TOTAL FRAKTAL – Was Corona mit uns macht und was nicht (Teil 3)

Geschätzte Lesezeit: 5 Minute(n)

Im dritten Teil unseres Redaktion-Specials „Total Fraktal – Was Corona mit uns macht uns was nicht“ haben wir uns gefragt, inwiefern die Pandemie unser VerhĂ€ltnis zu unserem Lieblingsthema – die Musik – verĂ€ndern hat. Nimmt sie weiterhin einen wichtigen Stellenwert ein oder wird sie von anderen Notwendigkeiten ĂŒberdeckt? Oder ist es ein „Aus den Augen aus dem Sinn“? Denn sind wir mal ehrlich: Das letzten Live-Konzert liegt auch fĂŒr uns schon lĂ€nger in der Vergangenheit. Oder bringt uns der Altruismus und das allgemeine Herunterfahren zur Erkenntnis, dass Musik, dass Kultur tatsĂ€chlich systemrelevant sind?

Denn sagt mal:

Welche Rolle spielt die Musik zur Zeit?

Michael Gamon
Leider eine etwas geringere als ĂŒblich. Zum einen entfallen derzeit natĂŒrlich die von mir so geliebten Konzerte und Festivals, zum anderen stapelt sich hier aktuell die Musik, die gehört werden möchte, da ich nur bedingt Zeitfenster finde, diese mit der notwendigen Ruhe zu hören. Das ist dann so ziemlich das Einzige, was ich an den fast durchweg wegfallenden Fahrten zu und von der Arbeit vermisse, da der 40minĂŒtige Weg jeweils eine tolle Möglichkeit war, Musik zu hören. Wenn ich aber dazu komme Musik zu hören, dann hilft sie einzutauchen in andere SphĂ€ren, vom Alltag abzuschalten und zu trĂ€umen, eskalieren oder gar tanzen 😀

 

Claudia Helmert
Eine Möglichkeit des (gar nicht so einseitigen) Austauschs, des Aufnehmens von GefĂŒhlen, die aus der derzeitigen Lage entfĂŒhren und forttragen können, wenn man es zulĂ€sst.

 

 

 

Marius Meyer
Sie spielt zur Zeit eigentlich dieselbe Rolle wie immer: eine ziemlich Große! Als bestĂ€ndiger Begleiter, als TrĂ€ger von Emotionen und auch als VerknĂŒpfung zu manchen Situationen und Lebensabschnitten. Da im Moment mehr Zeit fĂŒr sie ist, schwelgt man mit Musik auch gerne mal in Erinnerungen. Hinzu kommt: Oft merkt man, was einem fehlt, ja gerade dann sehr deutlich, wenn es weg ist. Konzerte beispielsweise. Ich vermute mal, dass jeder, der gerne auf Konzerte geht, sich auf ewig sehr gut an die letzten Konzerte erinnern können wird, die er/sie vor der Krise noch besucht hat.

 

 

Steffen Seth Prohn
Insofern, dass ich jetzt natĂŒrlich mehr Musik höre als vor der Pandemie, hat sie an Gewicht fĂŒr mich dazu gewonnen. Aber die Bedeutung ist die gleiche: Mich emotional bei der aktuellen BeschĂ€ftigung unterstĂŒtzen. Den Hintergrund mit Ambiente ausfĂŒllen. Mir helfen abzubauen und GefĂŒhle zu verarbeiten. Abschalten.
Und natĂŒrlich hab ich auch schön Zeit auch mal mehr in neue Dinge rein zu hören, was mich mega freut. So viele neue Entdeckungen in so wenigen Wochen!

 

 

Frank Stienen
Musik spielte immer eine große Rolle in meinem Leben. Seit ich in zwei Bands spiele, natĂŒrlich um so mehr. Ich kann nicht behaupten, dass ich nun mehr Musik höre als vorher, aber mehr eigene Musik mache.

