FRONT 242, THE NEON JUDGEMENT & RADICAL G – B- Diest, Den Amer (24.05.2013)

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Heute Abend sind wir im Den Amer in Diest f├╝r ein weiteres belgisches Event. Das Programm ist ein echter Hit und die Halle mit 1.800 Besuchern komplett ausverkauft. Bei unserer Ankunft wartet bereits eine gro├če Menschenmenge am Veranstaltungsort.

Mit Verz├Âgerung er├Âffnen The Neon Judgement das Festival, doch schon bei den ersten Kl├Ąngen von Tomorrow In Paper wird ihnen die Versp├Ątung verziehen. TB Frank und Dirk Da Davo zeigen sich nach all den Jahren und vielen Vorstellungen von der Zuschauerzahl unbeeindruckt. Sie begr├╝├čen das Publikum auf Englisch, was zun├Ąchst ein wenig merkw├╝rdig anmutet, denn die Musiker leben in der Nachbarschaft und die meisten Anwesenden kommen ebenfalls aus Belgien. Auf der Setlist stehen viele bekannte Songs, darunter Sister Sue, Miss Brown, Chinese Black, Fashion Party und Leash. Die meisten Songs wurden im Laufe der Jahre mehrmals remixed, ich pers├Ânlich bevorzuge allerdings die Original Versionen. Aber als Band sollte man nat├╝rlich progressiv bleiben und zeigen, dass man sich mit seiner Musik wirklich besch├Ąftigt und sich auch noch weiterentwickelt.

TB Frank ist ein begeisterter Raucher, der regelm├Ą├čig eine Zigarette raucht. Auch heute, das allgemeine Rauchverbot scheint f├╝r ihn nicht zu gelten. Als Dirk Da Davo The Man singt, sehen wir schlie├člich etwas Energie auf der B├╝hne. Er nimmt das Mikrophon in die Hand, stellt sich vor das Publikum und singt mit viel Leidenschaft. Mit TV Treated ist das offizielle Set beendet. F├╝r einen weiteren Song Nion, Nion kommen sie aber noch einmal zur├╝ck, bevor TB Frank sich beim Publikum bedankt und die B├╝hne verl├Ąsst.

Radical G ist das Soloprojekt von Glenn Keteleer, einem Bandmitglied von The Juggernauts. Es ist offensichtlich wie viel Zeit das Zusammenstellen der Songs in Anspruch nahm, die mit sch├Ânen Visuals auf einem gro├čen Bildschirm untermalt werden.

Auch Glenn unterh├Ąlt das Publikum, sein ganzer Kopf ist geschw├Ąrzt, dazu tr├Ągt er spitze Ohren. Radical G heizt dem Publikum an diesem schattigen Maiabend, dem k├Ąltesten seit mehr als 100 Jahren, m├Ąchtig ein. Ein Teufel auf der B├╝hne, wie passend, dass an diesem Abend Vollmond ist.

Und wer nun meint, dass dieses Ein- Mann- Projekt langweilig hinter seinem Keyboard steht und die Menge etwas unterh├Ąlt, liegt falsch. Radical G ist ein Meister des Entertainments. Und das genau ist das Besondere daran, denn wir kennen niemanden in der Szene, der in der Lage ist es ihm gleich zu tun. Die meisten Songs sind instrumental und wir warten auf unseren Favoriten: Lucifer, doch leider steht dieses St├╝ck heute nicht mit auf der Setlist.

Nach einem l├Ąngeren Intro stehen nun die Headliner Front 242 auf der B├╝hne. ├ťber sie muss man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Genau wie bei Neon Judgement wurden ihre Songs ebenfalls vielfach remixed und die Klasse ihrer Tracks ist ├╝ber jeden Zweifel erhaben.

Das Licht und die Visuals sind wieder einmal fantastisch und die Musik von Front 242 steckt sofort zum Tanzen an. Es scheint als w├╝rde sich jeder tanzend bewegen und so verwandelt sich der Platz vor der B├╝hne in einen tanzenden Kriegsschauplatz. Die Songs h├Ąngen nahtlos aneinander und es bleibt keine Zeit um sich mit dem Publikum zu befassen. Schlie├člich sind wir wegen der Musik da! Und dabei ist alles vertreten: Body to Body, No shuffle, Headhunter, Quite unusual, Lovely day und schlussendlich Im Rythmus bleiben.

Selbstverst├Ąndlich verlangen alles Zuschauer nach mehr und die Band kommt f├╝r einen einzigen Song zur├╝ck. Leider ist dann Welcome To Paradise definitiv der letzte Song des Abends.

Am Ende waren einige Fans von diesem Set etwas entt├Ąuscht, denn sie hatten auf neues Material von Front 242 gehofft. Doch dies blieb heute aus, daf├╝r gab es ein Treffen mit der Vergangenheit und teils neu remixten St├╝cken. Die Mehrheit ist damit allerdings ├Ąu├čerst zufrieden und erfreut sich an einer klassischen EBM Night.

Insgesamt war die Electronic Body Night in Diest ein gro├čer Erfolg. Mann kann sich nur w├╝nschen, dass es in Zukunft noch mehr Veranstaltungen dieser Art geben wird.

Front 242:

The Neon Judgement:

Radical G:

Autorin: Monique Rijksen
Fotos: Roger op den Camp

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