EISFABRIK – Null Kelvin

EISFABRIK - Null Kelvin
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8 Gesamtnote

Gesamtnote

8

Manchmal ist es gar nicht so leicht, wenn man einfach nur eine Rezension zu einem Album schreiben will. So zum Beispiel bei Null Kelvin, dem neuen Werk von Eisfabrik. Im Vorfeld wurde zunächst ein Download angeboten, der allerdings so verrauscht war, dass ein objektives Hören kaum möglich war. Auf Nachfrage nach einer „hörbaren“ Version gab es einen Verweis auf den Stream – ganz ohne die Möglichkeit, das Album auch „stationär“ in Ruhe hören zu können, sondern eben nur im Browser. Nicht leicht, dann eine unvoreingenommene Rezension zu bringen. Nun aber ist das Album draußen, das Thema wurde als wichtig empfunden, daher einfach mit dem frisch erworbenen fertigen Produkt mal einen Blick drauf geworfen…

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Klar, die Band bleibt ihrer Thematik treu und im Intro Sein erstes Lied erfährt man schon einmal von der Temperatur, ab der der Atem gefriert. Einer Gefahr, der man auf Null Kelvin aber nicht ausgesetzt ist, denn trotz der kühlen Elektroklänge wird dem Freund der Elektronik warm ums Herz, wie schon Shadows zeigt, das auf den Opener folgt. Tanzbar-kühle Sounds, die einerseits zwar die kühle Seite haben, andererseits aber auch Eingängigkeit nicht vermissen lassen. Ein Rezept, das auf dem Album immer wieder aufgeht, beispielsweise auch bei Titeln wie White Out oder Brother, die mit der pulsierenden Elektronik für eine angenehme Tanzbarkeit sorgen.

Insgesamt geht es dabei immer wieder sehr treibend zu, ruhigere Momente bleiben stark in der Unterzahl. Eindeutig: Der Vorbote Schneemann war sehr repräsentativ für das, was auf dem Album zu hören ist. Ein hohes Tempo, der Beat peitscht nach vorne und der einzige Unterschied von Schneemann zum überwiegenden Rest des Albums ist, dass hier auf Deutsch gesungen wird. Gerade an dieser Stelle wäre, wenn man es so sehen wollen würde, einer der wenigen Angriffspunkte des Albums zu finden: Die Arrangements auf Null Kelvin weisen teilweise eine gewisse Ähnlichkeit auf. Dies aber beschreibt eher die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen, denn natürlich sind es Stücke von derselben Band, die eben eine gewisse Handschrift tragen, dabei aber keineswegs monoton wirken.

Vor allem lässt sich zu Null Kelvin konstatieren, dass Eisfabrik hier ihren Sound weiter gefestigt haben und ihre Klänge weiter perfektionieren konnten. Ganz klar: Eisfabrik gehen weiterhin einen klaren Weg, dem man gerne weiterhin folgt. Natürlich auch auf der anstehenden Tour. Bis die Shows beginnen, bereitet aber auch das neue Album große Freude.

Tracklist EISFABRIK – Null Kelvin:

01. Sein erstes Lied
02. Shadows
03. Soon Enough
04. The Choice
05. Schneemann
06. White Out
07. Brother
08. Too Many Miles
09. Follow The Light
10. Payback
11. Still Alive
12. No Time To Regret
13. Sein letztes Lied

Weblinks EISFABRIK:

Homepage: www.eismusik.de
Facebook: www.facebook.com/eisfabrikofficial

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