PROJECT PITCHFORK – Barcelona, Salamandra Sala 2 (21.01.2017)

Project Pitchfork, © Marius Meyer
    Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

    Project Pitchfork in der zweitgr√∂√üten Stadt des Landes und rund 200 Zuschauer sind mit dabei. Kl√§nge komisch, wenn man nicht dazu sagen w√ľrde, dass es nicht um Deutschland ging, wo in Hamburg regelm√§√üig volles Haus in deutlich gr√∂√üeren Hallen vermeldet wird, wenn die Band spielt, sondern um Spanien, wo die Band zun√§chst in der Hauptstadt Madrid und dann tags drauf auch in Barcelona spielte. Dort zeigte die Band, dass es sehr lohnenswert ist, auch mal einen weiteren Weg f√ľr sie auf sich zu nehmen, denn es ist immer wieder ein Erlebnis, Project Pitchfork mal im intimeren Rahmen zu sehen als es in den hiesigen Hallengr√∂√üen der Fall ist. Dabei legte nicht nur die Band eine ordentliche Spielfreude an den Tag, sondern auch das spanische Publikum zeigte, dass es zu feiern versteht.

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    Den Beginn des Abends machten aber zun√§chst um 21 Uhr die hierzulande leider noch sehr unbekannten Noiseed, die in Zweierbesetzung druckvollen Elektro auf die Menge loslie√üen. Eine Dreiviertelstunde lang spielten sie St√ľcke ihrer aktuellen EP Almost Human wie auch weitere St√ľcke, die sowohl aggressive als auch melodische Momente boten. St√ľcke wie Dark Matter agierten temporeich, S√§nger Omar Garc√≠a war stets in Bewegung und auch Sergio Torres an den Keyboards (wie auch zeitweise dem Drumpad) sah man an, dass sie ihren Spa√ü dabei hatten, an diesem Abend f√ľr Project Pitchfork er√∂ffnen zu d√ľrfen. Auch St√ľcke wie das eing√§ngige Action/Reaction verfehlten ihre Wirkung nicht und wurden vom Publikum gut angenommen. Als nach Start A Fire das Set endete, hatte man bereits einen gelungenen Start des Abends erlebt.

    Setlist NOISEED ‚Äď Barcelona, Salamandra Sala 2 (21.01.2017):

    01. C.I.S. (Collective Intellectual Suicide)
    02. Surrender
    03. Dark Matter
    04. Double Edged Pleasure
    05. Almost Human
    06. Disappear
    07. Action/Reaction
    08. Desert
    09. Start A Fire

    Etwa 20 Minuten sp√§ter betraten dann Project Pitchfork die B√ľhne und er√∂ffneten zun√§chst verhalten mit Continuum, das sich langsam aufbaute, bevor es zum Ende hin immer treibender wird und bereits f√ľr erste Bewegung sorgt. Zudem f√§llt auch direkt hier die N√§he zum Publikum auf ‚Äď ohne Fotograben ist man eben viel n√§her dran. Um die Stimmung direkt auf ein H√∂chstma√ü zu heben, brauchte es dann nicht mehr viel, sondern nur die ersten T√∂ne von Timekiller. Und je mehr man im St√ľck drin war, desto mehr war die Stimmung am Kochen, was nicht nur f√ľr die vorderen Reihen galt, sondern sich beinah durch den ganzen Saal erstreckte. Etwas, das sich auch im Laufe des Sets nicht √§ndern sollte, hierf√ľr war die Setlist nicht ausgelegt.

    Vor allem spielten Project Pitchfork hier ein Best Of-Set, aber auch das aktuelle Album Look Up I‚Äôm Down There wurde mit zwei Titeln gew√ľrdigt. Diese f√ľgten sich auch nahtlos in das Set ein, sodass beispielsweise Tit√Ęnes eine gute Figur direkt nach dem apokalyptischen Alpha Omega macht. Klassiker wie Conjure, Carrion und En Garde! funktionierten hervorragend, aber auch beispielsweise das auf der j√ľngsten Tour nicht so h√§ufig gespielte Steelrose wurde sehr gut vom Publikum aufgenommen. Immer wieder merkte man, wie sehr das Publikum diesen Abend erwartet zu haben schien. Neben einer generell sehr hohen Textsicherheit √§u√üerte es sich zum Beispiel sehr deutlich, als nach Souls ein Fan die B√ľhne st√ľrmte, um S√§nger Peter Spilles zu k√ľssen wie auch beim kollektiven Ausrasten zu K.N.K.A.

    Nach Beholder verlie√ü die Band im Anschluss zum ersten Mal die B√ľhne, lie√ü sich aber anschlie√üend auch nicht lange bitten, wiederzukommen. Zwei Zugabenbl√∂cke mit jeweils drei St√ľcken folgten noch. The Longing konnte hierbei f√ľr multiple G√§nseh√§ute sorgen, Fire And Ice ging ganz zur√ľck zum Deb√ľt-Album Dhyani, Existence beendete mit Tempo die erste Zugabe, bevor man im zweiten Zugabenteil mit Onyx und Lament St√ľcke der j√ľngeren Vergangenheit bot, bevor Rescue die Show nach etwa zwei Stunden sein Ende fand. Ein wirklich sehr gelungener Konzertabend, an den man gerne zur√ľckdenkt!

    Setlist PROJECT PITCHFORK ‚Äď Barcelona, Salamandra Sala 2 (21.01.2017):

    01. Continuum
    02. Timekiller
    03. Conjure
    04. Rain
    05. Alpha Omega
    06. Tit√Ęnes
    07. Steelrose
    08. Acid Ocean
    09. Carnival
    10. An End
    11. Souls
    12. Carrion
    13. Volcano
    14. En Garde!
    15. K.N.K.A.
    16. Beholder
    17. The Longing (Z)
    18. Fire And Ice (Z)
    19. Existence (Z)
    20. Onyx (ZZ)
    21. Lament (ZZ)
    22. Rescue (ZZ)

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