E-TROPOLIS FESTIVAL 2015 – Oberhausen, Turbinenhalle (28.03.2015)

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Schon bei der Ankunft an der Turbinenhalle in Oberhausen merkte man im bestĂ€ndigen Nieselregen: Auch der zweite Durchgang des E-tropolis Festivals in dieser LokalitĂ€t war wieder sehr gefragt. Auto um Auto fuhr auf den Parkplatz, die Schlange am Einlass konnte ebenfalls nicht lĂŒgen. Als man dann hinterher davon hörte, dass es 4.200 Zuschauer waren, die an diesem Samstag von nah und fern anreisten, staunte man zunĂ€chst ĂŒber die Zahl, ließ man das Festival aber dann einmal Revue passieren, so wundert man sich eigentlich wenig.

Schließlich standen die Zuschauer schon bei Centhron, die um 14 Uhr das Festival auf der Mainstage eröffneten, in den vorderen Reihen dicht an dicht, wĂ€hrend es sich zwar ca. ab der Hallenmitte nach hinten hin zunehmend ausdĂŒnnte, wo dafĂŒr so manch einer den Platz nutzte, um die Musik ausgiebig tanzenderweise zu feiern. Das Trio aus Bremen bezeichnet seinen Sound selbst als „Viking Harsh Electro“, sehr harsch ging es dann auch tatsĂ€chlich zur Sache. Cyber-Elektro mit krachenden Beats, bei denen die Bewegung in der Halle nicht verwunderte, allerdings auch mit Texten, bei denen man eben sagen muss: Geschmackssache! Ohne inhaltlich weiter darauf eingehen zu mĂŒssen, sprechen Titel wie Vatican Fuck oder auch Pornoqueen vermutlich fĂŒr sich. Rein musikalisch sicher eine gute Eröffnung, inhaltlich zwar zweifelhaft, aber eine Resonanz von Publikumsseite aus, die fĂŒr sich spricht.

Setlist CENTHRON @ E-tropolis Festival 2015:
01. Einheit C
02. Gasman
03. Vatican Fuck
04. DreckstĂŒck
05. Dominator
06. Biest
07. Pornoqueen
08. Asgard
09. Cunt
10. Eisenfresse

WĂ€hrend die einen auf Wanderschaft zur Second Stage gingen, um Phosgore anzuschauen, warteten die anderen vor der Mainstage auf ein Urgestein. Auftritte von Vomito Negro sind schließlich nicht gerade eine alltĂ€gliche Angelegenheit. Kein Wunder also, dass die Halle bereits zu Beginn des Auftritts wirklich gut gefĂŒllt war. Beim Blick auf die Uhr war man tatsĂ€chlich verwundert, dass man sich gerade erst zwischen 15 Uhr und 16 Uhr befand, denn das Trio bot mit einer gut abgestimmten Lichtshow und viel Energie eine EBM-Show der Extraklasse. Die StĂŒcke aus inzwischen ĂŒber 30 Jahren Bandgeschichte griffen hierbei nahtlos ineinander, ließen die Menge tanzen und – was man im elektronischen Bereich ja auch nicht immer hat – auf der BĂŒhne war viel Bewegung zu sehen. SĂ€nger Gin Devo wusste, wie er den Kontakt zum Publikum aufrecht erhĂ€lt und wirbelte ĂŒber die BĂŒhne, suchte den Blickkontakt, stand gerne mal auf der Box an der mittleren BĂŒhnenkante und gab Nummern wie Time, In Silent Places oder auch Tape X zum besten. Da wirkte auch der Abschluss mit Save The World aus dem Jahr 1990 frisch wie eh und je. Ein frĂŒhes Highlight des Festivals!

Setlist VOMITO NEGRO @ E-tropolis Festival 2015:
01. Time
02. Stain
03. Obsession
04. In Silent Places
05. Tape X
06. Black Power
07. No Hope No Fear
08. Save The World

