Lesedauer: 4 Minuten
Lesedauer: 4 MinutenAm 16. Oktober 2026 veröffentlicht Eivør Pálsdóttir ihr neues Studioalbum „TUNGL“ über Nuclear Blast Records. Der Titel ist das färöische Wort für Mond und gibt die thematische Richtung des Werks vor. Nach „Enn“ aus dem Jahr 2024 führt die Musikerin ihre Entwicklung hin zu einer dunkleren, stärker atmosphärisch geprägten Klangsprache fort. Dabei geht es nicht allein um die nächtliche Natur ihrer Heimat, sondern auch um Erinnerungen, Verlust, Veränderung und die Suche nach Orientierung. Zehn Songs bilden ein musikalisches Gefüge, in dem nordische Traditionen, elektronische Produktion und Eivørs außergewöhnliche Stimme aufeinandertreffen. Der Mond wird dabei zum Sinnbild für die wechselnden Phasen des Lebens und für jene Momente, in denen selbst vertraute Wege im Dunkeln liegen.
Was hinter diesem Konzept steckt, beschreibt die Sängerin selbst als eine Auseinandersetzung mit den Veränderungen, die das Leben prägen: „Tungl explores the ever-changing cycles of life – its songs move between moments of tenderness and heartache, love and loss, and the emotional tides that shape us.“ Der Mond dient ihr dabei als Wegweiser durch schwierige Phasen, als Bild für Widerstandskraft und Erneuerung. Diese Perspektive verbindet die einzelnen Songs, ohne sie auf eine einzige Lesart festzulegen. Zärtlichkeit und Schmerz, Nähe und Verlust stehen nebeneinander, während die Musik zwischen zurückgenommenen Momenten und kraftvollen Ausbrüchen wechselt. Eivør knüpft damit an die emotionale Tiefe ihrer bisherigen Arbeiten an, verschiebt den Schwerpunkt jedoch weiter in Richtung dunkler, elementarer Klanglandschaften.
Mit „Og Mánin Græt / And The Moon Cried“ steht zum Albumrelease der Eröffnungstrack im Mittelpunkt. Das Stück geht auf eine Erinnerung aus Eivørs Kindheit zurück. Als kleines Mädchen blickte sie in den dunklen Nachthimmel und fragte sich, weshalb der Mond immer so traurig aussah. Sie begann, sich mögliche Gründe dafür auszumalen, bis ihre Fantasie eigene Wege einschlug. „The song is about a faint memory that still lingers, almost like a dream“, erklärt sie. Aus dieser scheinbar kleinen Beobachtung entwickelt sich ein Song über die eigentümliche Beständigkeit von Erinnerungen, die mit der Zeit verblassen und dennoch etwas in uns hinterlassen. Der Titel verbindet diese persönliche Geschichte mit der übergeordneten Mondsymbolik des Albums. Das dazugehörige Musikvideo wurde von dem färöischen Regisseur Gwenaël Akira Helmsdal Carré realisiert, der neben der Regie auch Kameraarbeit und Postproduktion übernahm.
Die visuelle Umsetzung folgt der emotionalen Bewegung des Songs. Carré verbindet die raue Natur der Färöer-Inseln mit einer traumartigen, stellenweise verzerrten Wirklichkeit. Landschaft und Erinnerung scheinen ineinander überzugehen, als würde sich das Erlebte im Rückblick immer wieder verändern. Eivør hebt insbesondere die Fähigkeit des Regisseurs hervor, ihre Musik in Bilder zu übersetzen: „I just love how he understands my music in such a visual way and how he manages to capture the raw emotions, nature and a distorted dream like reality that captures the essence of this song beautifully.“ Das Video ist damit nicht bloß eine Begleitung zur Single, sondern greift die Verbindung aus Natur, innerer Wahrnehmung und Erinnerung auf, die auch das Album prägt.
