Lesedauer: 6 Minuten
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Seine Stimme ist eine der markantesten Stimmen der deutschen Alternative-Szene, und sie geht sofort unter die Haut. Diese Stimme trägt Geschichten in sich, sie beschwört Erinnerungen herauf und entfaltet eine ganz eigene Sogwirkung, der man sich nur ganz schwer entziehen kann. Alexander Veljanov alias Veljanov gehört zweifellos zu jenen Künstlern, deren Gesang einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert besitzt. Als Stimme von Deine Lakaien hat er über Jahrzehnte hinweg die dunkleren, experimentierfreudigen Spielarten der Musik geprägt. Mit seinem Soloprojekt Veljanov geht der Sänger seit 1998 auch eigene Wege – und beweist dabei immer wieder, dass sich seine künstlerische Handschrift nicht auf ein einziges Genre reduzieren lässt.
„Der Song ist als musikalische Reise durch verschiedene Genres konzipiert, die durch den ganz eigenen Sound des ‚Veljanov-Kosmos‘ vereint werden. Der Titel ist als Aufruf gedacht, sich den Versuchen zu widersetzen, unsere freien, demokratischen Werte und Prinzipien zu zerstören, und den machthungrigen Feinden der Demokratie die Stirn zu bieten!“
Das Video zu „Nomos Shanderilan“ zieht mit seiner außergewöhnlichen und aufwendigen Ästhetik den Zuschauer auf jeden Fall in seinen Bann:
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Zwischen Dark Wave, elektronischer Avantgarde, Rock und musikalischer Grenzüberschreitung
Der deutsche Sänger mit Wurzeln im heutigen Nordmazedonien, Alexander Veljanov, gründete 1985 gemeinsam mit dem Komponisten und klassisch ausgebildeten Theaterpianisten Ernst Horn die Band Deine Lakaien. Damals traf der an zeitgenössischer, musikalischer Avantgarde interessierte Ernst Horn auf Veljanov, der Theater- und Filmwissenschaften studierte und aus der Dark-Wave- und Gothic-Szene kam. Zusammen kreierten sie einen Sound, der elektronische Avantgarde, Dark Wave und ungewöhnliche musikalische Arrangements miteinander verband und noch immer verbindet. Während diese Zusammenarbeit seit Jahrzehnten ein prägendes Kapitel der deutschen Alternative-Szene darstellt, eröffnet das Soloprojekt Veljanov einen anderen Blick auf den Künstler.
Hier darf sich seine musikalische Persönlichkeit jenseits des vertrauten Lakaien-Kosmos entfalten. Bereits mit „Secrets Of The Silver Tongue“ (1998), „The Sweet Life“ (2001) und „Porta Macedonia“ (2008) zeigte Veljanov, wie unterschiedlich sich seine Stimme in unterschiedliche Klanglandschaften einfügen kann. Zwischen melancholischer Eleganz, rockigen Akzenten und Western-Einflüssen, die über die Grenzen klassischer Dark-Wave-Ästhetik hinausreichen, entstand ein ganz eigenständiges musikalisches Universum. Seine Stimme bleibt dabei das charakteristische Zentrum: dunkel gefärbt, sonor und von einer immensen Ausdruckskraft.
„Shanderilan“ – Ein neues Kapitel nach langer Pause
Zwischen dem Vorgänger „Porta Macedonia“ aus dem Jahr 2008 und dem neuen Werk liegt eine ungewöhnlich lange Zeitspanne. Es als „Comeback“ zu bezeichnen, fühlt sich dennoch falsch an, hat Alexander Veljanov doch nie wirklich pausiert. Ganz im Gegenteil – war die längere Pause als Solokünstler einfach seinem vollgepackten Terminkalender mit anderen Verpflichtungen geschuldet.
Mit „Shanderilan“, das bei dem Label Prophecy Productions erscheint, steht nun das vierte Studioalbum von Veljanov in den Startlöchern. Es zeigt den ikonischen Sänger als gereiften Künstler, der sich in seinem Handwerk immer weiter der Perfektion annähert. Der Titel „Shanderilan“ ist dabei ein erfundener Name, der für ein dystopisches Land steht, in dem Freiheit und Rechte vorenthalten werden. Dieses Thema und die daraus resultierende, bittere Erkenntnis, dass humanistische Werte niemals als selbstverständlich angesehen werden dürfen und stets erkämpft werden müssen, ziehen sich durch das gesamte Album.
