86

Setlist Equilibrium @ Hamburg, Markthalle, (26.03.2018):

01. Prey
02. Heimat
03. Waldschrein
04. Verbrannte Erde
05. Blut im Auge
06. Die Weiden und der Fluß
07. Unbesiegt
08. Dämmerung
09. Born to Be Epic
10. Die Prophezeiung
11. Apokalypse

Gegen 21:30 Uhr betreten mit Dark Tranquillity endlich die langerwarteten Headliner des Abends die B√ľhne. Inzwischen ist die Markthalle sehr voll und wie bei jedem Besuch extrem stickig. Eine funktionierende L√ľftung? Fehlanzeige! Dieser Umstand h√§lt die Anwesenden jedoch nicht davon ab, S√§nger Mikael Stanne und seine f√ľnf Mitstreiter mit frenetischem Jubel zu empfangen. Das stampfende Encircled l√§utet das 16 St√ľcke umfassendes Set der kreativen Schweden ein, welches neben vielen St√ľcken vom letzten und f√ľr die Tour namensgebenden Release Atoma (2016), auch diverse √§ltere Klassiker beinhaltet. Zur visuellen Untermalung hat das Sextett eine Videoleinwand mitgebracht und so verschmelzen Bild und Klang stimmungsvoll zu einem Gesamtkunstwerk, welches sich am besten bei einem Glas Rotwein genie√üen l√§sst. Die meisten Zuschauer sehen das allerdings anders und feiern eher auf die wilde Art, indem sie rhythmisch ihre H√§upter sch√ľtteln. Bereits beim zweiten Song, Monochromatic Stains von Damage Done (2002), gibt es vorne den ersten Moshpit. Mikael Stanne – stilvoll in schwarzer Lederjacke – begr√ľ√üt das hamburgische Publikum warmherzig und ist stimmlich super in Form. Die kraftvollen Growls in Clearing Skies meistert er ebenso m√ľhelos wie den gef√ľhlvollen Klargesang in Forward Momentum.

Nach jedem Song bekommt die Band enthusiastischen Applaus, was vor allem dem sympathischen Frontmann immer wieder ein breites Grinsen entlockt. Das hypnotische Atoma befindet sich genau im Herzen der Setlist und bildet somit symbolisch deren Dreh- und Angelpunkt. In der zweiten H√§lfte des Konzerts setzen die Melodic-Death-Veteranen dann verst√§rkt auf √§lteres Material und erfreuen die Fans mit Krachern von Fiction (2007) und¬†Haven (2000). Dabei gehen S√§nger und Band immer wieder begeistert auf Tuchf√ľhlung mit den Zuschauern: An einer Stelle wirkt es so, als w√ľrde der Vokalist den ankommenden Stage Diver strahlend ‚Äöanbr√ľllen‚Äė. Als Zugaben kredenzen die Schweden schlie√ülich das innige¬†ThereIn, das groovige¬†Icipher,¬†und das epische Misery‚Äôs Crown. Der anschlie√üende Beifall will kaum enden und r√ľhrt die Band offenkundig. Einziges Manko ist das Fehlen des gro√üartigen The Mundane And The Magic, welches einige Tage zuvor noch auf der Setlist stand, und f√ľr mich pers√∂nlich das T√ľpfelchen auf dem i bedeutet h√§tte. In seiner Gesamtheit l√§sst sich der Abend jedoch definitiv als voller Erfolg f√ľr Bands und Fans verbuchen.

Atoma (Standard CD Jewelcase)

Preis: EUR 13,50

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Setlist Dark Tranquillity @ Hamburg, Markthalle, (26.03.2018):

01. Encircled
02.Monochromatic Stains
03.Clearing Skies
04. The Treason Wall
05. The Science of Noise
06. Forward Momentum
07. Final Resistance
08. Atoma
09. Force of Hand
10. The Lesser Faith
11. Terminus (Where Death Is Most Alive)
12. Inside the Particle Storm
13. The Wonders at Your Feet
14. ThereIn (Z)
15. Icipher (Z)
16. Misery’s Crown (Z)

Bildergalerien: Thomas Papenbreer

Geschrieben von
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