Wer den HĂ€rtegrad anschließend erhöhen wollte, tat gut an einem Gang zur 2nd Stage, wo gerade Ambassador 21 vor einem Publikum spielten, das gut und gerne mehrfach so groß hĂ€tte sein dĂŒrfen. Man muss natĂŒrlich zugeben, dass der von dem Duo um Natasha A Twentyone und Alexey Protasov dargebotene Digital Hardcore selbst auf einem Festival wie dem E-tropolis recht speziell ist, aber die IntensitĂ€t, die einem von der BĂŒhne aus entgegen geschmettert wurde, war gewaltig und es wurde zusehends schwerer, sich ihr zu entziehen. Natasha A Twentyone lag mit ihrer Ausstrahlung zwischen lasziv und gefĂ€hrlich, richtig noisig wurde es, wenn sie ihre sowieso schon aggressiven Shouts noch durch ein Megaphon jagte, dennoch hatte es etwas sehr Packendes. Und wer seinen StĂŒcken Titel wie Power Rage Riot Death oder auch Face Your Future Killers gibt, muss den Worten schließlich auch Taten folgen lassen. Das war hier definitiv der Fall. Auch fĂŒr ein recht kleines Publikum gab das Duo alles – und die, die da waren, wussten es zu schĂ€tzen.

Setlist AMBASSADOR 21 @ E-tropolis Festival 2015:
01. Fuck All Systems
02. Turn Yourself (V.2015)
03. Riot Generation
04. Power Rage Riot Death (V.2015)
05. In Love (V.2015)
06. Russian Roulette
07. Face Your Future Killers (V.2015)
08. Fick Alle Systeme
09. Coda

Warf man wieder einen Blick auf die Mainstage, so war ein volles Haus zu sehen zu einer Musik, die wie angegossen zum E-tropolis Festival passte. Spetsnaz spielten EBM in Reinform und wussten genau, wie sie damit ein Elektro-Publikum wie an diesem Tag in Oberhausen auf ihre Seite holen können. Mit einem Querschnitt durch ihr bisheriges Schaffen sorgten sie fĂŒr beste elektronische Unterhaltung.

Boten Spetsnaz noch EBM in Reinform, erweiterten die folgenden Grendel die KlĂ€nge um harsche Elemente, basslastige Industrial-Strukturen und – ja, wirklich – eine Gitarre. NatĂŒrlich wurde hier keine Gitarrenmusik geboten, aber Grendel gehören zu den Bands, die auch im Elektro-Sektor mit Gitarre auf der BĂŒhne stehen können, ohne dass jemand Anstoß daran nimmt. Mit fĂŒnf Leuten in Bandbesetzung angereist, konnten die NiederlĂ€nder auch im inzwischen 18. Jahr ihres Bestehens auf ganzer Linie ĂŒberzeugen. Das Publikum schien der Band zu vermitteln, dass sie eben einfach dazugehören im dunklen Elektro-Bereich und so wurde der Auftritt zu einem erfreulichen Geben und Nehmen. Chemicals + Circuity, One.Eight.Zero oder auch Hate This: HĂ€rte wurde hier mit einem sehr sympathischen Auftreten kombiniert, das die 40 Minuten des Auftritts nicht nur auf dem Papier kurz erscheinen ließ, sondern fĂŒr einen tatsĂ€chlich sehr kurzweiligen Auftritt zum Übergang vom spĂ€ten Nachmittag zum frĂŒhen Abend werden ließen.

Setlist GRENDEL @ E-tropolis Festival 2015:
01. Intro
02. Conflict Instigation
03. Chemicals + Circuitry
04. Soilbleed
05. One.Eight.Zero
06. Timewave Zero
07. Hate This
08. Dirty

Deutlich seichter wurde es, wenn man anschließend mal wieder den kurzen Weg zur 2nd Stage nahm. Wobei „seicht“ in diesem Zusammenhang keineswegs negativ gelesen werden soll, schließlich liegt es beim Synthie-/Future-Pop einfach in der Natur der Sache, dass es nicht wirklich hart zugeht. Aber auch fĂŒr diese Spielart der Elektronik war ein sehr großes Publikum anwesend, sodass Solitary Experiments hier viel Zuspruch ernteten. Auch hier wundert man sich rĂŒckblickend, wie lange diese Band bereits aktiv ist. Über 20 Jahre gibt es die Band aus Frankfurt an der Oder bereits, die sich im Laufe der Zeit als eine sichere Bank erwiesen hat, bei denen man kaum etwas verkehrt machen kann, wenn man zu ihren Auftritten geht. Da machte auch das E-tropolis keine Ausnahme: Eine Dreiviertelstunde treibender Elektro mit EingĂ€ngigkeit und TanzflĂ€chenpotenzial ließ den anwesenden Zuschauern wenige Möglichkeiten, zu verschnaufen. Schon das eröffnete Trial And Error riss das Publikum mit, StĂŒcke wie No Salvation avancierten zum SelbstlĂ€ufer, bis Stars einen schönen Auftritt der Band beendete.