„Shanderilan“ besticht durch vielschichtige Arrangements, herausragendes Songwriting und natürlich diese dunkle, verführerische Baritonstimme mit dem charakteristischen Timbre. Momente raffinierter Schönheit gehen organisch in kaum verhüllte Wut über und versinken in hypnotisierender Dunkelheit oder entwickeln sich zu einer epischen Hymne.
Die hervorragende Produktion von „Shanderilan“ ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Alexander Veljanov und Goran Trajkoski, dem offiziellen Gitarristen von Veljanovs Band, der zugleich ein renommierter mazedonischer Komponist ist, der mehr als 100 Film- und Theaterpartituren geschrieben hat. Dazu zählt auch die Musik für den Oscar-nominierten Film „Before the Rain“ des mazedonischen Regisseurs Milčo Mančevski, der den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig gewann.
Bereits die kürzlich veröffentlichte Titelliste, macht neugierig, wie der Musiker das Thema der Dystopie und den Kampf um die Freiheit musikalisch ausgearbeitet, interpretiert und vertont hat.
„Nomos Shanderilan“ – Like a Morpheus‘ dream

Hinter dem ungewöhnlichen Titel verbirgt sich mehr als eine klangvolle Wortkombination. „Nomos“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie Gesetz oder Ordnung und bezieht sich damit auf die Dystopie ohne Rechte und Gerechtigkeit. Inhaltlich richtet Veljanov den Blick auf die Verteidigung humanistischer Werte und persönlicher Freiheit. Der Song thematisiert die Kräfte, die versuchen, bestehende Prinzipien auszuhöhlen, und stellt ihnen die Notwendigkeit entgegen, Freiheit und Selbstbestimmung zu bewahren.
Damit gewinnt die Single eine politische Dimension und zeigt einmal mehr auf, dass humanistische Grundwerte Konstanten sein müssen, die unabhängig vom gesellschaftlichen Klima bestehen bleiben. Sie benötigen Menschen, die für sie eintreten und Entwicklungen kritisch hinterfragen.
„Hatred, your ticket to paradise
Yes, there is no other choice “
Mit „Nomos Shanderilan“ erhält die Rückkehr des Soloprojektes einen Auftakt, der nicht nur musikalisch Aufmerksamkeit erzeugt, sondern auch inhaltlich Stellung bezieht. Die Single macht neugierig auf die weiteren Facetten des Albums und auf die Frage, welche Klangfarben Veljanov seinem Solowerk diesmal hinzugefügt hat, zeigt doch „Nomos Shanderilan“ wie bereits „The Man With The Silver Gun“ Western-Einflüsse, die an Johnny Cash erinnern. Nur wenige Künstler schaffen es so mühelos, einen klassischen Country-Sound mit Rock und Synthesizern zu verbinden wie Veljanov in seinem Eröffnungstrack „Nomos Shanderilan“. Und doch verliert Veljanovs Werk niemals die charakteristische Handschrift des Künstlers.
Ein Musikvideo zwischen Schatten und Licht

Die Inszenierung des offiziellen Musikvideos orientiert sich an einer atmosphärischen Noir-Ästhetik, die von Kontrasten, einer spannungsvollen Atmosphäre und dem Spiel mit Licht und Schatten lebt. Die konsequente Schwarz-Weiß-Ästhetik nimmt den Bildern die Ablenkung durch Farbe und lenkt die Aufmerksamkeit auf Form, Textur, Lichtführung und Körpersprache. Aus der Komposition überdimensionierter Lautsprecher, der Tänzerin in Weiß, der zerbrochen wirkenden Justitia, Spiegel, Leitern und der riesigen Uhr entsteht eine surreale, fast traumartige Welt. Eine Welt, in der sich Fragen nach Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Orientierung stellen lassen: Wer bestimmt, was wir als Wirklichkeit wahrnehmen? Was bleibt von Gerechtigkeit, wenn die Institutionen, die sie schützen sollen, selbst brüchig werden?
