THE CHAINSMOKERS – World War Joy

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Unsere Bewertung:


7 Gesamtnote

Gesamtnote

7

Manchmal muss man sich eben auch die eigenen Bildungsl├╝cken eingestehen. Wenn man bei The Chainsmokers an eine verkopfte, vielleicht gar philosophische Angelegenheit denkt, ist ziemlich auf dem Holzweg. Nicht nur diejenigen, die sich ├╝ber die Welt viele oder eventuell gar zu viele Gedanken machen, erf├╝llen im k├╝nstlerischen Schaffen das Bild des Kettenrauchers, es kann auch anders sein: The Chainsmokers sind im Electro, teils housigen und sehr oft auch an der Grenze zum Pop Befindlichen musikalisch zu Hause. Die Tracks des Albums, die ├╝ber die Zeit verteilt nach und nach bereits zu h├Âren waren, haben ├╝ber 1,3 Millionen Streams eingebracht, jetzt erscheinen sie auf Albuml├Ąnge, zusammen mit weiteren neuen Tracks.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Der Einstieg ins Album gelingt durch The Reaper gemeinsam mit Amy Shark schon einmal. Verhalten, mit einer lockeren Nachdenklichkeit, pulsiert hier der Beat und man ist gespannt mitten im Geschehen. Ist es tanzbarer Pop? Poppiger Dance? Man wei├č es nicht immer genau, aber die Handschrift des Duos ist erkennbar. Dazu gibt es wechselnde Features, die mal mehr mal weniger ├╝berraschen. Zudem bringen sie stets ihre eigene Note mit. Ist die bereits erw├Ąhnte Amy Shark eine australische Indie-S├Ąngerin, so bringt beispielsweise in See That Way mit Sabrina Claudio eine puertorikanische Songwriterin ihre eigene Note mit ein und reichert den Sound der Chainsmokers an.

Was immer auff├Ąllt: Auch wenn die gastierenden Musiker teilweise vom Genre der Chainsmokers weit weg sind, f├╝gt es sich stets wieder gut in den Sound ein. Auch Bebe Rexha beispielsweise, die zwar auch Pop macht, aber ansonsten nicht viel mit The Chainsmokers gemein hat, ist hier in Call U Mine eine passende Erg├Ąnzung. Als Exoten d├╝rften dann noch Blink-182 gelten, die in P.S. I Hope YouÔÇÖre Happy mit von der Partie sind. Wenig ├╝berraschend, dass es hier dann auch tats├Ąchlich einen rockigen Einschlag mit sich bringt, was zu h├Âren ist. Der Beat-lastige Sound bleibt dennoch erhalten, sodass es im Gros weiterhin Electropop ist, was erklingt, dennoch aber die wohl ÔÇ×lauteste NummerÔÇť des Albums darstellt.

Eigentlich, so k├Ânnte man meinen, erscheint das Album nun zur falschen Jahreszeit ÔÇô sofern man Musik auf diese Art und Weise einzuordnen versucht. Man hat hier eine Sammlung von zehn St├╝cken, die ├╝berwiegend ein sonniges Gem├╝t mit sich bringen und eben auch in die entsprechende Jahreszeit passen w├╝rden. Elektropoppig geht es zu, tut dem H├Ârer nicht weh und man schafft ÔÇô gerade auch durch die vielen gefeatureten K├╝nstler ÔÇô eine Menge Abwechslungsreichtum. Was man ein wenig vermisst, ist der rote Faden in der Zusammenstellung. Es ist eher eine Compilation. Nicht immer springt der Funke ├╝ber, mit seinen zehn St├╝cken ist das Album insgesamt recht kurz geworden. Dennoch kann das, was man h├Ârt gefallen. Eine solide Angelegenheit.

Tracklist THE CHAINSMOKERS ÔÇô World War Joy:

01. The Reaper (feat. Amy Shark)
02. Family (with Kygo)
03. See The Way (feat. Sabrina Claudio)
04. P.S. I Hope You’re Happy (feat. Blink-182)
05. Push My Luck
06. Takeaway (with Illenium feat. Lennon Stella)
07. Call You Mine (feat. Bebe Rexha)
08. Do You Mean (feat. Ty Dolla Sign & B├╝low)
09. Kills You Slowly
10. Who Do You Love (feat. 5 Seconds Of Summer)

Weblinks THE CHAINSMOKERS:

Homepage: www.thechainsmokers.com
Facebook: www.facebook.com/thechainsmokers
Twitter: www.twitter.com/thechainsmokers

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