Setlist SOLITARY EXPERIMENTS @ E-tropolis Festival 2015:
01. Trial And Error
02. Immortal
03. Point Of View
04. No Salvation
05. Steering Wheel
06. Delight
07. Epiphany
08. Rise And Fall
09. Stars

Etwas, das einem eigentlich schon beim Blick aufs Line-up bewusst wurde, merkte man zu diesem Zeitpunkt noch einmal sehr deutlich: Es war hier tatsĂ€chlich zu weiten Teilen ein Tag der Urgesteine des Genres. Auch im Falle von Leaether Strip kann man kaum etwas anderes behaupten, da reicht ein Blick auf die GrĂŒndung im Jahr 1988. Claus Larsen gab auch an diesem Tag alles und trotzte seiner KörperfĂŒlle, die er selbstironisch mit den Worten „I need to stop eating cakes“ abhandelte und dadurch seinem Auftritt auch eine sehr sympathische Komponente verlieh. Es wurde ein Leaether Strip-Auftritt, wie er zwar auf der einen Seite zu erwarten war, jedoch auf der anderen Seite aber eben auch so erwartet wurde. Eine Reise durch die Klassiker der Bandgeschichte, ein Fest fĂŒr die Freunde des EBM der alten Schule und ein Auftritt, der genau wusste, wie er den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht erhĂ€lt. Als furioses Finale waren Adrenalin Rush und Japanese Bodies da natĂŒrlich genau richtig gewĂ€hlt und setzten in etwa die gesamte Turbinenhalle noch einmal in Bewegung.

Setlist LEAETHER STRIP @ E-tropolis Festival 2015:
01. Kill a raver
02. Dirt
03. Decay (Twice a man cover)
04. Mortal thoughts
05. I am your conscience
06. Crash flight 232
07. Black gold
08. Evil speaks
09. Strap me down
10. Adrenalin Rush
11. Japanese bodies

WĂ€hrend auf der 2nd Stage gerade Frozen Plasma ein ansehnlich großes Publikum bei Laune hielten, erklang auf der Mainstage nun die Eurovision. Dabei war es kein Versuch, „Wetten, dass ..?“ wiederzubeleben, sondern der Auftritt von Laibach. Die Frage, ob ein Milan Fras einem Markus Lanz das Wasser reichen könnte, wĂ€re zwar durchaus berechtigt, aber seine Entertainer-QualitĂ€ten stellte er lieber mit Laibach und deren „Neuer Slowenischen Kunst“ unter Beweis. Dabei ist es einer Band wie Laibach hoch anzurechnen, dass sie es schafft, trotz einer so langen Karriere auch mit StĂŒcken des aktuellsten Werks, in diesem Fall Spectre, das Publikum bereits wenige Monate nach Veröffentlichung mitzureißen. Die Single Whistleblowers ist da nur ein Beispiel, auch eine Nummer wie Eat Liver! mit seinen schnellen Beats kann hier sehr gut ĂŒberzeugen. Die Gassenhauer der Slowenen funktionieren indes sowieso nach wie vor hervorragend. Tanz mit Laibach und den dazugehörigen stampfenden Rhythmus kann man inzwischen wohl locker dazu zĂ€hlen, der Abschluss mit Leben heißt Leben sicherte noch einmal die gute Laune zum Schluss. Eine schöne und sehr runde Stunde lang riefen Laibach hier erfolgreich zum Tanz auf.

Setlist LAIBACH @ E-tropolis Festival 2015:
01. Eurovision
02. Walk With Me
03. No History
04. Whistleblowers
05. B Mashina
06. Leben – Tod
07. Alle Gegen Alle
08. Eat Liver!
09. Bossanova
10. See That My Grave
11. Tanz mit Laibach
12. Das Spiel ist aus
13. Leben heißt Leben

