THE MINUTES & DEAD MAN’S EYES – K├Âln, MTC (23.02.2015)

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The Minutes wurden 2006 gegr├╝ndet und etablierten sich schnell zur einer Ber├╝hmtheit in ihrer Heimat. Nach diversen Gigs und Support Tourneen mit unter anderem The Strokes, Supergrass oder Flogging Molly, kamen schnell viele weitere Fans hinzu und das langersehnte Debutalbum Marcata r├╝ckte immer n├Ąher. Was folgte war eine erfolgreiche Tournee durch Europa und danach gab es erst mal eine lange Pause. Fast vier Jahre lang mussten Fans geduldig auf den Nachfolger zum erfolgreichen Debut Marcata warten und sich die Zeit mit Songs von der ersten Platte vertreiben. Jetzt sind The Minutes wieder mit neuer Energie zur├╝ck und machen dort weiter, wo sie aufgeh├Ârt haben. Zur Zeit kann man die Iren noch in M├╝nchen, Hamburg und Frankfurt live erleben, dass sollte man sich nicht entgehen lassen.

Am Montagabend spielten The Minutes aus Dublin im K├Âlner MTC und hatten einige neue Songs von der aktuellen Platte Live Well, Change Often dabei und begeisterten das Publikum mit ihrer explosiven Mischung aus Rock, Garage und Blues. Anfangs war der Club noch recht leer, doch das ├Ąnderte sich schnell. Nach und nach f├╝llte sich das MTC immer mehr und nachdem die lokalen Herzblutmusiker Dead Man’s Eyes mit einem etwas an Muse erinernden Sound und tollem Auftritt das Publikum bestens angeheizt hatte, wartete man gespannt auf The Minutes vor der B├╝hne und lauschte so lange der Musik im Hintergrund. P├╝nktlich um zehn Uhr schritt das irische Trio dann auf die B├╝hne und er├Âffneten das Set mit Heartbreaker. Auf gro├če Ansagen seitens der Band musste man den Abend ├╝ber verzichten, aber das w├╝rde irgendwie auch gar nicht zu den drei coolen Rockern Mark Austin (Stimme, Gesang), Tom Cosgrave (Stimme, Bass) und Shane Kinsella (Stimme, Schlagzeug) passen. Und so ging es locker weiter mit alten und neuen Songs wie Black Keys, Holy Roman Empire sowie Supernatural von der aktuellen Platte. Alles was die Iren an den Abend brauchten waren nur ein Drumset, Verst├Ąrker, etwas Bier und gut gelaunte Fans, die die Band zur H├Âchstleistung trieben. Songs wie The Black Keys oder Fleetwood vom ersten Album durften dabei nat├╝rlich nicht fehlen und wurden von der Menge erwartet. Auf dem H├Âhepunkt der Stimmung verabschiedeten sich The Minutes schlie├člich mit Cherrybomb und hinterlie├čen ihre durchgeschwitzten, aber gl├╝cklichen Fans in die kalte Nacht, die am Ende des Konzertes noch mal f├╝r ordentlichen Applaus sorgten. Was die Rocker pr├Ąsentierten war ehrlicher/ tanzbarer Rock’n’Roll ohne Schn├Ârkel und Glamour, daf├╝r mit viel Leidenschaft zur Musik und Konzentration auf das Wesentliche.

The Minutes:

Dead Man’s Eyes:

Fotos: Jan Focken

Geschrieben von
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