Waters – Out In The Light

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Waters – Out in the Light


Nach Port O┬┤Brien und diversen famili├Ąren Angelegenheiten, die nicht sein m├╝ssten, brauchte Frontmann Van Pierszalowski erstmal eine l├Ąngere Auszeit. Er entspannte in Norwegens (un)ber├╝hrter Natur, indem er dort in den Fjorden schwimmen ging oder einfach nur chillte, arbeitete kurzfristig auf der Lachsfarm seines Vaters in Alaska und schrieb in der freien Zeit neue Texte f├╝r ein neues musikalisches Projekt, dessen Name noch gefunden werden musste. Es wurde also Zeit f├╝r einen Neuanfang, nein besser, einen Neuaufbruch. Zum Leben ben├Âtigt jedes Lebewesen Wasser, ebenso f├╝r einen neuen Start: WATERS, der Name f├╝r das neue Kollektiv war gefunden, schlicht, aber einpr├Ągsam, dank der gro├čen Letter.

Das ganze Gebr├Ąu klingt nach Port O┬┤Brien, aber doch ganz anders: ÔÇ×Take Me Out To The CoastÔÇť beschreibt das Album recht gut. Es kommt Fernweh auf, Fernweh nach der amerikanischen Westk├╝ste. Abends am Strand mit Freunden rumh├Ąngen, dazu ein paar kaltgestellte Fl├Ąschchen Bier und die Live-Musik von WATERS, danach ein bisschen im Meer plantschen und von der Woge der Begeisterung sich nach ÔÇ×San FranciscoÔÇť tragen lassen.

Out In The Light, das ist liebevoll gemachte und arrangierte moderne Rock-Folk-Musik, ja, das ist kein Schreibfehler, nicht Folk-Rock-, sondern Rock-Folk-Musik mit Reminiszenzen an viele gro├čartige Bands der 60er- und 70er Jahre, mit viel Pathos und Brimborium und so, aber nicht zu viele Schn├Ârkel, sondern gerade richtig. Mal gibt es richtig was ins Gesicht, mal h├Ârt es sich an, als h├Ątte Jack Johnson uns einen Besuch abgestattet. Die Texte sind nie platt wie ein Flunder, die feine Instrumentalisierung nie so wuchtig wie eine John Cage-Komposition. Das sind die Zutaten f├╝r eine Schlachtplatte des sp├Ąten 2011er Jahrgangs.

Dieses Niveau zu halten, wird f├╝r Van Pierszalowski eine Mammutaufgabe, aber wer wei├č, vielleicht wird er sich nach diesem Album und der davon ausgehenden Tournee, wieder anderen Aufgaben widmen und schlussendlich ein weiteres Projekt aus dem Boden stampfen.

Tracklist:
01. For The One
02. O Holy Break Of Day
03. Out In The Light
04. Back To You
05. Ones You Had Before
06. Abridge My Love
07. If I Run
08. Take Me Out To The Coast
09. San Francisco
10. Mickey Mantle

Autor: Stefan Wei├č

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