BALSAMO DEIGHTON – Unfolding

balsamodeighton
GeschÀtzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Unsere Bewertung

7 Gesamtnote

Manchmal ist es einfach so, dass sich das Schicksal seinen Weg bahnt. Beispielsweise bei Balsamo Deighton, was nicht der Name einer Person ist, sondern die Kombination der Nachnamen von Steve Balsamo und Rosalie Deighton. 2001 trafen sie sich zufĂ€llig im Studio von Martin Terefe (Produzent von unter anderem Ron Sexsmith, Train und KT Tunstall), wo sie beide gerade ihr erstes Soloalbum aufnahmen. Eines Tages traf Rosalie erneut auf Steve, weil sie im Vorprogramm von dessen damaliger Band The Storys auftrat. Rosalie wurde Mitglied, die Band löste sich auf, aber die Zusammenarbeit mit Steve setzte sich fort – die Geburtsstunde von Rosalie Deighton.

Nun also das gemeinsame DebĂŒt Unfolding. Um es gleich vorwegzunehmen: Ja, es ist Pop! Das aber ist ja eigentlich auch gar nicht so schlecht. Vor allem nicht, wenn er gut gemacht ist – so wie in diesem Fall, wo er mit EinflĂŒssen wie Gram Parsons, Crowded House, Steve Earle, Tom Petty, Ryan Adams und dem Duo Alison Krauss/Robert Plant arbeitet. Das merkt man schon in einer frĂŒhen Nummer wie Blue, die eingĂ€ngigen Gitarrenpop bietet, zum Mitwippen animiert und mit ihrem cleanen Sound fĂŒr EingĂ€ngigkeit sorgt. Dabei wird auch ein wichtiges Merkmal der CD schnell deutlich: die Zweistimmigkeit. Die Stimmen der beiden sind hier gleichberechtigt und sorgen fĂŒr Abwechslung.

Abwechslung findet sich dabei glĂŒcklicherweise auch in der Musik. Mal geradliniger, mal etwas sphĂ€rischer und mal balladesker begegnen die StĂŒcke auf dem Album. Long Way Round beispielsweise gehört zu den sphĂ€rischsten Momenten auf dem Album – wobei man dem StĂŒck an sich gar nicht so anmerkt, dass Rosalie ihn nach der Entdeckung einer AffĂ€re ihres damaligen Partners schrieb. Ein angenehm getragenes StĂŒck, das eben von seiner AtmosphĂ€re lebt. Aber es geht auch schneller, hymnischer – wie in The Dream Song mit seiner deutlich geschlagenen Gitarre und einer positiven Stimmung, der man sich schwer entziehen kann.

Die zwölf StĂŒcke der Scheibe prĂ€sentieren sich abwechslungsreich und man merkt, dass hier Musiker zugange sind, die ihr Handwerk verstehen. Ein Album, das nicht wehtut und dabei zu gefallen weiß. Das einzige, was man hin und wieder vermisst, ist ein Moment, wo man mal wirklich ein bisschen weiter ausbricht aus dem insgesamt poppigen Gewand. Das aber kann den positiven Gesamteindruck nicht schmĂ€lern. Ein schönes DebĂŒt!

Tracklist BALSAMO DEIGHTON – Unfolding:

01. Drive On
02. Blue
03. Ride It
04. Sky Blue and Black
05. Long Way Round
06. Light in the Dark
07. The Dream Song
08. Run Back to Your Life
09. The Ghost of Me and You
10. 50 Foot Jesus
11. These Four Walls
12. Unfolding

Unfolding

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