 

 

 

Patrick Friedland
Leider eine deutlich geringere als sonst. Was vor allem damit zusammenhĂ€ngt, dass ich Musik privat in vielen FĂ€llen als “Vorbereitung” fĂŒr Live-Konzerte höre. Höre ich nun Musik, werden meine Gedanken zwangslĂ€ufig wieder auf die Tatsache gelegt, dass dies auf viele, viele Monate nicht mehr möglich sein wird. Das sorgt nur fĂŒr zusĂ€tzliche Frustration 


 

 

Katja Spanier
MerkwĂŒrdige Frage 
 😉 Daran wird keine Pandamie etwas Ă€ndern.

 

 

 

Cynthia Theisinger
Ich glaube, das hat sich nicht verĂ€ndert. Bis auf, dass die Konzerte und Festivals fehlen und damit das live Erlebnis, das “Anfassen”. Ansonsten wird weiterhin in fast jeder Lebenslage Musik gehört – und ich bin froh ĂŒber jeden KĂŒnstler, der in dieser Zeit ein Album rausbringt und damit neuen Input schafft.

Britta Flachmeier
Ich habe aktuell weder mehr noch weniger Zeit Musik zu hören. Ich höre sie auf dem Weg zur Arbeit, mal lĂ€uft sie im Hintergrund und hin und wieder wĂ€hle ich Songs auch sehr bewusst aus. Grade jetzt, wenn das Wetter so schön sonnig ist, lief mein persönlicher “Sommer, Sonne, Sonnenschein” Mix, wĂ€hrend ich auf der Terrasse bin. Meist sind das Lieder, bei denen ich (im besten Falle) gute Laune bekomme 🙂 Man könnte also sagen, dass Musik ein Stimmungsaufheller zur Ablenkung sein kann.

Jan Rombout
Musik spielt nicht wirklich eine stÀrkere Rolle als sonst auch.
Auf meinem Facebook-Profil poste ich jeden Tag einen Song, Àhnlich wie den Song Of The Day bei Monkeypress. Nur schreibe ich dazu ein paar persönliche Gedanken.

Holger BĂŒcker
Vielleicht sogar eine noch grĂ¶ĂŸere als ansonsten. Sofern das ĂŒberhaupt möglich ist.
Musik ist fĂŒr mich RĂŒckzugsort, Therapeut, Motivator, 

Ich höre sehr viel ĂŒber Kopfhörer und mit dem Homeoffice jetzt auch tagsĂŒber viel mehr. Wenn ich lĂ€ngere Fachartikel lesen muss, klappt das -nicht immer- mit Musik mitunter besser.

Angela Trabert
Musik spielt in meinem Leben immer eine große Rolle, gerade auch live! Derzeit höre ich viele Dinge, die ich nie gehört habe, erweitere damit meinen Horizont. Allerdings regt mich das, was so im ĂŒblichen Radio gespielt wird, immer mehr auf. Es gibt so viele richtig gute KĂŒnstler, die man aber nie zur Kenntnis nehmen wĂŒrde, wenn man nur Radio hören wĂŒrde. Ich finde, gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk kommt hier seinem Informations- und Bildungsauftrag nur höchst mangelhaft nach. Aber zum GlĂŒck gibt es ja andere Möglichkeiten der Information und Orientierung. Derzeit höre ich viel in den Funk- und Soulbereich hinein. Vieles davon lĂ€sst sich beim Homeoffice verdammt gut hören. Und meine Liste von KĂŒnstlern, die ich nach Corona gerne live sehen möchte, wird immer lĂ€nger 😉

Dennis Kresse
Keine nennenswert andere Rolle als vor der Pandemie. Die Pflege meiner eigenen Homepage nimmt viel Zeit in Anspruch und ich versuche mit Newsmeldungen und Rezensionen den Verlust der Live Konzerte ertrÀglich zu halten

 

Christian Daumann
Die gleiche wie immer. Ohne Musik ist das Leben langweilig. Aber vermutlich ist das jetzt eine langweilige Antwort.

Anja LĂŒtz
Musik spielte schon immer eine sehr große Rolle in meinem Leben, das hat sich nicht geĂ€ndert. Nur die Form des Erlebens ist anders geworden – man kann sich momentan nicht mehr auf Konzerten treffen, aber dafĂŒr dann im Live-Chat wĂ€hrend Video-PrĂ€mieren beispielsweise.

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