CD-Rezension: Omnia – Live On Earth

Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Unsere Bewertung:


8 Bewertung

8

Omnia – Live on Earth

Omnia ist und war fĂŒr mich schon immer eine Live-Band. Die Truppe um Steve Evans-van der Harten macht live einfach nur Spaß. Die Stimmung, die AtmosphĂ€re, das muss man erlebt haben. Die bisherigen Studio-Alben hatten fĂŒr mich bei weitem nicht das GĂ€nsehaut-Feeling, das bei Live-Konzerten aufkommt. Einzuordnen ist die Band auch nicht ganz so einfach – offiziell als „Pagan Folk“ bezeichnet gibt es doch viele ruhige KlĂ€nge, manch Rockiges und selbst HipHop-Elemente haben ihren Weg in die Werke gefunden. Was soll man sagen, ich war sehr gespannt auf das neue Live Album. GĂ€nsehaut? Erinnerungen? Was wurde auf die CD gebannt?

Auf die einzelnen Lieder möchte ich gar nicht allzu detailliert eingehen – sind sie doch alle schon mal da gewesen. So oder in so Ă€hnlicher Form zumindest. Viel wichtiger ist doch, dass mich beim Hören gleich zu Beginn wieder das Konzert-Feeling gepackt hat. Die ersten Lieder steigen noch sanft ein, bei The Sheenearlahi Set wird’s dann aber gegen Ende schon gewohnt – und geliebt – flott. Was man aus Flöten, Digeridoo, Slideridoo, Maultrommeln, Piano und Co. doch alles raus holen kann. Es kribbelt – und wie Jenny dann beim nĂ€chsten StĂŒck Niiv ihrer Stimme freien Lauf lĂ€sst – wunderbar. Nun folgt ein Lieblingslied dem nĂ€chsten. Free, Toys in the Attic, 
 es geht munter, nachdenklich, irr und emotional weiter. Mitsumm-Klassiker wie Love in the Forest, gefolgt von Noodle the Poodle – man möchte sein GegenĂŒber zum Square-Dance auffordern, machen Spaß. Nicht so sehr als wĂ€re man auf einem Konzert – aber deutlich mehr als auf einem „sterilen“ Studioalbum. Abgeschlossen wird das Live-Album, wie fast jedes Konzert das ich bisher erlebt habe, mit dem obligatorischen Morrigan.

Was halte ich von dem Album – ich bin mir noch nicht ganz sicher. Es gefĂ€llt mir deutlich besser als alle Studio-Alben. Es ist aber trotz Klatschen und Jubeln sehr clean – sehr steril. Es kribbelt, aber die GĂ€nsehaut kommt nicht. Musikalisch ist nichts falsch. Die Auswahl der Lieder ist super – aber scheinbar fehlt mir einfach das Drumrum. Nörgeln auf hohem Niveau mag man sagen. Ich hatte etwas mehr erhofft, bin aber alles andere als enttĂ€uscht. Wem Omnia gefĂ€llt, wird dieses Album lieben. Wer Omnia bisher nur auf CD kannte, wird jetzt vielleicht verstehen, warum man diese NiederlĂ€nder so verehren kann. Aber um ein Konzertbesuch kommt man wohl nicht rum, wenn man Omnia wirklich „Live on Earth“ erleben will.

Tracklist:
01. Live Show Intro
02. Time Bealtaine
03. Auta Luonto
04. The Sheenearlahi Set
05. Niiv
06. Free
07. Toys in the Attic
08. I Don’t Speak Human
09. Alive!
10. Wytches Brew
11. Richard Parker’s Fancy
12. Dance until we die
13. Love in the forest
14. Noodle the poodle
15. Saltatio Vita
16. Etrezomp-ni Kelted
17. Fee Ra Huri
18. Morrigan

Autor: Jesko MĂ€gle

Geschrieben von
Mehr von Sparklingphotos.de

TORUL & EGOAMP – Oberhausen, Kulttempel (11.10.2015)

EGOamp wurde von Asmodi Caligari und Cesare Insomnia gegrĂŒndet. Das Projekt wird...
Weiterlesen