THE BEAUTY OF GEMINA & me.man.machine – Krefeld, Kulturfabrik (19.04.2013)

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Schweizer Abend in Krefelds Kulturfabrik: die Elektro/Gothic-Rocker The Beauty Of Gemina aus dem Alpengebiet waren zu Gast und hatten als Support die Landeskollegen me.man.machine mitgebracht. Und dieses Quintett nutzte die guten 45 Minuten, um ihren druckvollen Indie-Rock mit Spritzern aus Wave und Alternativ-Rock dem Publikum n├Ąher zu bringen. Instrument-technisch ist die Band mit Drums, Bass, Keyboards und zwei Gitarren sehr gut best├╝ckt und die ├╝berwiegend in schwarz gekleideten Zuh├Ârer konnten den Liedern ihres Deb├╝talbums Reviver lauschen. Vom dunklen Opener Spark ├╝ber die melodi├Âse Single Make It Rain bis zum treibenden Song The Drifter gab es eine feine Ladung Musik zu h├Âren, welche sehr gut ausgesteuert war und wohl bei etlichen Leuten reges Interesse fand. Die Band wirkte agil und der Gesang von S├Ąnger Roland H├Ąusler wusste bei ruhigen wie lauten Passagen zu ├╝berzeugen. Ich denke, man sollte die Truppe in Auge und Ohr behalten, da k├Ânnte etwas Gr├Â├čeres draus werden. Naja, wer ein Lied der Kult-Band The God Machine ├╝berzeugend covern kann, wie es me.man.machine mit In Bad Dreams bewiesen, der hat bei mir eh einen Stein im Brett!


Setlist me.man.machine.:

01. Spark
02. Craving
03. 7 Minutes Late
04. Phobophobia
05. In Bad Dreams
06. I Will Follow
07. Make it Rain
08. The Drifter

Nach ziemlich flinker Umbaupause kam dann die aktuelle Vorzeigeband der Elektro/Gothic-Rock Szene auf die kleine B├╝hne in der Nebenhalle der Kulturfabrik, die sich kurz zuvor recht gut gef├╝llt hatte. Unterbrochen durch die Akustik-Tour mit Diary Of Dreams und dem daraus resultierenden frisch erschienen Longplayer The Myrrh Sessions reist die Band nun wieder durch die L├Ąndereien, um das Studioalbum Iscariot Blues zu promoten. So starteten die vier Schweizer nach einem kleinen Intro auch mit dem Opener des Album Voices Of Winter und legten den Track Golden Age direkt hinterher. Dass an diesem Abend aber auch die vorherigen Alben ber├╝cksichtigt werden sollten, bewiesen sie anschlie├čend mit dem Lied This Time von ihrem zweiten Silberling. Die Show der Band wirkte sehr professionell aber auch ein wenig statisch, S├Ąnger Michael Sele hielt sich anfangs mit Worten zur├╝ck und das unsichtbare Band zwischen Musiker und Publikum baute sich w├Ąhrend des Konzertes zun├Ąchst langsam auf. Nach der Phase des Beschn├╝ffelns erz├Ąhlte Mastermind Sele aber dann zu Haddan Hall, warum wir Ziggy Stardust brauchen und wies erkl├Ąrend vor Dark Rain darauf hin, warum dieser Song nun in einer Texas-Swinging-Gothic-Blues Version zu H├Âren sei. Nun war die Bindung hergestellt und Musiker wie Publikum wirkten jetzt lockerer und w├Ąhrend die einen freudig aufspielten, genossen die anderen die Kl├Ąnge der Band sowie Michaels kleine Anekdoten. Mit Songs wie Obscura, Shadow Dance und One Step To Heaven ging es quer durch die Discographie von The Beauty Of Gemina – der Song Kingdoms Of Cancer entwickelt sich dabei f├╝r mich pers├Ânlich zum Alltime-Favorit der Band, auch an diesem Abend begeisterte das Lied nicht nur mich au├čerordentlich! Leider war es auch schon fast der Abschluss, aber zumindest lie├čen sich die vier Mannen zu zwei Zugabenbl├Âcken hinrei├čen. Ersterer war mit den Liedern Victims Of Love und The Lonesome Death Of A Goth DJ eher dancehall-like aufgestellt, der folgende beendete dann einen gelungen Abend mit den Tracks Hunters und Last Night Home richtig sch├Ân dunkel rockig – Ein Dankesch├Ân in Richtung Schweiz!


Setlist The Beauty of Gemina:

01. Voices Of Winter
02. Golden Age
03. This Time
04. Shadow Dance
05. Kings Men Come
06. Prophecy
07. Obscura
08. Suicide Landscape
09. Haddan Hall
10. Dark Rain
11. One Step To Heaven
12. Dark Revolution
13. Badlands
14. Rumours
15. Kingdoms Of Cancer
16. Victims Of Love (Z)
17. The Lonesome Death Of A Goth DJ (Z)
18. Hunters (ZZ)
19. Last Night Home (ZZ)

The Beauty Of Gemina:

me.man.machine:

Autor: Ralf Michael Benfer
Fotos: Marcus Nathofer

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