War bei Laibach die Mainstage sehr gut besucht, merkte man auch auf der 2nd Stage inzwischen immer mehr, dass es in Richtung der Headliner des Festivals ging. In der Rolle des Co-Headliners aber waren erst einmal Solar Fake zu sehen, die ebenfalls bemerkenswert erscheinen, wenn man sich die Entwicklung anschaut, gerade die von Frontmann Sven Friedrich. Mit den Dreadful Shadows und den nachfolgenden Zeraphine war er schließlich stets fĂŒr Gothic Rock bekannt, aber kaum mal fĂŒr elektronische KlĂ€nge. Mit Solar Fake hat er das KunststĂŒck vollbracht, als eingesessener Gothic Rocker ein etabliertes Elektro-Projekt auf die Beine zu stellen und sich auch mit dem inzwischen dritten Album Reasons to kill ein ganz eigenes Elektro-Publikum zu erspielen. Eines, das sich auch in Oberhausen als Ă€ußerst dankbar erwies. Eröffnet mit I hate you more than my life waren die Weichen fĂŒr einen gelungenen Auftritt direkt gestellt. Die StĂŒcke der drei Alben griffen nahtlos ineinander und aggressivere Titel wie (You think you’re) Radical harmonierten gut mit harmonischeren StĂŒcken wie Here I stand. Mit Under control wurde dabei auch direkt eine neue Nummer prĂ€sentiert, die Lust macht auf neues Material von Solar Fake, StĂŒcke wie Under the skies indes zeigten gut, was fĂŒr eine KontinuitĂ€t im Schaffen Sven Friedrichs mit seinem Elektro-Act vorhanden ist. Bevor er sein einstĂŒndiges Set mit My spaces beendete, bewies One step closer noch, dass Linkin Park auch im Gewand eines Elektro-Acts hervorragend funktionieren kann.

Setlist SOLAR FAKE @ E-tropolis Festival 2015:
01. I hate you more than my life
02. Face me
03. No apologies
04. (You think you’re) Radical
05. Here I stand
06. More than this
07. Reset to default
08. Under control
09. Parasites
10. Under the skies
11. Where you are
12. One step closer (Linkin Park cover)
13. My spaces

Fiel in diesem Artikel schon einmal das Wort Urgestein? Ja? Auf die Gefahr hin, dass es langweilt, muss man sich aber dennoch fragen: Wie soll man Project Pitchfork denn sonst angemessen bezeichnen? Eventuell als Publikumsmagneten, denn der waren sie beim E-tropolis durch und durch. Schon vor Beginn war es schwer, noch einen angemessenen Platz zu finden. Schon der Opener Timekiller begrĂŒndete dann auch die große Nachfrage nach der Band um SĂ€nger Peter Spilles, die hier einen sehr guten Spagat dabei schaffte, auf der einen Seite zu zeigen, dass es ein aktuelles Album namens Blood gibt, auf der anderen Seite aber auch eine musikalische Reise durch die Bandgeschichte zu prĂ€sentieren. Dabei wundert man sich auch bei Project Pitchfork manchmal, wie viele Jahre manch ein Titel schon auf dem Buckel hat. Der erwĂ€hnte Timekiller beispielsweise stammt aus 2001, aber auch Blood-Loss vom aktuellen Album macht direkt danach eine gute Figur. DarĂŒber hinaus wundert man sich hĂ€ufig, wie viele StĂŒcke der Band inzwischen als Klassiker bezeichnet werden dĂŒrfen. Beispielsweise dann, wenn ein bereits jetzt nicht mehr wegzudenkender Song wie Beholder aus dem 2010er-Werk Continuum Ride neben En Garde! aus dem Jahr 1996 steht. Der Evergreen Souls darf natĂŒrlich auch nicht fehlen, mit Fire And Ice geht man gar noch einmal ins Jahr 1991 zum DebĂŒt-Album Dhyani zurĂŒck. Das Publikum dankt es, sodass die Band mit Blood-Pressure ihren Auftritt guten Gewissens beenden kann und dabei einen sehr guten Eindruck hinterlĂ€sst, sodass es fĂŒr viele Zuschauer sicherlich nicht der letzte Auftritt der Band war, dem sie beiwohnten.

