WHITE LIES & THE RAMONA FLOWERS – Köln, Kantine (23.10.2016)

White Lies, © Natalie Kreuter
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Ein Fest fĂŒr Freunde von 80er Jahre Synthpop- und Postpunk-KlĂ€ngen erwartete eine sehr hohe dreistellige Anzahl an Menschen an diesem herbstlichen Sonntagabend in der Kölner Kantine. Bevor die in Deutschland immer populĂ€rer werdenden White Lies ihr neues Album Friends vorstellen durften, bekamen The Ramona Flowers 35 Minuten Zeit, ihren Stilwechsel hin von Radiohead-esqen Sounds zum hymnenorientierten Electro-Pop Ă  la Duran Duran vorzustellen. Sechs der sieben Songs stammten vom kĂŒrzlich veröffentlichten zweiten Album Part Time Spies, welches deutlich massenkompatibler rĂŒberkommt als der VorgĂ€nger Dismantle And Rebuild aus dem Jahre 2014. Schöne Synthies und die starke Stimme von Steve Bird machten beim Großteil des Publikums mĂ€chtig Eindruck. Von den Herren darf man in der Zukunft wohl noch einiges erwarten.

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Setlist THE RAMONA FLOWERS – Köln, Kantine (23.10.2016):

01. Hurricane
02. Dirty World
03. Skies Turn Gold
04. Start To Rust
05. Sharks
06. Tokyo
07. Run Like Lola

25 Minuten Umbaupause – dann folgte ein granatenhaft guter Gig. White Lies verdienen mehr Publikum und grĂ¶ĂŸere Hallen, soviel steht fest. Eine großartige Stimme von Harry McVeigh, abwechslungsreiche Songs zwischen Stadion-Rock und Underground-Goth-Disco bei toller Akustik prĂ€gten das anderthalbstĂŒndige Set. Dass das Publikum dabei textsicher, laut und klatschwĂŒtig war, tat sein Übriges. Auch die neuen StĂŒcke, die zum Großteil doch um einiges „fröhlicher“ rĂŒberkommen als so manch Ă€lterer Song, wurden dabei gut aufgenommen. Durchaus ĂŒberraschend: Die DebĂŒt-LP To Lose My Life… war ebenso mit sieben StĂŒcken im Set vertreten wie Friends. Vor allem die Hits wie der Titeltrack und Farewell To The Fairground schreien geradezu danach, von hohen vierstelligen Besucherzahlen auf Konzerten mitgegrölt zu werden. Wenig verwunderlich stellte McVeigh gegen Konzertende fest: „In Deutschland werden wir immer grĂ¶ĂŸer.“ Ein Satz, der Hoffnung auf eine schnelle RĂŒckkehr in die Bundesrepublik macht. Der einzige (zugegebenermaßen sehr subjektive) Kritikpunkt: Das tolle zweite Album Ritual ist mittlerweile fast komplett aus den Live-Sets verschwunden.

Setlist WHITE LIES – Köln, Kantine (23.10.2016):

01. Take It Out On Me
02. There Goes Our Love Again
03. To Lose My Life…
04. Hold Back Your Love
05. Unfinished Business
06. The Price Of Love
07. Farewell To The Fairground
08. Morning in LA
09. Is My Love Enough
10. E.S.T.
11. Getting Even
12. Summer Didn’t Chance A Thing
13. A Place To Hide
14. Don’t Want To Feel It All
15. Death
16. Big TV (Z)
17. Come On (Z)
18. Bigger Than Us (Z)

Fotos: Natalie Kreuter

Friends

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