SCHANDMAUL – Artus

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Unsere Bewertung:


8 Gesamtnote

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8

Man könnte es sich natĂŒrlich ganz einfach machen. Musik mit mittelalterlichen Elementen, Dudelsack und Flöten, dazu noch der Titel Artus. Billiges Erfolgsrezept und so halt. So einfach könnte man es sich machen, wenn man eigene Vorbehalte gegenĂŒber dieser Art von Musik aufrechterhalten will, ohne sich ĂŒberhaupt mal mit dem auseinanderzusetzen, was da auf dem neuen Album von Schandmaul dargeboten wird. Klar, dass man damit in die Top 3 der Charts einsteigt, mag man sagen. Aber: Man sollte dabei nicht ĂŒbersehen, dass es auch immer wieder Bands gibt, die sich eine solche Position erarbeitet und verdient haben. So eben beispielsweise Schandmaul, die mit Artus ein wirklich gelungenes zehntes Studio-Album abgeliefert haben.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Man merkt es schon beim eröffnenden Der Meisterdieb. Eine Rocknummer mit gut dosiertem Dudelsack, der zu keiner Zeit droht, den Rest zu ĂŒbertönen. Ein gelungenes Songwriting, druckvolle RockklĂ€nge und die gesanglich gut erzĂ€hlte Geschichte des besagten Diebes ebnen einen guten Einstieg in Artus. Der TotengrĂ€ber setzt es in der Folge passend fort und zeigt dabei auf, dass Schandmaul auch auf diesem Album Abwechslungsreichtum im Sinn hatten. Harmonisch trapsende KlĂ€nge mit Flöten in den ersten Strophen, Streicher gesellen sich dazu, im Chorus hingegen werden die Gitarren laut und es baut sich eine mitreißende AtmosphĂ€re auf. Man weiß an dieser Stelle schon: Der Einstieg in das Album ist der Band definitiv gelungen.

Im weiteren Verlauf der Scheibe fĂ€llt positiv auf: Der Einstieg war kein Zufall. Auch im weiteren Verlauf des Albums zeigen Schandmaul immer wieder, dass sie QualitĂ€t und Abwechslungsreichtum großschreiben in ihren KlĂ€ngen. KapitĂ€n beispielsweise zeigt, dass sie auch im balladeskeren Bereich eine gute Figur abgeben. AtmosphĂ€risch mit dezenter Percussion und Gitarren, die zwischen Ruhe und Dramatik agieren, wird auch hier das Können der Band herausgestellt. Und auch hymnisch kann die Band. Das bereits vorab veröffentlichte Die Insel Ynys Yr Afallon stellt es beispielsweise gut heraus. Im mittleren Tempo entsteht im Chorus eine GĂ€nsehaut-AtmosphĂ€re.

Im Gesamten bewegt sich das Album durch und durch auf einem hohen Niveau und zeigt keinerlei Schwachstellen. Man merkt, dass Schandmaul keine Band ist, die sich auf ihren Lorbeeren ausruhen will, sondern stets mit neuen KlÀngen und AnsÀtzen punkten will. Mit Artus ist dies auf jeden Fall gelungen!

Tracklist SCHANDMAUL – Artus:

01. Der Meisterdieb
02. Der TotengrÀber
03. Vagabunden
04. Froschkönig
05. Auf und davon
06. KapitÀn
07. Oboe
08. Chevaliers
09. Die Tafelrunde
10. Der Gral
11. Die Insel Ynys Yr Afallon
12. Der weiße Wal

Weblinks SCHANDMAUL:

Homepage: www.schandmaul.de
Facebook: www.facebook.com/Schandmaul
Twitter: www.twitter.com/Schandmaul

Artus

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Geschrieben von
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