BETTINA K├ľSTER – Kolonel Silvertop

Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Unsere Bewertung:


8 Gesamtnote

Gesamtnote

8

1959 fing alles an. Oder f├Ąngt alles an? Richtige Antwort ist ÔÇ×beidesÔÇť. Im Jahr 1959 wurde Bettina K├Âster geboren, das St├╝ck, das ihr neues Album Kolonel Silvertop er├Âffnet, hei├čt ebenfalls 1959. Die Band, die sie bekannt gemacht hat ÔÇô Malaria! ÔÇô ist sehr lange her, Kaltes Klares Wasser ist aus dem Jahr 1982 war zwar mehr oder weniger ein Hit, der gro├če Durchbruch ist dadurch nicht entstanden, aber ein Unterground-Klassiker war geboren. Bei aller Historie aber sollte man nicht vergessen: Bettina K├Âster ist nach wie vor aktiv. Nach dem Album Queen of Noise aus dem Jahr 2009 (John Peel bezeichnete sie einst so) ist nun mit Kolonel Silvertop ein neues Solo-Album erschienen.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

F├╝r das neue Album hat die K├╝nstlerin eine illustre Runde Musiker um sich geschart: Beats von Justus K├Âhncke gibt es zu h├Âren, die einstige Malaria!-Kollegin Christina Hahn war mit an Bord, Jochen Arbeit von den Einst├╝rzenden Neubauten und Klaus Kr├╝ger von Tangerine Dream unterst├╝tzten ebenfalls. In dieser Besetzung entstand ein Album, das den Underground-Charakter von einst gut aufrecht erhalten kann und mit Vielseitigkeit begeistert. Wie eingangs schon erw├Ąhnt er├Âffnet 1959 den Reigen ÔÇô mit k├╝hlen Sounds und reibeisernem Gesang ist eine unheimliche, aber packende Atmosph├Ąre geschaffen. Ein guter Start. Ruhiger ist schon das folgende Friday, das dabei gut den k├╝hlen Charakter aufrechterh├Ąlt.

Die Single Der Novak als Interpretation des Chansons von Hugo Wiener, einst in Bayern verp├Ânt ob seiner Anr├╝chigkeit passt dabei einerseits gut ins Bild, f├Ąllt aber auch aus dem Rahmen, denn der deutschsprachige Gesang ist ein Einzelfall und das Chansonesque dabei ist ungewohnt, von der Atmosph├Ąre her allerdings passt der Titel sehr gut in das Album. Mit den drei ersten Titeln ist dabei auch gut das Gros des Albums beschrieben, das K├╝hle, Elektro, Experimentelles und die unverkennbare Stimme begegnen immer wieder. Sei es das wabernde Silvertop, das im mittleren Tempo pulsierende Rain And Thunder oder auch das balladeske A Hop And A Skip ÔÇô die St├╝cke greifen gut ineinander.

Wenn das Album mit Where Do You Go To, einer Peter Sarstedt-Interpretation, sein Ende nimmt, ist man gewillt, von vorn anzufangen. Was man geh├Ârt hat, hat Freude bereitet. Was dem Album dabei noch gut getan h├Ątte, w├Ąren evtl. eins zwei weitere St├╝cke mit treibendem Charakter gewesen, aber da das Werk sehr von der mehrfach erw├Ąhnten Atmosph├Ąre lebt, hat dieses Argument ein bisschen was von der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Zu verstecken braucht Bettina K├Âster sich auch anno 2017 ganz und gar nicht!

Tracklist BETTINA K├ľSTER ÔÇô Kolonel Silvertop:

01. 1959
02. Friday
03. Der Novak
04. Flagging
05. Underground World
06. Silvertop
07. Till the End of Time
08. Rain and Thunder
09. The Great Silvertop
10. A Hop and a Skip
11. Sad Song
12. Where Do You Go To

Weblink BETTINA K├ľSTER:

Facebook: www.facebook.com/bettinakoster

Kolonel Silvertop

Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen (1 Kundenbewertungen)

1 neu & gebraucht ab EUR 9,99

Geschrieben von
Mehr von Marius Meyer

Fotos: PROJECT PITCHFORK

PROJECT PITCHFORK – Stuttgart, ClubCANN (06.04.2018) ├ähnliche Beitr├Ąge
Weiterlesen