Musikalisch setzt „TUNGL“ auf schwere Bässe, elektronische Texturen und kraftvolle Rhythmen, die Eivørs Stimme einen ebenso dynamischen wie offenen Raum geben. Ihre Gesangstechnik bewegt sich zwischen zerbrechlicher Intimität und eindringlicher Intensität, zwischen nordisch geprägten Vokaltraditionen und modernen Arrangements. Die färöischen Titel und ihre englischen Entsprechungen unterstreichen dabei die Verbindung zwischen ihrer Herkunft und einem internationalen Publikum. Zu den bereits vorab veröffentlichten Stücken gehören „Healer“, „Drekafljóð / Dragon Maiden“, „Verjugarðar / Walls“ und „Spøkilsir / Revenants“. Sie haben unterschiedliche Facetten des Albums erkennen lassen, von der Suche nach innerer Heilung über die Auseinandersetzung mit Grenzen bis hin zu den Schatten der Vergangenheit. In der vollständigen Albumfolge erhalten diese Themen nun ihren gemeinsamen Rahmen.

Tracklist:
01. Og mánin græt / And The Moon Cried
02. Drekafljóð / Dragon Maiden
03. Verjugarðar / Walls
04. Spøkilsir / Revenants
05. Hinumegin / The Other Side
06. Healer
07. Eon
08. Tann tú saknar / The One You Long For
09. Fangað (feat. Elinborg) / Trapped
10. Everyone But Me
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Mit „TUNGL“ setzt Eivør ihre musikalische Entwicklung fort, ohne die Verbindung zu ihren färöischen Wurzeln aufzugeben. Seit mehr als zwei Jahrzehnten bewegt sie sich zwischen Folk, Rock, Jazz und elektronischer Musik und hat mit ihrer Arbeit für Produktionen wie „The Last Kingdom“ sowie die Videospielreihen „God of War“ und „God of War Ragnarök“ auch international ein großes Publikum erreicht. Nach den Albumrelease-Konzerten auf den Färöern und in Island folgen im Herbst 2026 Auftritte in Nordamerika. Im Frühjahr 2027 führt sie ihre Europatournee durch zahlreiche Länder, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. „TUNGL“ ist ab sofort über Nuclear Blast Records erhältlich.
EIVØR: Live Europa 2027
24.02.2027 (DK) Kopenhagen, Store Vega
26.02.2027 (DK) Aarhus, Train
27.02.2027 (DE) Hamburg, Docks
02.03.2027 (BE) Brüssel, AB
03.03.2027 (LU) Esch-sur-Alzette, Kulturfabrik
06.03.2027 (FR) Paris, Olympia
07.03.2027 (UK) London, O2 Forum Kentish Town
09.03.2027 (DE) Köln, Live Music Hall
10.03.2027 (DE) Stuttgart, LKA Longhorn
11.03.2027 (DE) Frankfurt am Main, Batschkapp
13.03.2027 (CH) Bern, Bierhübeli
14.03.2027 (IT) Mailand, Live Club
15.03.2027 (AT) Wien, Ottakringer Brauerei
16.03.2027 (DE) München, Kesselhaus
18.03.2027 (CZ) Prag, Roxy
19.03.2027 (DE) Dresden, Reithalle Straße E
20.03.2027 (DE) Berlin, Huxleys Neue Welt
21.03.2027 (PL) Warschau, Progresja
23.03.2027 (LT) Vilnius, Loftas
24.03.2027 (FI) Helsinki, Kulttuuritalo
26.03.2027 (SE) Stockholm, Vasateatern
27.03.2027 (SE) Göteborg, Pustervik
Tickets bekommst du hier: eventim.de
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Eivør kündigt mit „Drekafljóð / Dragon Maiden“ neues Studioalbum „TUNGL“ an
Weblinks EIVøR:
Webseite: www.eivor.com/
Facebook: @eivormusic
Instagram: @eivormusic
YouTube: @eivormusic
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