Setlist PROJECT PITCHFORK @ E-tropolis Festival 2015:
01. Timekiller
02. Blood-Loss
03. Acid Ocean
04. Carnival
05. Blood-Stained
06. Beholder
07. En Garde!
08. Conjure
09. Blood-Diamond
10. Rain
11. Souls
12. Blood-Line
13. Rescue
14. Fire And Ice
15. Blood-Pressure

Obgleich Project Pitchfork einen riesigen Auftritt ablieferten: Die 2nd Stage stand in der Zwischenzeit nicht still und hatte mit De/Vision ein Programm parat, das so manch einen vor schwere Entscheidungen gestellt haben dĂŒrfte… Fest steht auf jeden Fall: Auch, wer sich fĂŒr De/Vision entschieden hat, wird es nicht bereut haben. Schließlich stand auch hier eine Band auf der BĂŒhne, die nicht nur eine lange Geschichte, sondern auch eine Menge Hits im GepĂ€ck hat, die zudem noch locker mit den aktuelleren Werken harmonieren. Wenn beispielsweise Binary soldier erklingt und direkt danach mit Strange affection einer der Evergreens folgt, ist das ein guter Beweis fĂŒr die Stringenz im Schaffen von De/Vision. Das weiß auch das Publikum, wenn es die Band durch und durch feiert, ob nun bei jĂŒngeren StĂŒcken oder alten Klassikern, obgleich man natĂŒrlich bei letzteren noch deutlicher merken konnte, wie sehr die Fans an ihrer Band hĂ€ngen. Gerade ein Try to forget kann seine Wirkung da gar nicht verfehlen. Der Spannungsbogen konnte bis zum abschließenden Flavour of the week gut gehalten werden und die Band um Steffen Keth erwies sich als sehr gut gewĂ€hlter Headliner der 2nd Stage des diesjĂ€hrigen E-tropolis Festivals.

Setlist DE/VISION @ E-tropolis Festival 2015:
01. Intro
02. Brothers in arms
03. mAndroids
04. Binary soldier
05. Strange affection
06. I’m not dreaming of you
07. Love will find a way
08. I’m not enough
09. What’s love all about
10. Try to forget
11. Rage
12. Your hands on my skin
13. Time to be alive
14. Flavour of the week

Als das Programm der 2nd Stage sein Ende fand, betraten auf der Mainstage soeben VNV Nation die BĂŒhne und wurden ihrer Position als Headliner durch und durch gerecht. Ein weiteres Mal von Urgesteinen zu reden, wĂ€re ĂŒberflĂŒssig, denn das ist lĂ€ngst bekannt, wie man schon mit dem Opener Legion zeigte, der die Turbinenhalle bereits zum Tanzen brachte. Es folgte ein Set, das sowohl alte als auch neue Fans zu begeistern wusste. Titel wie der Opener konnten sich gut behaupten neben jĂŒngeren StĂŒcken der Sorte The farthest star und SĂ€nger Ronan Harris ist zudem seit jeher ein Experte darin, sein Publikum bei Laune zu halten. Seien es schnellere Nummern wie Space and time oder auch ruhige Titel wie Nova: Das Publikum nimmt die Show dankend an. Das große Finale bei VNV Nation war dann – nicht unĂŒblich – eine epische Version von Perpetual, bei dem das Feier-Barometer noch einmal stieg und manch einen dazu verfĂŒhrte, die letzten Energie-Reserven freizusetzen und noch einmal krĂ€ftig mitzugehen. Das Finale einer schönen Show, der auch einige technische Probleme keinen Abbruch tun konnten, aber auch: das Finale eines hervorragendes E-tropolis Festivals 2015.

Setlist VNV NATION @ E-tropolis Festival 2015:
01. Legion
02. Sentinel
03. Testament
04. Illusion
05. Everything
06. The great divide
07. The farthest star
08. Homeward
09. Space and time
10. Chrome
11. Honour 2003
12. Resolution
13. Control
14. Nova
15. Perpetual

Es war nun etwa 00:30 Uhr, mehr als zehn Stunden waren vergangen, die Augen waren mĂŒde, die Beine schwer, aber all das war verbunden mit der Erkenntnis: Es hat sich gelohnt! Ein gelungenes Indoor-Festival, das man auch fĂŒr 2016 schon einmal auf dem Plan haben sollte. Auf der einen Seite als gelungenes Festival an sich, auf der anderen Seite aber auch bereits wegen der ersten BestĂ€tigungen: The Cassandra Complex, Assemblage 23, Diorama, WinterkĂ€lte und Legend.

Wir haben fĂŒr euch eine Bildergalerie zum Festival zusammengestellt, die ihr hier oder durch Anklicken der Bilder erreichen könnt:

Bildergalerie E-tropolis Festval 2015 (Bands & Impressionen)

Fotos: Tanja Schilling

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