Das Video begleitet den Song nicht nur als zusätzliches Veröffentlichungsformat, sondern erweitert den gesamten künstlerischen Eindruck um das Visuelle. Es erschafft eine poetische Allegorie auf eine Welt, deren Ordnung brüchig geworden zu sein scheint. Die Symbole von Gerechtigkeit, Erkenntnis, Zeit und Kommunikation sind noch da, wirken aber beschädigt, übermächtig oder aus ihrem gewohnten Zusammenhang gelöst. Und dazwischen Veljanov! Als Stimme, die diese Welt nicht nur beschreibt, sondern dazu auffordert, genauer hinzusehen.
Da kommt noch was!
Mit „Nomos Shanderilan“ meldet sich Veljanov nicht einfach nur mit neuer Musik zurück. Die Single verbindet die dunkle, vielschichtige Klangwelt seines Soloprojekts mit einem gesellschaftlich relevanten Thema und eröffnet einen vielversprechenden Ausblick auf das kommende Album. Umso größer ist die Vorfreude darauf, welche musikalischen Facetten „Shanderilan“ noch offenbaren wird – und welche der neuen Songs ihren Weg auf die Bühne finden werden. Schließlich dürfte die anstehende „Shanderilan“-Tour Gelegenheit bieten, das neue Material auch live zu erleben.
Dass Veljanov sein Publikum noch überraschen wird, steht außer Frage. Dass das, was auf das Publikum wartet, hervorragend sein wird, davon kann man bereits jetzt ausgehen. Ein neues Album bedeutet nicht zwangsläufig, an frühere Erfolge anzuknüpfen oder bewährte Muster zu wiederholen. Gerade Veljanovs bisherige Solodiskografie lebt von ihrer Unterschiedlichkeit. Die Rückkehr mit „Shanderilan“ darf deshalb auch als Einladung verstanden werden, sich erneut auf diesen Ausnahmekünstler einzulassen, der sich ungern in musikalische Schubladen stecken lässt.
Das Album „Shanderilan“ kann bereits jetzt hier vorbestellt werden. Im Rahmen der am 03.11.2026 in Köln startenden „Shanderilan“-Tour wird die aktuelle Singleveröffentliung auch als 7“-Vinyl-Single am Merch-Stand erhältlich sein. Tickets für die kommenden Konzertevents sind im Vorverkauf hier erhältlich!
Tracklist SHANDERILAN (Erscheinungstermin: 15. Januar 2027)
CD1:
1. Nomos Shanderilan
2. Take a Knee
3. Perfect World
4. Nightbird
5. Alphabet (1)
6. Our Mother the Mountain
7. Juno & Adora
8. Annabel 2026
9. Alphabet (2)
Bonus CD (artbook only):
1. I who have nothing
2. Lied für Annabel Lee
3. Nomos Shanderilan (Remix)
Termine VELJANOV
07.08.2026 (DE) Nürnberg, Hirsch
03.11.2026 (DE) Köln, Club Volta
04.11.2026 (DE) Oberhausen, Kulttempel
07.11.2026 (DE) Jena, F-Haus
08.11.2026 (DE) Wiesbaden, Schlachthof Wiesbaden
09.11.2026 (CH) Fraufenfeld, Eisenwerk
10.11.2026 (AT) Salzburg, Rockhouse
11.11.2026 (DE) München, Backstage
13.11.2026 (DE) Berlin, Peter Edel
14.11.2026 (DE) Leipzig, Moritzbastei (Sold Out!)
15.11.2026 (DE) Braunschweig, KufA Haus
17.11.2026 (DE) Hamburg, Markthalle Hamburg
18.11.2026 (DE) Osnabrück, Botschaft
VELJANOV unterschreibt bei Prophecy Productions: „Shanderilan“ erscheint 2027
VELJANOV kündigt Solo-Tour 2026 an und arbeitet an erstem neuen Album seit 2008
Weblinks VELJANOV
Webseite: www.veljanov.de
Facebook: @Veljanovfanpage
Instagram: @veljanovofficial
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