CHILDREN OF BODOM, INSOMNIUM & MEDEIA – Köln, Live Music Hall (01.10.2013)

    Geschätzte Lesezeit: 4 Minute(n)

    Am 01. Oktober 2013 waren die finnischen Melodic-Death-Metaller von Children Of Bodom in der Kölner Live Music Hall zu Gast um ihr achtes Album Halo of Blood (VÖ: Juni 2013) auch live zu prĂ€sentieren. Als GĂ€ste waren Insomnium (ebenfalls finnischer Melodic-Death-Metal) und Medeia (Finnischer Alternative-Death-Metal) angereist. WĂ€hrend Insomnium in der Szene keine Unbekannten sind, waren Medeia mir bis dato kein Begriff.

    Gegen Acht waren es daher auch Medeia die der noch relativ leeren Live Music Hall entgegen traten. Keijo Niinimaa (Gesang), Samuli Peltola (Gitarre), Laura Dziadulewicz (Keyboard), Samuli Kuusinen (Bass), Janne Putkisaari (Schlagzeug) und Pekko Mörö (Gitarre) legten mit ihrem Opener Cold Embrace direkt lautstark los. Das was die nĂ€chste halbe Stunde aus den Boxen schalte war jedoch eher der Kategorie „GerĂ€usch“ zuzuteilen als dass man es als ausgefeiltes Songwriting beschreiben könnte. Trotzdem schien es einigen Anwesenden zu gefallen, sodass SĂ€nger Keijo Niinimaa sich mehr nuschelnd als sprechend fĂŒr die positive Resonanz bedankte.

    Setlist Medeia:
    01. Cold Embrace
    02. Descension
    03. Iconoclastic
    04. Misery Prevails
    05. The Unseen
    06. We All Fail
    07. Abandon All

    Deutlich musikalischer ging es mit den Mannen von Insomnium weiter. Niilo SevĂ€nen (Bass, Gesang), Markus Vanhala (Gitarre), Ville Frimann (Gitarre) und Markus Hirvonen (Schlagzeug) ĂŒberzeugen seit jeher mit melancholischen Melodien und Niilo SevĂ€nens grandiosem Gesang. Erst zum zweiten Mal seien sie in Köln (letztes Mal vor ziemlich genau drei Jahren als Support fĂŒr Dark Tranquillity in der Essigfabrik) verkĂŒndete dieser.

    Direkt von der ersten Sekunde an fesselte die atmosphĂ€rische Musik der Finnen die vordere HĂ€lfte des Kölner Publikums. Die hintere HĂ€lfte war ĂŒberwiegend mit Reden beschĂ€ftigt, was ich ein bisschen schade fand. Aber sei’s drum: Vorne und auf der BĂŒhne hatte man ordentlich Spaß bei Songs wie Through The Shadows und The Killjoy.

    Die Setlist konzentrierte sich im Großen und Ganzen auf das aktuelle Studioalbum One For Sorrow von dem es fĂŒnf Songs in das Konzert schafften. Mit Ephemeral war aber auch ein Song vom 2014 erscheinenden neuen Album mit in der Setlist.

    Nach dem letzten Song Mortal Share blieb festzuhalten, dass Insomnium live immer Spaß machen und sie doch bitte in weniger als in drei Jahren den erneuten Weg in die Domstadt finden sollten – gerne auch als Headliner.

    Setlist Insomnium:
    01. Inertia
    02. Through The Shadows
    03. Only One Who Waits
    04. Down With The Sun
    05. The Killjoy
    06. Unsung
    07. Ephemeral
    08. One For Sorrow
    09. Mortal Share

    Nach einer letzten Umbaupause war es soweit und die Mannen um SĂ€nger und Gitarrist Alexi „Wildchild“ Laiho betraten unter Applaus und mit ein wenig VerspĂ€tung die BĂŒhne. Neben dem Frontmann Laiho bestehen Children Of Bodom seit 2003 aus Roope Latvala (Gitarre), Jaska W. Raatikainen (Schlagzeug), Janne Viljami „Warman“ Wirman (Keyboard) und Henkka „T. Blacksmith“ SeppĂ€lĂ€ (Bass).

    Mit Transference, dem Song von der aktuellen Platte, der bereits ein Musikvideo hat, starteten die Finnen in ihr 17 Lieder langes Set und wurden schon zu Beginn von den Anwesenden gehörig gefeiert. Die Live Music Hall war gut gefĂŒllt, aber noch weit vom Ausverkauf entfernt, sodass man auch in den vorderen Bereichen gemĂŒtlich stehen konnte. Trotzdem war es voll genug, dass es hinten nicht leer aussah.

    SĂ€nger Alexi war gesundheitlich stark angeschlagen, aber ließ es sich nicht nehmen diese Tour durchzuziehen. DafĂŒr gab es natĂŒrlich ordentlich Applaus von einem Publikum was an diesem Abend zu nicht viel mehr als Klatschen fĂ€hig war. Viel Bewegung suchte man den ĂŒberwiegenden Teil des Abends vergeblich. Es gab zwar den einen oder anderen Moshpit, aber da wĂ€re noch deutlich mehr möglich gewesen.

    Auf der BĂŒhne wirbelten die Finger der Kinder Bodoms mit atemberaubender Geschwindigkeit auf den Instrumenten umher und zeigten wieder einmal, dass sie ihr Handwerk durchaus verstehen und technisch ĂŒber jeden Zweifel erhaben sind. Einzig das harte Jungs-Getue vom kleinen Laiho, bei dem jedes dritte Wort ein „fuck(ing)“ war, wirkte ein wenig albern, denn das hat die Band nicht nötig.

    Neben vier brandneuen Songs gab es auch viele Klassiker und „richtig alten COB Scheiß“, der bei den Fans Begeisterung auslöste. Das Konzept der gut gemischten Setlist ging auf und kaum ein Fan dĂŒrfte von der Songauswahl enttĂ€uscht gewesen sein. Jeder wird den einen oder anderen Song vermisst haben, aber bei nun acht Alben bleibt das leider nicht aus.

    Optisch abgerundet wurde die Performance durch drei LED WĂ€nde im Hintergrund, die allerlei Hintergrundanimationen oder auch einen Songtext zeigten. Zwischenzeitlich wurde ein Livebild, welches an Laihos Gitarrenhals aufgenommen wurde, gezeigt, sodass auch die Fans in den hinteren Reihen seine Fingerfertigkeit bewundern konnten. Schick, schick!

    Der Abschluss des Konzertes war die Zugabe In Your Face, die den Abend sehr treffend zusammenfasste. Gerne wieder.

    Setlist Children Of Bodom:
    01. Transference
    02. Silent Night, Bodom Night
    03. Sixpounder
    04. Halo Of Blood
    05. Scream For Silence
    06. Bodom After Midnight
    07. Lake Bodom
    08. Hate Crew Deathtroll
    09. Shovel Knockout
    10. Dead Man’s Hand On You
    11. Are You Dead Yet?
    12. Blooddrunk
    13. Everytime I Die
    14. Towards Dead End
    15. Hate Me!
    16. Downfall
    17. In Your Face (Z)

    Children Of Bodom:

    Insomnium:

    Medeia:

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