Sampler – Milchbar Vol. 4 compiled by Blank & Jones

Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

6 Bewertung

6

Sampler – Milchbar Vol. 4 (compiled by Blank & Jones)Sampler - Milchbar Vol. 4 compiled by Blank & Jones

Sampler - Milchbar Vol. 4 compiled by Blank & Jones

„Milchbar“, ein eher ungewöhnlicher Name für eine Compilation, der aber an Substanz gewinnt, sobald man weiß, dass dieser sich auf das gleichnamige Café auf Norderney bezieht, für dessen Sounddesign die beiden Kölner Star-DJs Piet Blank und Jaspa Jones verantwortlich zeigen. Und dementsprechend erinnern die auf „Milchbar Vol. 4 compiled by Blank & Jones“ präsentierten Klangkollagen auch ununterbrochen an Sonne, Palmen, Strand und vollkommene Entspannung. Nur wo das Markenprädikat „Blank & Jones“ drauf steht ist auch Blank & Jones drin und so hat man zumindest schon einmal eine gute Vorstellung von dem, was einen hier erwartet. Zwar sind lediglich 3 der 13 vertretenen Songs von den beiden selbst geschrieben, aber es gelingt ihnen auch hier wieder wie kaum anderen, die restlichen Tracks in ihr Universum einzuführen und das Ganze homogen klingen zu lassen.

Für den Anfang sorgen die Topstars natürlich selbst und haben sich mit Schauspieler Til Schweiger auch gleich mal hohe Prominenz zur Unterstützung geholt. Der Song beginnt mit Meeresrauschen und ist ganz sicher einer der hervorstechenden Momente der Compilation, denn wie bei den meisten Samplern der Kölner steht das Gesamtwerk klar in der Wertigkeit über dem jeweiligen Einzelobjekt. Trotzdem hätte ich mir insgesamt ein wenig mehr Mut zur Abwechslung gewünscht, denn viele der Songs plätschern wie die über sechsminütigen Tracks von Chicane und Cantoma ein wenig zu sehr dahin und ordnen sich zu stark unter. Die Ausnahme bilden dann auch wirklich hauptsächlich die Tracks von Blank & Jones, die wie mit „Survivor“ deutlichere Akzente setzen und auch spürbarer hervorstechen. Aber auch Lukes „Heavens On Fire“ weiß mir zu gefallen. Insgesamt sucht man echte Hits hier jedoch vergeblich und es bedarf eher eines klaren Kopfes um sich den Sounds vollkommen hingeben zu können und deren Wirkung entfalten zu lassen.

Natürlich bietet auch „Milchbar Vol. 4 compiled by Blank & Jones“ wieder genug Stoff um dem Alltag mal so richtig zu entfliehen, aber vielleicht liegt es auch an der Fülle der Veröffentlichungen in diesem Genre generell und bei Blank & Jones im Speziellen, dass der Funke dieses Mal nicht so recht überspringen möchte. „Nette Musik“ trifft es hier wohl sehr gut, leider ist sie aber zu großen Teilen dieser Compilation auch nicht wirklich mehr als das. Ich für meinen Teil kann mir durchaus vorstellen klanglich ab und zu in der Milchbar vorbeizuschauen, werde mich ansonsten aber eher an frühere Werke der Kölner orientieren oder gedanklich Raphael Marionneau in Hamburg einen Besuch abstatten.

 

Tracklist:
01. Sonnenuntergang – Blank & Jones with Til Schweiger
02. Aquarian Angel – Blue Six
03. Low Sun – Chicane
04. Piedras y Rosas (Blank & Jones’ Balearic Chill Remix) – Josete Ordon~ez
05. Sunday – Nikonn
06. Blissful Moment – Bliss
07. Katja – Cantoma
08. Survivor – Blank & Jones with Mike Francis
09. Smooch – Afterlife
10. He Say (Blank & Jones’ Smooth & Chilled Revisit) – Sinan Mercenk
11. Coming Home (Afterlife Remix) – Blank & Jones
12. Knight Moves – Chilly Gonzales
13. Heavens On Fire – Luke

Autor: Michael Gamon

More from Sparklingphotos.de

TORUL & EGOAMP – Oberhausen, Kulttempel (11.10.2015)

EGOamp wurde von Asmodi Caligari und Cesare Insomnia gegründet. Das Projekt wird...
Read More