OMD – Orchestral Manoeuvres In The Dark – NL, Utrecht, Tivoli (17.05.2013)

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Orchestral Manoeuvres In The Dark, kurz OMD, sind endlich wieder auf Tour und dabei auch im niederl├Ąndischen Utrecht zu Gast. P├╝nktlich als wir den Innenraum des Tivolis betreten, beginnt die belgische Band Metroland mit ihrer Show. Der Raum ist gut gef├╝llt und wir merken sofort, dass die Musik von Metroland beim Publikum gut ankommt. Es stehen zwei Musiker hinter ihrem Laptop, Visuals und Bildschirm auf der B├╝hne. So ein Aufbau kommt einem doch gleich bekannt vor: Die Band wird eindeutig von Kraftwerk und Komputer inspiriert. Dennoch ist ihre Musik nicht die gleiche, sie packen ihre eigenen Ideen in dieses Genre. Dadurch bekommt der Sound seinen eigenen Stil und ein eigenst├Ąndiges Feeling verpasst. Zwar ist das nicht jedermanns Geschmack, aber gen├╝gend Leute feiern enthusiastisch. Der Song Enjoy The View macht es dann allen Recht. Metroland ist nicht nur sch├Ân f├╝r die Ohren, sondern auch ein Genuss f├╝r die Augen.

Setlist Metroland:
01. Intro (Machines Music Men)
02. Theme For Metroland
03. Inner City Transport
04. Enjoying The View
05. Moscow Main
06. M.E.T.R.O.
07. Mind The Gap
08. It’s More Fun To Commute
09. Harry Beck
10. The Passenger

Als OMD wenig sp├Ąter die B├╝hne betreten, ist die Halle rappelvoll, praktisch ausverkauft. ÔÇ×Goede Avend. Good Evening. Welcome. It┬┤s good to be back in UtrechtÔÇť. Mit diesen Worten er├Âffnet S├Ąnger Andy McClukey das Konzert.

Wir selbst wuchsen in den Achtzigern auf und waren von dieser Band immer begeistert. Nun sind wir erwachsen, einige Jahre ├Ąlter und haben endlich die M├Âglichkeit OMD das erste Mal live zu sehen. Die Erwartungen sind hoch, doch wie wir sp├Ąter feststellen, sie werden erf├╝llt.

OMD beginnen mit Metroland einem Song des aktuellen Albums English Electric. Zufall oder Absicht, dass der Song genau so hei├čt, wie die zuvor gesehene Vorband? Es kommt sicher nicht von ungef├Ąhr! Danach folgt ein Mix aus alten Hits und St├╝cken des neuen Longplayers. Die neuen Lieder sind im erkennbaren OMD Stil und jeder der hier Anwesenden scheint sie auswendig zu kennen.

Andy ist sehr Publikumsnah. Der Frontmann erz├Ąhlt gerne und viele Zuschauer werden von der B├╝hne aus per Handschlag begr├╝├čt. McCluskeys unverwechselbarer Tanzstil wirkt ansteckend. Der S├Ąnger hat m├Ąchtig Spa├č und bedankt sich f├╝r den enormen Applaus. Es scheint, als w├Ąre Andy von dem Jubel und der Resonanz des Publikums ├╝berrascht. Jetzt, wo er von den guten Absichten der Menge ├╝berzeugt ist, wagt er es, auch seinen Kollegen Paul nach vorne zu rufen: ÔÇ×Paul, I think they are nice people, you can come out nowÔÇť. Nach diesen Worten stellt sich Paul David Humphreys an den B├╝hnenrand, um (Forever) Live And Die zu singen. Seine Stimme scheint sich nicht ver├Ąndert zu haben, sie klingt wie fr├╝her… Wow!

Das Publikum geht voll mit. Besonders nach Joan of Arc/Maid of Orleans scheint der Applaus endlos. Das war definitiv der G├Ąnsehautmoment des Abends, bei dem viele den Atem angehalten haben. Enola Gay wird von Andy als letzter Song angek├╝ndigt. Eine ausgezeichnete Live- Performance, die mit einer bleibenden Melodie in den Ohren endet. Nach diesem St├╝ck verlassen die Musiker nacheinander die B├╝hne.

Doch auch als die Band l├Ąngst nicht mehr zu sehen ist, hallt der Refrain von Enola Gay immer noch durch die Location. OMD kommen f├╝r einen Zugabenblock mit dem bereits 17 Jahre alten Song Walking On The Milky Way und einem weiteren Blockbuster aus den Achtziger Jahren (Electricity) zur├╝ck. Ein treffenderes Lied h├Ątte es zum Abschluss nicht geben k├Ânnen, denn das Publikum steht l├Ąngst voll unter Strom.

Aber gibt es auch etwas Negatives ├╝ber diese Konzert zu sagen? Sicherlich… 20 Songs auf der Setlist waren viel zu wenig und wir m├Âchten nicht noch einmal so lange warten um OMD wieder zu sehen ­čśë Also OMD, kommt schnell f├╝r einen weiteren Gig zur├╝ck!

F├╝r uns ist dieser denkw├╝rdige Auftritt viel zu schnell zuende.
Jeder mit dem wir nachher sprechen war von diesem Konzert beeindruckt. Es war sch├Ân OMD live zu sehen und zu h├Âren und nicht von der Hand zu weisen, dass OMD stimmlich und musikalisch immer noch ganz oben stehen.

Setlist OMD:
01. Metroland
02. Messages
03. Tesla girls
04. Dresden
05. History of Modern part 1
06. Forever live and die
07. If you leave
08. Night Caf├ę
09. Souvenir
10. Joan of Arc/Maid of Orleans
11. Our system
12. Talking loud and clear
13. Kissing the machine
14. So in love
15. Sister Marie
16. Locomotion
17. Seven seas
18. Enola gay
19. Walking on the milky way(Z)
20. Electricity (Z)

OMD:

Metroland:

Autorin: Monique Rijksen
Fotos: Roger op den Camp

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